Suffocation - Pinnacle Of Bedlam

Artikel-Bild
VÖ: 15.02.2013
Bandinfo: SUFFOCATION
Genre: Death Metal
Label: Nuclear Blast GmbH
Hören & Kaufen: Amazon | Ebay
Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Sie tun’s noch immer. Gottseidank. Die wirklich alten Death-Metal-Größen wie CANNIBAL CORPSE, DEICIDE oder MORBID ANGEL haben sich zwar über die Jahre gehalten, aber allesamt mehr oder weniger schlechte Veröffentlichungen in ihrem Backkatalog stehen. Doch nicht hier. Nicht bei SUFFOCATION. 1988 gegründet haben die Jungs aus New York so einige besondere Genre-Merkmale zu Buche stehen. Einerseits gehörten die Jungs damals zu den absoluten Miterfindern und vor allem Innovatoren der amerikanischen Death-Metal-Szene, andererseits war die 1991er „Human Waste“-EP tatsächlich die allererste auf Polycarbonat geprägte Relapse-Records-Veröffentlichung überhaupt. Mit „Pinnacle Of Bedlam“ sind wir mittlerweile aber schon bei Studiorundling Nummer sieben, der zweite unter den Segeln der Metal-Großschmiede Nuclear Blast.

Und fürwahr – die Jungs scheinen, ähnlich dem Wein oder auch Käse, mit dem Alter immer besser zu werden. Das Chaos (engl: „Bedlam“) herrscht hier nämlich die vollen 38 Minuten. Das aber so gefinkelt, durchdacht und abwechslungsreich, dass man von diesem wuchtigen Appetithappen gar nicht genug bekommen kann. Wie nämlich schon von den großartigen Vorgängern „Suffocation“ (2006) und „Blood Oath“ (2009) gewohnt, stecken sich SUFFOCATION innerhalb ihrer kleinen Todesblei-Welt keine Grenzen und fürchten sich nicht vor der bekömmlichen Mischung aus slammenden Groove-Parts und irrwitzigen Technik-Abfahrten. Mit „Cycles Of Suffering“ starten Brüllwürfel Frank Mullen und Co. gleich fulminant in die rasante Achterbahn, aber so richtig geil wird das feine Stück erst mit den weiteren Kompositionen.

„Purgatorial Punishment“ und „My Demise“ etwa sind unfassbar geile Groovewalzen, im Titeltrack werden auch melodisch-knackige Soloeinlagen eingebaut und „Eminent Wrath“ oder „As Grace Descends“ befinden sich im unwiderstehlichen Up-Tempo-Modus, wissen aber trotzdem gekonnt Köpfe abzumontieren. SUFFOCATION gelingt auf diesem Album nämlich der perfekte Spagat zwischen hochqualitativer Technik und bewusst stumpfer Abgebrühtheit, was in dieser Form keine der eingangs erwähnten Bands auf die Reihe kriegt. Die Highlights ziehen sich über das gesamte Album und Filler bekommt man keinen einzigen zu hören. Besonders schmackhaft: Die Todeswalze „Rapture Of Revocation“, das mit Intro und Outro versehene „Sullen Days“ und das abschließende Frickel-Groove-Monster „Beginning Of Sorrow“. Für den unheimlichen klaren Mix (hört euch mal diese traumhaften Gitarrenspuren an!) ist übrigens Szenekenner Zeus Harris (u.a. HATEBREED und ARSIS) verantwortlich. „Pinnacle Of Bedlam“ darf ruhig als Highlight in der SUFFOCATION-Diskografie betrachtet werden und legt die Latte schon zu Jahresbeginn in gewaltige Höhen.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Robert Fröwein (13.02.2013)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE