Kvelertak - Meir

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VÖ: 22.03.2013
Bandinfo: KVELERTAK
Genre: Black´n´Roll
Label: Roadrunner Records
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Lineup  |  Trackliste

Wer Wind sät, wird Lorbeeren ernten!
Punk? Black Metal? Rock 'n' Roll? Oder einfach nur Black 'n' Roll? Es gibt viele Bezeichnungen für die norwegischen Berserker von KVELERTAK (dt. "Würgegriff") - und das zu Recht! Aus dem Nichts kamen und siegten sie, preschten mit abnormen Tempo in Charts und Fanherzen, nahmen uns in den namensgebenden Würgegriff und ließen uns seither auch nicht mehr los! "Artist of the Year", "Best New Artist" oder "Best Rock Album" sind nur einige der Awards, die sie für ihr selbstbetiteltes Debüt-Album "Kvelertak" 2010/2011 einheimsen konnten, und das Szenario droht sich auch heuer nicht anders abzuspielen.

Bigger, Better, Stronger, Meir
Drei Jahre später gibt es mehr vom skandinavischen Sextett der Superlative. Und wenn wir sagen "mehr" dann meinen wir das auch so: "Meir" (dt. "Mehr") heißt das neue Werk und es setzt gnadenlos dort an, wo "Kvelertak" seinerseits aufgehört hat. "Mehr von allem" lautet die Devise, so brachte es Gitarrist Bjarte Lund Rolland gezielt auf den Punkt. "Die Songs sind größer, die harten Songs sind härter, die poppigen poppiger und so weiter." Sänger Erlend Hjelvik umschreibt das Gemetzel folgendermaßen: "Es wird Hirne wegpusten." Jetzt wo wir es gehört haben, können wir das nur bestätigen und empfehlen absolut Jedem, dieser Scheibe Gehör zu schenken!

Schamlose Fjord-Fiesta
Auch wenn die Texte auf norwegisch sind, und unabhängig davon sonst bestimmt auch nicht jeder auf Anhieb versteht was die Jungs ausdrücken möchten, sie machen Lust auf mehr, motivieren zum Mitgröhlen und Headbangen. Das Erfolgsrezept KVELERTAK geht auf, die Jungs haben hörbar Spaß an der Materie und duellieren sich in gewohnter Manier bis zum letzten Track. Drei Gitarren, die sich gegenseitig übetrumpfen wollen, ein bebender Bass im Hintergrund, preschende Drums - die die Kapelle antreiben - und zu guter Letzt ein Sänger, der sich die Stimmbänder wegkotzt.

So macht das Spaß! War "Kvelertak" damals noch die Party, feiern wir mit "Meir" den absichtlich heraufbeschworenen Hangover. "Sie drücken uns nieder, wir stehen auf und hören wieder", schon lange haben wir nicht so gerne und exzessiv unsere Hörmembranen zerbersten lassen.

Kurztrip in die paradiesische Hölle
Fast eine Stunde dauert der Roadtrip auf unbefestigter Straße, in einem Auto ohne Federung und Gurte. GUNS N' ROSES Gitarrensoli treffen auf eine heruntergetaktete Version von METALLICA und paaren sich mit Party-Vibes wilden Rockabilly-Geschwofes zu einem einheitlichen Ganzen. Die Pforte zum Himmel führt ab sofort ins Fegefeuer: Wer Paradies und Hölle zugleich erleben will, kommt um diese Band nicht herum und MUSS einfach Halt machen!

Bei so wohlklingenden Titeln wie "Åpenbaring" (Offenbarung), "Spring Fra Livet" (Lebenssprung), "Evig Vandrar" (Ewiger Wanderer), "Snilepisk" (Peitsche des Tyrannen), "Månelyst" (Mondschein) oder "Tordenbrak" (Donnerkrachen) ist es ja geradezu die Pflicht eines jeden Heavy-Fans mal kurz reinzuhören.

Die aktuelle Single "Bruane Brenn" (Brennende Brücken) gibt auch bereits einen netten Vorgeschmack auf das kommende Chaos. Wer den Song noch nicht kennt, wir haben ihn hier für euch:



Fazit: KVELERTAK "meir"n uns zum zweiten Mal!
Wir sind geplättet! KEVELERTAK machen wieder alles richtig, setzen ihrem Debut-Album die Krone auf und fetzen uns erneut ein Album der Superlative um die Ohren. Wer sich so richtig um"meir"n lassen möchte, sollte sich diese Platte nicht entgehen lassen. Schon jetzt ein heißer Kandidat für das beste Rock-Album des Jahres 2013!



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: berni (11.03.2013)

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