Pinnick Gales Pridgen - Pinnick Gales Pridgen

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VÖ: 12.02.2013
Bandinfo: Pinnick Gales Pridgen
Genre: Psychedelic Rock
Label: Magna Carta
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Lineup  |  Trackliste

Der Ausdruck „Supergroup“ hat sich mittlerweile ja schon fast zum Unwort entwickelt. Mit dUg Pinnick (KING’S X), Eric Gales (ERIC GALES BAND, LAURYN HILL) und Thomas Pridgen (ex-MARS VOLTA) steht mal wieder eine ebensolche am Start. Die Akteure und deren bisheriges Schaffen lassen auf jeden Fall einiges erhoffen. Magna Carta schickt das Debütalbum „Pinnick Gales Pridgen“ ins Rennen und verspricht uns ein „visionäres Power Trio“. Visionär würde ich PINNICK GALES PRIDGEN nun nicht unbedingt nennen, die Power jedoch kann ich ohne Wenn und Aber unterstreichen. Die drei lassen auf über 70 Minuten Musik absolut nichts anbrennen und haben sichtlich Spaß dabei.

Pridgen und Pinnick legen ein geniales Rhythmusfundament, auf dem sich Eric Gales optimal entfalten kann. Den Gesang teilen sich die zwei Saitenzauberer, wobei definitiv beide den Soul atmen. Stilistisch bewegt man sich recht nahe bei KING’S X, das ist mit dUg’s charakteristischem Spiel und seiner einzigartigen Stimme kaum anders möglich. Das soll aber keinesfalls den Eindruck von zu wenig Eigenständigkeit erwecken, die bluesigen Licks und das ausdrucksstarke Drumming fügen ausreichend Nuancen dazu, um etwas Einzigartiges entstehen zu lassen. Das Songwriting ist wenig überraschend durchgehend auf hohem Niveau, wobei jeder seine eigenen Favoriten finden wird, je nachdem, ob man sich mehr für Hard Rock, groovige Tracks oder die Bluesanteile begeistern kann. Aus meiner Sicht stechen besonders „Hang On, Big Brother“ – ein unglaublich intensiver, treibender Song – und „The Greatest Love“ hervor, das die gefühlvolle Seite von PINNICK GALES PRIDGEN zeigt. Unvergleichlich dabei ist der sich perfekt ergänzende Gesang von Eric Gales und dUg Pinnick. „For Jasmine“ ist eine Gitarrenversion von BEETHOVENs „Für Elise“, mit „Sunshine Of Your Love“ werden CREAM neu und vor allem tiefergestimmt interpretiert.

„Pinnick Gales Pridgen“ ist ein sehr stimmiges Album geworden. Nur „Been So High (The Only Place To Go Is Down)“ ist für meinen Geschmack deutlich zu lange geraten. Gerade aber dieses Jam-Session-artige Stück wird dafür die Blues-Fraktion begeistern. Ohnehin ist genau die Vielseitigkeit der Trumpf auf dem Album. Die Chemie des Trios stimmt, das kann man jeder Note anhören.




Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Stoffi (26.02.2013)

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