Steelraiser - Regeneration

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VÖ: 25.01.2013
Bandinfo: Steelraiser
Genre: Heavy Metal
Label: Pure Steel Records
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Lineup  |  Trackliste

Bereits das Debütalbum der Italiener von STEELRAISER, "Race Of Steel" konnte bei mir auf Grund einiger gelungener klassicher Heavy-Metal-Tracks für anerkennend hochgezogene Augenbrauen sorgen, nunmehr legt der Fünfer mit "Regeneration" den Nachfolger von ebenjenem Erstling aus 2008 nach. Viel geändert hat sich bei den Herrschaften seither glücklicherweise nicht, immer noch zelebriert man ganz klassischen Metal der (schnelleren) NWoBHM-Spielweise, und hat sich den Traditionen von JUDAS PRIEST, ACCEPT und - gelegentlich - SAXON verschrieben.

Der Opener "Cyberlazer" kann dabei zunächst nicht gleich mitreißen, dafür begeistern beim folgenden "Finalizer" besonders die melodischen Gitarren, die gut platziert eingesetzt werden. Nach der flotten Eröffnung schaltet man dann beim Titeltrack "Regeneration" einen Gang zurück und liefert einen amtlichen Stampfer mit MANOWAR-affinem Riffing und Vocals, die ein bisschen an Blackie Lawless von W.A.S.P. erinnern. Dagegen wird dann aber bei "Magic Circle" wieder das dicke Doublebass-Brett ausgepackt und treibt die Nummer gnadenlos voran, ehe man sich dann im Mittelteil einem SAXON-lastigen Solo hingibt. Klassisches Achtziger-Feeling versucht man dann mit der Powerballade "Wings Of The Abyss" zu beschwören (hier lassen WARLOCK grüßen), "Metal Maniac" schlägt dagegen sehr deutlich in die U.D.O.-Kerbe, und könnte sich auch auf einem der jüngeren Alben des legendären ACCEPT-Fronters finden lassen. "Love Is Unfair" probiert sich dann etwas glücklos daran, dem klassischen Material von STEELRAISER ein wenig einen moderneren Anstrich zu verpassen, während "Executioner" dann aber nochmal aufs Gaspedal steigt und in bester PARAGON-Manier nach vorne losprescht. Der Rausschmeißer "Chains Of Hate" schließlich erinnert etwas gar deutlich an einen Bastard aus der unsäglichen MANOWAR-Selbstbelobhudelung "Die For Metal" und - dank unpassend gesetzter Keys - einer schaurigen Achtziger-Kitsch-Ballade.

Einen etwas negativen Beigeschmack hinterlässt leider die Produktion; gelegentlich sind die Vocals ein bisschen zu sehr in den Hintergrund gemischt und können sich nur bedingt durchsetzen und auch der deutlich nach "Drumcomputer" schreiende Schlagzeugsound hätte knackiger ausfallen können.

Alles in allem weiß aber auch "Regeneration" genauso wie das Vorgängerwerk zu gefallen und Freunde klassischer Heavy-Metal-Klänge sollten bei STEELRAISER zumindest mal ein Ohr riskieren. Das Songwriting ist vielleicht noch nicht ganz auf Top-Niveau und an der Produktion, insbesondere in punkto Vocals und Drums, muss man auch noch feilen - aber STEELRAISER machen definitiv Spaß und verdienen es, zumindest einmal gehört zu werden.



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Dragonslayer (01.03.2013)

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