Aeternus - ...And The Seventh His Soul Detesteth

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VÖ: 29.03.2013
Bandinfo: Aeternus
Genre: Dark Metal
Label: Dark Essence Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Die Norweger von AETERNUS haben Ende der 1990er-Jahre mit „Beyond The Wandering Moon“ und dem genialen „…And So The Night Became“ zwei in der Öffentlichkeit leider völlig unterbewerte All-Time-Klassiker im Black Metal eingezockt und haben sich dann über die Jahre hinweg zu einer Death/Dark-Metal-Kombo entwickelt und die alten Wurzeln quasi völlig gekappt. Alleinunterhalter und Sänger/Gitarrist/Bassist in Personalunion, Ares, kämpft dabei seit Jahren gegen Label- und Line-Up-Probleme, hat aber einmal mehr Beharrlichkeit bewiesen und ganze sieben Jahre (!!) nach dem letzten Lebenszeichen, dem eher durchschnittlichen „HeXaeon“, noch mal Fahrt aufgenommen und tatsächlich ein nicht mehr erwartetes, siebentes Studioalbum eingespielt.

„…And The Seventh His Soul Detesteth“ ist im Endeffekt auch genau das Album geworden, dass man sich von AETERNUS angesichts der letztjährigen Entwicklungen erwartet hat. Ein ultratief gestimmter Death-Metal-Monolith, der aber stärker als je zuvor auf mystische Dark-Metal-Elemente setzt, sich gerne durch sehr lange Kompositionen ausdrückt und mit den ursprünglichen Schwarz-Anleihen absolut gar nichts mehr am Hut hat. Schon der siebenminütige Opener „There Will Be None“ weist die Richtung des Albums perfekt vor. Irgendwo zwischen BEHEMOTH, NECROS CHRISTOS und auch MORBID ANGEL zu ihren technischeren DM-Zeiten bewegt sich die Frontglatze mit seinen beiden neuen Mitstreitern Phobos (dr) und Specter (git).

Das klingt auf der knapp einstündigen Quasi-Comeback-Platte vor allem sehr schwer und schleppend. Mit Doom hat das Ganze zwar nichts zu tun, doch AETERNUS schleppen sich gerne zwischen behäbigem Slow- und akkuratem Mid-Tempo durch die Gehörgänge, manche Riffs können auch Ares‘ GORGOROTH-Vergangenheit nicht leugnen. Es ist die ewig dunkle Atmosphäre, die Songs wie „Ruin And Resurrect“ oder „Reap What You Saw“ umwebt und sich perfekt mit instrumentaler und gesanglicher Tiefton-Brutalität paart. Was AETERNUS auf der an und für sich wirklich starken und fett produzierten Platte fehlt, ist die Aufrechterhaltung des Spannungsbogens. Viele Songs klingen in sich etwas zu ähnlich, lassen die nötige Variabilität vermissen und so wird das gute Ding mit fortlaufender Spielzeit ein bisschen fad. Nichtsdestotrotz ist „…And Seventh His Soul Detesteth“ ein starkes und wichtiges Lebenszeichen der Norweger, mit dem sie hoffentlich wieder regelmäßiger in die Metal-Klatschspalten kommen werden. Wer sich die Limited Edition zulegt, kriegt übrigens die kultige „Dark Sorcery“-EP aus dem Jahre 1995 draufgepackt. Kann sicherlich nicht schaden.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Robert Fröwein (21.03.2013)

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