FORCENTURY - Revelant

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VÖ: 00.12.2012
Bandinfo: FORCENTURY
Genre: Heavy Metal
Label: Target Records
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Lineup  |  Trackliste

Böse Zungen behaupteten Heavy Metal stirbt aus … Das kann und will ich nicht glauben! Also liebe Leute, seht dieses Preview als Appell an alle fehlgeleiteten Metaller an… die, die so eigensinniges Zeug wie Hardcore-Techno-Industrial-Ohrenkrebs-Metal hören und somit zu einer Mischung aus elektronischem Gepiepse, Dorf-Disco-Beats und sporadisch auftauchenden Growls oder annähernder Marschmusik unkontrolliert auf der Tanzfläche rumhüpfen. Lasst Euch eins gesagt sein: Metaller hüpfen nicht – sie stehen die meiste Zeit lässig in der Gegend rum, nicken rhythmisch mit dem Kopf und warten auf passende Riffs um Neckbreaker los zu werden… aber keinesfalls hüpfen sie. Wo sind die gestandenen Männer geblieben die ihre arschlange, von der Dauerwelle gekräuselte Mähne mit Stolz tragen? Wo die Aufnäherjacken? Wo die IRON MAIDEN-, HELLOWEEN- oder MEGADETH-Bandshirts? Wo seid ihr?

An alle, die sich jetzt angesprochen fühlen: Ihr wisst es doch selbst, so kann es nicht weitergehen. Geht in euch, besinnt euch auf das Gute, das einzige Wahre … auf Heavy Metal.
Es gibt einen Weg zur Läuterung: Wie z.B. das neue Album von FORCENTURY namens „Revelant“. Die Dänen haben es mit ihrem zweiten Album sehr gut geschafft, ihrem Genre gerecht zu werden.
Schließt die Augen, denkt ganz fest an schwarzes Leder, an im Licht schimmernden Nieten, Gitarren, Bier, Volumenshampoo… und hört euch dabei den Song „The Shroud“ an. Eine Hymne, die euch förmlich in die Glanzzeit des Heavy Metal mitten in die 80er zurückversetzen wird. So muss ein Metalsong sein; emotionsgeladen, musikalisch anspruchsvoll, mit eingängigen Riffs und Gitarrensoli gepaart mit Johnn Thunder´s Stimme, die einem einen Schauer über den Rücken laufen lässt. „The Shroud“ erinnert im ersten Moment des Intros an IRON MAIDENs „Alexander The Great“. Was jedoch auffällt ist, dass nach dem bombastischen Aufbau des Intros die Erwartungen auf einen richtigen Höhepunkt im Song leider nicht zur Gänze erfüllt werden.

„Outcast“, der zweite Song des Albums, wirkt zwar anfangs nicht besonders aufregend, aber nach den ersten drei Minuten bringen FORCENTURY einen kleinen Schatz an Keyboard- und Gitarren-Soli mit progressiven Einflüssen ans Licht.
„Revelant“ ist sehr abwechslungsreich; teils keyboardlastig, teils stechen Gothic- und auch Symphonic-Elemente hervor. FORCENTURY lassen keine Wünsche offen, egal ob man auf Motivationshymnen, wie dem eben erwähnten Track „The Shroud“, auf Weltuntergangstimmung wie bei „Repercussions Of Terror“, oder etwa auf Mitschunkelsongs wie z.B. „Safe Haven“ steht.
Zusammenfassend kann man sagen, FORCENTURY sind eine Band mit viel Potential, guten Ideen und musikalischem Können. Von diesem Album hat es nicht nur ein Song auf meine Tracklist geschafft.

Aber wie gehabt: Geschmäcker sind verschieden, also selbst reinhören und eigene Meinung bilden.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Filiz (01.04.2013)

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