INTEGRITY - Black Heksen Rise

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VÖ: 08.02.2013
Bandinfo: INTEGRITY
Genre: Sludge Metal
Label: Indie Recordings
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Lineup  |  Trackliste

INTEGRITY sind so etwas wie das hässliche Gesicht des Metalcore. Lange, lange bevor sich Bands wie KILLSWITCH ENGAGE, CALIBAN oder BORN FROM PAIN diese Bezeichnung zu ihrem Eigen machten, hat das Krachmaten-Kollektiv aus Cleveland schon längst seine ersten Spuren in dem Anfang der 1990er Jahre noch jungfräulichen Genre gekerbt. Unvergessen sind die Albumklassiker „Those Who Fear Tomorrow“, „Systems Overload“ oder „Humanity Is The Devil“. Obwohl der Mitte des neuen Jahrtausends nach Belgien ausgewanderte Sänger Dwid Hellion die einzige Konstante der Band war, haben INTEGRITY – trotz mehrfacher langjähriger Leerphasen – nie aufgehört zu existieren. Und da das Signing bei den Norwegern von Indie Recordings gerade recht frisch ist und auch ein neues Studioalbum vor der Tür steht, gibt’s mit der „Black Heksen Rise“ 7-Inch einen kleinen Vinyl-Appetizer zum Aufwärmen.

Das gute, auf 500 knappe Stück limitierte Teil besteht auch nur aus zwei Tracks, die in punkto Intensität, Atmosphäre und akustischer Abartigkeit aber ihresgleichen suchen, obwohl sie keineswegs neue Kompositionen sind. „Black Heksen Rise“ leitet das kurze Vergnügen mit sludgigem Heavy Metal ein und entwickelt sich mit Fortdauer zu einem crustigen , zutiefst eindringlichen Dissonanzen-Bastard, der durch seine große Stilvariabilität eine perfekte Blaupause für INTEGRITY darstellt. Zu dem quälenden Noise-Brocken stellt Mr. Hellion (hier nur mit seinem Partner in Crime Robert Orr vertreten) noch „Waiting For The Sun (To Burn Out My Eyes)“ nach, das sich zwar nicht mehr so drückend durch die Gehörgänge windet, aber immer noch wegweisend für die Band ist.

Für Sammler ist das Ding sowieso Pflicht – alle anderen müssen sich noch ein paar Monate gedulden, aber der nächste Longplayer ist nur eine Frage der Zeit. Danke Dwid, dass du einfach nicht genug kriegst!



Ohne Bewertung
Autor: Robert Fröwein (27.03.2013)

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