Vicious Rumors - Electric Punishment

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VÖ: 26.04.2013
Bandinfo: VICIOUS RUMORS
Genre: Metal
Label: SPV / Steamhammer
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Unglaubliche 33 Jahre geistert Geoff Thorpe mit VICIOUS RUMORS schon durch die Metal-Landschaft und gerade die letzten Veröffentlichungen (sowohl „Warball“, als auch „Razorback Killers“, sowie das 2012 veröffentlichte „LIVE You To Death“ Album) gehören ohne Zweifel zu den Highlights in der an sich schon ruhmreichen Karriere dieser nach wie vor völlig unterbewerteten Band. Sicher, wer Jahrhundertklassiker wie „Soldiers Of The Night“ oder „Digital Dictators“ sein Eigen nennen darf, hat den Legend-Status ohnehin fix in der Tasche, für den weltumspannenden kommerziellen Erfolg hat es bei VICIOUS RUMORS aber nie gereicht. Völlig unverständlich, sind die Kalifornier gerade on Stage eine Macht, die es mit nahezu jeder Band dieses Erdballes aufnehmen kann.

So verwundert es auch kaum, dass der elfte Studio-Rundling, schmuck auf den Namen „Electric Punishment“ getauft, seinen beiden Vorgängern in nichts nachsteht. Im Gegenteil, der direkte Vergleich mit „Razorback Killers“ sieht die zehn neuen Songs sogar einen Tick vorne. Das liegt zum einen an der erneut über fast alle Zweifel erhabenen songwriterischen Klasse von Mastermind Geoff Thorpe und andererseits am deutlich gestiegenen Selbstvertrauen von Sänger Brian Allen, den man ob seiner Leistung auf „Electric Punishment“ ohne Zweifel als einzig legitimen Nachfolger des seligen Carl Albert (R.I.P.) titulieren darf.

Auch von den Songs her hat „Electric Punishment“ alles zu bieten, was des US-Metal Fanaten Herz höher schlagen lässt: „I Am The Gun“ und „Black X List“ sind VR-typische Power-Banger, der Titel-Track überzeugt und gefällt ob seiner verschrobenen Lethargie, „Escape ( From Hell)“ ist eine nie pathetisch wirkende Halb-Ballade mit Gänsehautfaktor und „Together We Unite“ ist der de-facto Nachfolger von „Let the Garden Burn“ und Thorpes persönliche Hommage an alle VR-Fans rund um den Globus. Dazu gesellen sich mit dem rasend schnellen „D – Block“ und dem im Mid-Tempo überzeugenden „Dime Store Prophet“ zwei weitere Kracher und auch die KISS Cover-Version zu „Strange Ways“ darf man als absolut gelungen einstufen.

Hätten sich mit „Eternally“ und „Thirst For A Kill“ nicht zwei lediglich „gute“ Tracks auf den Silberling gemogelt, ich wäre kaum umhin gekommen hier die Powermetallische-Höchstnote zu zücken. So bleibt aber trotz der beiden leichten Abfälle eine neuerliche Lehrstunde US-inspirierten Power-Metals, der fernab jeglicher Klischees und Trendanbiederungen mit Härte, Gefühl, Melodieverständnis und Authentizität zu überzeugen weiß.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (16.04.2013)

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