Infinity - Non De Hac Terra

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VÖ: 00.01.2013
Bandinfo: Infinity
Genre: Black Metal
Label: Hammerheart Records
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Lineup  |  Trackliste

2008 veröffentlichten die Niederländer INFINITY ihr viertes Werk namens "The Arcane Wisdom Of Shadows", ein gutklassiges, solides, aber nicht unbedingt spektakuläres Album. INFINITY haben damit dementsprechend zwar nicht unbedingt den Grundstein für eine große Karriere gelegt, aber immerhin ihr schwarzmetallisches Talent unter Beweis gestellt. Danach hatte man es wohl nicht unbedingt eilig, weshalb erst fünf Jahre später diese Veröffentlichung mit dem Titel "Non De Hac Terra" erschien. Inzwischen ist man aufgrund des Ausstiegs des Gitarristen zum Duo geschrumpft, was sich auf die Qualität des Dargebotenen aber nicht auswirkt.

Die Plattenfirma nennt ABSU, DISSECTION, aber auch alte IMMORTAL als Referenzbands. Während ich Ähnlichkeiten zu den beiden erstgenannten Bands erkenne, so sind die ganz alten IMMORTAL doch etwas rauer und frostiger als INFINITY. Tatsächlich finden INFINITY eine gute Mischung aus Härte und Melodie, ohne dabei auf irgendwelche Kitschelemente des symphonischen Schwarzmetalls zurückgreifen zu müssen. Die Niederländer bleiben ihrer Linie zu 100% treu und überraschen den Hörer nun nicht unbedingt mit einem erweiterten Soundspektrum. Und doch sind die Kompositionen auf "Non De Hac Terra" großteils gelungen, da sie in sich nicht zu monoton sind. Man arbeitet nach wie vor mit den bewährten Stilmitteln, fügt sie aber munter jeweils auf unterschiedliche Art und Weise zusammen, bis zumindest gutklassige Songs entstehen. Dabei bleiben INFINITY gerne im Mid-Tempo und inkludieren epische Elemente in Form von Akustikgitarren und atmosphärischen Stilmitteln wie Donnergrollen etc. Mal orientiert man sich am 90er-Black-Metal (z.B. "Unholy Sacrament") und lässt den Black-Metal-Hammer kreisen ("The Opponent"), an anderer Stelle achtet man mehr auf die Epik ("Non De Hac Terra") und versucht sich zumindest partiell in gedrosseltem Tempo, wie bei "The Grey Stone Monument", einem Song, der sogar eine doomige Komponente aufweist, die der Musik von INFINITY aber gut zu Gesicht steht. Und zur allgemeinen Freude erschafft man mit "Reginam Aeternum Noctis" sogar einen kleinen Black-Metal-Hit, der für mich das Highlight dieses Albums darstellt.

Was bleibt ist die Feststellung, dass INFINITY ihre Fans nicht enttäuschen werden. Im Gegenteil, man hat sich qualitativ sogar etwas gesteigert. Fans der genannten Bands sollte "Non De Hac Terra" gefallen, da es alle Komponenten eines guten Black-Metal-Albums aufweist. Nur eine Frage stellt sich mir beim Hörgenuss: Wird das Songmaterial auch originell genug sein, um sich langfristig gegen die ähnlich orientierte Konkurrenz durchzusetzen? Man wird sehen. Gegenwärtig lässt sich attestieren, dass INFINITY zwar nicht als die neuen DISSECTION zu bezeichnen sind, aber Fans des melodischen Black Metals mit "Non De Hac Terra" abermals gut unterhalten werden.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: El Greco (20.04.2013)

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