Dead Shape Figure - Opus Victoria

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VÖ: 26.04.2013
Bandinfo: DEAD SHAPE FIGURE
Genre: Death / Thrash Metal
Label: Dynamic Arts Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Ein Brett? – Ein Stapel Hartholz!

DEAD SHAPE FIGURE liefern melodischen Thrashmetal mit einem Death-Einschlag erster Güte. Die Finnen machen die Bühnen dieser Welt seit 2003 unsicher, “Opus Victoria” ist ihr drittes Album.

Das Quintett fällt gleich mit der Tür ins Haus. “Break While Speeding” ist eine thrashige Vollgasnummer, Galzi Kallios Stimme erinnert bei den ersten zwei Takten und zwischendurch dann und wann an den guten alten Lemmy. Allerdings gilt das nur für jene Parts, in welchen er nicht growlt. Das kann er nämlich auch. Aber; Vollgas stimmt nur teilweise, es geht auch ruhig zu, Zwischenparts heimeln schon beinahe balladig an.

Insgesamt kennen die Mannen schon verschiedene Tempi, die bauen sie auch immer wieder in die Tracks ein. Also auch bei hoher Geschwindigkeit fahren sie mal rechts ran für eine Pinkelpause.

Ein richtig schöner, speediger Thrash-Hammer ist „Epimenides“. Das hat übrigens nichts mit einer Epidemie zu tun sondern ist der Name eines griechischen Philosophen, der irgendwann zwischen dem fünften und siebten Jahrhundert vor Christus lebte. Er stand für Einfachheit und Mässigung. Und ihr könnt sicher sein, dass ich im Interview mit DEAD SHAPE FIGURE machfrage, was das mit dem Song zu tun haben soll. Einfach – ja, aber gemässigt?

Am „Tag des falschen Königs“ zeigt sich, welche Rolle die beiden Gitarren spielen. Die Rhythmusgtarre treibt den Sound konsequent vorwärts, die Soli sind virtuos, zwischen den beiden Stromrudern scheint eitel Verständnis zu herrschen – das passt.
Diese Aussage kann ich überhaupt zum gesamten Album machen – aus einem Guss, sauber arrangiert und mit guter Aufnahmequalität.

Die Scheibe ist abwechslungsreich, mit „Of Light And Uncanny Matter“ gibt es eine äusserst gelungene Ballade, fast schon etwas poppig aber mit derselben Qualität wie das auch METALLICA machen.

Ein Ebenholzbrett erster Güte ist „To The Proper Vandal“ – mein Anspieltipp neben der erwähnten Ballade. „In Robes Of Bullshit“ zeigt die Death-Metal-Nähe von DEAD SHAPE FIGURE“, schnell und mit „downbroken“ Mittelteil.
„Sole Rendition spannt letztlich den Bogen zwischen Death über Thrash zu Melodic am Besten – das Gitarrensolo wirkt schon fast wie Hardrock – aber einmal mehr passend.

Am Ende des Albums wartet dann noch das Verderben. „Perdition Receiver“ schliesst einen Reigen in Sachen hochklassigem Thrash mit Death- und Melodic-Metal-Einflüssen.

Die Scheibe gehört in jede gut sortierte Metal-Sammlung.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Danny Frischknecht (29.04.2013)

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