Soulhealer - Chasing The Dream

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VÖ: 10.05.2013
Bandinfo: SOULHEALER
Genre: Melodic Rock
Label: Pure Legend Records
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Lineup  |  Trackliste

Dass die skandinavische Erde ein fruchtbarer Boden für die melodischen Spielarten des Metal ist, weiß man nicht nur dank SONATA ARCTICA und STRATOVARIUS. Immer wieder liefern uns die Damen und Herren aus dem kühlen Norden gute bis sehr gute Metal-Outputs und mit SOULHEALER schickt sich die nächste Truppe an, sich ihren Platz im Metal-Olymp zu sichern.

Der aus Finnland stammende Fünfer bezeichnet dabei seinen Stil als "Melodic Heavy Rock", was man durchaus so stehen lassen kann - hin und wieder gibt es aber doch deutliche Anleihen beim frühen Power Metal deutscher Schule - die Gitarrenarbeit beim Opener "Wicked Moon" etwa hat ganz groß "HELLOWEEN" drauf stehen, die Vocals von Sänger Jori erinnern - nicht zuletzt auf Grund der Produktion - öfters an Piet Sielck von IRON SAVIOR (was der Rest des Sounds von SOULHEALER im Übrigen auch tut), und vom Cover lacht uns ein Totenkopf mit gezogenem Zylinder entgegen, der auch Artworks der genannten Kürbisköpfe oder den Hanse'schen GAMMA RAY gut zu Gesicht stünde.

Aber egal, wie man SOULHEALER nun am ehesten kategorisieren möchte - unterm Strich liefern die Jungs durch die Bank gut unterhaltenden melodischen Rock mit prägnanter Metal-Schlagseite und egal ob bei schnellen Tracks wie dem flotten Opener oder dem Titeltrack "Chasing A Dream", dem eher im Mid-Tempo-Bereich gehaltenen "The Deception", dem groovenden "Done For Good" oder dem mit über sieben Minuten Spieldauer längsten, abschließenden Song "Smoke & Mirrors" - auf ihrem zweiten Longplayer liefern die Finnen durchwegs feine Kost. Ausfälle müssen sie dabei kaum verzeichnen, auch wenn der eine oder andere Track wie etwa "Never Turn My Back On You" nur bedingt geglückt ist und das Niveau der anderen Nummern nicht ganz halten kann.

Dabei beweisen die Herren aber vor allem in vermeintlich "simplen" Passagen durchwegs ein glückliches Händchen für Songwriting und zeigen, dass sie wissen, worauf es bei guten Songs ankommt. Einprägsame Hooks, Sinn machende Strukturen und eine gute (wenn auch nicht absolut makellose) Produktion runden ein sehr gelungenes Zweitlingswerk ab, das definitiv Lust auf mehr macht. Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich diese Truppe weiterentwickelt.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Dragonslayer (06.05.2013)

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