Airbourne - Black Dog Barking

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VÖ: 17.05.2013
Bandinfo: AIRBOURNE
Genre: Hard Rock
Label: Roadrunner Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Mit „Runnin‘ Wild“ und „No Guts. No Glory.“ haben die australischen Quasi-AC/DC-Epigonen AIRBOURNE in den letzten Jahren gewaltig was vorgelegt. War das erste Album noch der perfekte Einstand in die Welt des bierertränkten Pub-Rock, spielte sich das Quartett mit dem Zweitling auch in kommerziell hohe Sphären. Allein in Wien hat sich der Aufstieg vom Flex in den Gasometer in gut eineinhalb Jahren vollzogen. Die knackigen Rockhymnen vermischt mit den zentnerschweren Marshall-Wänden und dem lebensgefährlichen Gekraxel von Frontmann Joel O’Keeffe sind einfach die explosivsten und erfolgreichsten Mixturen, die rhythmischer Hard Rock heute zu bieten hat. Auch wenn Bands wie ´77, BULLET oder RHINO BUCKET fest am AIRBOURNE-Thron rütteln, fällt dieser noch lange nicht.

Das beweisen die langhaarigen Biertrinker auch auf ihrem dritten Studiorundling „Black Dog Barking“, der sich bereits nach dem ersten Durchlauf unwiderstehlich fest in den Wadln der Hörer festbeißt und mit Garantie wieder jede vernünftige Sommerparty beschallen wird. Den Opener „Ready To Rock“ zu benennen bedeutet schon mal, dass die Hausaufgaben gemacht wurden, aber der gewohnt-flotte AC/DC-Beat mit den hynmenhaften Mitsingchören lässt wirklich niemanden ruhig am Sessel sitzen, der auch nur ein bisschen Gefühl für Musik, Party und Alltagsloslösung hat. Dass man nach so einem Auftakt nur verlieren kann, stimmt nur bedingt. „Animalize“ brennt euch mit seiner scharfen Rhythmik die Eingeweide aus dem Torso, „No One Fits Me (Better Than You)“ versprüht dermaßen viel 70er-Jahre-Sommerferien-Feeling, dass man am liebsten sofort wieder den Kultfilm „Dazed And Confused“ in den DVD-Player schieben möchte und „Firepower“ ist perfekt, um den Autobahn-Asphalt mal wieder so richtig aufzurollen.

Mit der durchdringenden Single-Auskoppelung „Live It Up“ folgt kurz nach Albummitte noch ein richtiges Highlight, bevor AIRBOURNE sich spät, aber doch noch eingestehen müssen, dass es nun einmal nicht so leicht ist, ein komplett perfektes Album zu schreiben. „Woman Like That“ ist der erste Song, der sich nicht so schnell in den Ohrmuscheln festgräbt und auch der Powerkracher „Hungry“ ist – trotz alles zerberstendem Beginn – in seiner Machart durchaus noch ausbaufähig. Es versteht sich von selbst, dass sämtliche Kritik hier auf allerhöchstem Niveau passiert, denn vom Songwriting über Produktion bis hin zur Songaufteilung gibt’s beim dritten Album der Arbeitstiere (für „Black Dog Barking“ arbeiteten AIRBOURNE 63 Tage am Stück im Studio) absolut nichts zu meckern. Vor allem der abschließende Titelsong nimmt noch einmal ordentlich Fahrt auf und weist in die für AIRBOURNE einzig mögliche Richtung – steil nach oben. Auch wenn das dritte Album nicht mehr ganz so zwingend ist wie die Vorgänger, geileren 70s-Aussie-Rock hört ich auch weiterhin nirgends.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Robert Fröwein (13.05.2013)

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