Electric Light Orchestra - Live

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VÖ: 19.04.2013
Bandinfo: Electric Light Orchestra
Genre: Pop
Label: Frontiers Records
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Lineup  |  Trackliste

Die “Zoom”-Tour von ELECTRIC LIGHT ORCHESTRA im Jahr 2001 war für die meisten Beteiligten wohl eher zum Vergessen – nach der Aufnahme einer Promotions-Show wurde die Tour selbst aufgrund schlechter Verkaufszahlen gleich wieder abgesagt.

Das einzig Positive an der Situation war, dass die Plattenfirma die Aufnahme der Promo-Show in den amerikanischen CBS-Studios zunächst als DVD („Zoom Tour Live“) herausbrachte. Gestandene zwölf Jahre später wurden einige Tracks als Live-Scheibe auf CD gepresst.

Interessant an der Lied-Auswahl ist vor allem, dass der Aufhänger der Tour die damals letzte Studio-Scheibe von ELO (eben „Zoom“) war, es allerdings kein Track davon auf diese CD schaffte. Stattdessen gibt es einen gelungenen Mix aus Songs von (fast) allen bisherigen Veröffentlichungen, von „ELO 2“ bis „Secret Messages“ (nur vom Debütalbum „The Electric Light Orchestra“ und dem „Zoom“-Vorgänger „Balance Of Power“ ist nichts vertreten).

Neben der gelungenen Songauswahl ist „Live“ zugute zu halten, dass sie die Konzert-Stimmung recht gut einfängt und viele Songs in kleinen Details von den Studioversionen abweichen. Beispielsweise lassen Bassline und Solo bei „Mr. Blue Sky“ oder die Drum-Akzente bei „Twilight“ aufhorchen. Gerade bei ELO, die von den meisten Hörern (und von Mastermind JEFF LYNNE selber) eigentlich eher als Studio-Band gesehen wird, eine wohltuende Abwechslung.

Als Bonus gibt’s dann noch zwei unveröffentlichte Tracks, „Out Of Luck“ (vom frühen Rock’n’Roll von ELVIS oder CHUCK BERRY beeinflusst) und „Cold Feet“ (ein Synth-Rocker, der so auch auf „Time“ gepasst hätte), die zwar keine herausragenden Meisterwerke sind, aber vom hohen Standard des restlichen Albums nicht allzu sehr abfallen.

Positiv ist auch zu vermerken, dass sich die Songauswahl recht deutlich vom kürzlich erschienen Best-Of „Mr. Blue Sky – The Very Best Of Electric Light Orchestra“ unterscheidet (bis auf die großen Hits, die nicht fehlen dürfen, wie eben „Mr. Blue Sky“ oder das mittlerweile vom Radio totgespielte „Don’t Bring Me Down“). Mit einer Kombination der beiden Alben bekommt man also auch als Nicht-Fan einen weiten Überblick über die grandiose Karriere von ELECTRIC LIGHT ORCHESTRA.



Ohne Bewertung
Autor: Luka (19.05.2013)

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