Vega - What The Hell!

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VÖ: 26.03.2013
Bandinfo: Vega
Genre: Progressive Rock
Label: Universal Music Austria
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Lineup  |  Trackliste

Immer wenn Nick Workman was Neues von sich hören lässt, ist für mich Weihnachten und Geburtstag zugleich. Sein Weg führte von der britischen Combo KICK, die in den Neunzigern drei tolle Alben veröffentlichten, über FREEFALL, WILDKARD und EDEN zu VEGA. Der Ausnahme-Shouter hat in seiner Karriere meiner Meinung nach nie was Schlechtes gemacht, aber VEGA bedeutet den eindeutigen Höhepunkt. „Kiss Of Life“ war schon 2010 für mich das Album des Jahres und mit „What The Hell!“ führen sie den eingeschlagenen Weg konsequent fort. Rock vom Feinsten wird geboten: Perfektes Songwriting mit schönen Melodien, überraschende Hooklines, prächtige Soli, keine 08/15 Songs, sondern ausgeklügelte, nie langweilige Rockperlen, veredelt mit der unverkennbaren Stimme Workmans. Er schreit sich förmlich die Seele aus dem Leib, dass man Angst um seine Stimmbänder bekommt, aber nie wie die Thrash-Schreihälse, sondern immer gepflegt, dem Song dienlich.

Die Partner des Frontman sind die Brüder James und Tim Martin, Virtuosen auf ihren Instrumenten und begnadete Songwriter. Dieses Talent bewiesen sie schon bei den KHYMERA - Alben und auch Joe Lynn Turner, Harry Hess, HOUSE OF LORDS und viele andere griffen auf die Qualitäten der Martin-Twins zurück.
Ganze 14 Titel werden geboten, nach einem Intro lassen die Briten gleich die erste Singleauskoppelung los: „White Knuckle Ride“, eine Granate, die nahtlos an die Großtaten des Vorgängers anschließt. Der folgende Titelsong ist ähnlich cool wie schon „Kiss Of Life“. Glaubt man, dass VEGA ihr Pulver schon verschossen hätten, wird man sofort eines Besseren belehrt, denn „Not There For You“ geht in der gleichen Tonart weiter und das folgende „Cry“ stellt einen weiteren Höhepunkt dar, mit einem Refrain von Weltklasseniveau. Bei „Fade Into The Flames“ und „It`s Gonna Be Alright“ wird das Gaspedal etwas zurückgenommen und eine entspannte Atmosphäre geschaffen.
Weitere Highlights sind „She Walks Alone“, „Hand In The Air“ oder „Saviour“ ausgestattet mit mörderischen Riffs und Refrains, die das Rockerherz richtig erwärmt. Die nicht erwähnten Songs sind beileibe keine Fillers, sodass als Fazit nur gilt: Fünf Punkte und erster Anwärter zum Album des Jahres!



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: Wolfgang Kelz (24.05.2013)

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