Death SS - Resurrection

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VÖ: 00.07.2013
Bandinfo: Death SS
Genre: Heavy Metal
Label: Scarlet Records
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Lineup  |  Trackliste

Sie sind zurück: die kultigen italienischen Vorreiter des „Horror Metal“ mit dem politisch leicht unkorrekten Namen! Und passend dazu, dass man seit dem letzten Studioalbum „The 7th Seal“ (immerhin auch schon sieben Jahre her) etwas in der Versenkung verschwunden war, heißt die neue Scheibe von DEATH SS „Resurrection“.

Wobei einen die ersten Takte mit Schrecken erfüllen: billige Dance-Synths leiten „Revived“ ein, das wie LORDI mit Industrial-Schlagseite und schlechtem Englisch klingt. Der Eindruck legt sich jedoch bald wieder, und man versteht, warum es DEATH SS und ihre Fans gibt (und hoffentlich noch lange geben wird): die Songs sind durch die Bank echte Kracher (abgesehen vielleicht wie gesagt vom Beginn und dem Ende – „Precognition“ und „Bad Luck“ sind eher verzichtbar).

Musikalisch hat sich seit den Anfängen der Band Ende der Siebziger nicht viel getan: gepflegter, eingängiger Midtempo-Heavy Metal mit herrlichen „evil“ Mitsing-Refrains. Und im Gegensatz zu so mancher aktueller Band ist die Verkleidung der Band nicht ein Mittel, um fehlende musikalische Klasse zu übertünchen (wobei die Kostümierung dann doch sehr „over-the-top“ ist).

Innerhalb dieses Genres ist aber die Bandbreite am gebotenen Material hoch: abgesehen vom „klassischen“ Heavy Metal findet man auf „Resurrection“ Songs mit Riffs, die aus der Feder von ZAKK WYLDE stammen könnten, gepaart mit MEGADETH-Refrain („Santa Muerte“); CANDLEMASS-Doom zusammen mit Horror-Soundtrack-Melodien („Ogre’s Lullaby“); hektisches Industrial-Riffing („Precognition“); episch-experimentelles Material („The Song Of Adoration“) und sogar eine Power-Ballade („Star In Sight“).

Als kleine Makel an „Resurrection“ wären die dankenswerterweise nur sporadisch eingestreuten Techno-Teile (wie beim „Revived“-Intro) und der etwas überproduzierte Sound (der eher an die letzten soundtechnischen Schandtaten von METALLICA erinnert als an die früheren Alben von DEATH SS) zu nennen.

Gemeinsam ist aber wie gesagt (fast) allen Songs, dass sich Nachfolger-Bands im Geiste wie LORDI oder POWERWOLF alle Finger abschlecken würden, wenn ihre Songs einen Bruchteil der Klasse der Lieder dieser alten Säcke hätten. „The Crimson Shrine“, das melodische „Dyonisus“, das rockige „Eaters“ oder „The Devil’s Graal“ sind echte Hits vor dem Herrn. Gelungenes Comeback der „Kings Of Evil“!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Luka (07.07.2013)

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