Mumakil - Flies Will Starve

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VÖ: 21.06.2013
Bandinfo: Mumakil
Genre: Grind Core
Label: Relapse Records
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Lineup  |  Trackliste

Weiß der Teufel was die Eidgenossen von MUMAKIL die letzten Jahre so getrieben haben, Fakt ist aber, dass der Relapse-Einstieg „Behold The Failure“ mittlerweile satte vier Jahre zurückliegt und man seitdem kein Lebenszeichen mehr von den Schweizern vernommen hat. Aber Schluss mit jammern, wichtig ist nur, dass das Four-Piece rund um Brüllwürfel Thomas doch wieder in die Spur gefunden hat und vor den Aufnahmen zum dritten Longplayer „Flies Will Starve“ auch noch mal fest am Besetzungskarussell gedreht haben. Benjamin Droz ist neuer Bassist und hinter dem Drum-Schemmel konnten die Jungs sogar BENIGHTED- und NECROVILE-Schlagzeuger Kevin Foley verpflichten, der einst schon bei den gottgleichen BURNING SKIES und heuer live bei SEPULTURA ins Mett haute.

Das hört man auch heraus, denn der gerade mal 25-jährige Brite knallt dermaßen derbe auf seine Becken als ob er hier voller Frust und Aggressionen irgendjemandem die Scheiße aus dem Körper klopfen wolle. „Flies Will Starve“ erweist sich in weiterer Folge auch als der perfekte Soundtrack für verregnete Montage, für frisch verlassene Singlemänner, für engagierte Arbeitssuchende, die trotz Motivation an den Tücken des Marktes scheitern. Sprich: Für beschissene Situationen. In bester NASUM-, BLOCKHEADS- und ROTTEN-SOUND-Manier wird hier nämlich niemals nach einer memorablen Hook oder einem sägenden Riff gesucht, sondern kompromisslos und Verschnaufpause die Grind-Sau durch den Stall geholzt.

Auch wenn auf allen 24 (!!) Songs ähnlich anarchisch vorgegangen wird, bleiben bei mehrmaligem Durchlauf doch so manche MUMAKIL-Songs besonders in Erinnerung. Das giftig-schnelle „War Therapist“ etwa erinnert vor allem in den groovig-rasanten Anfangssekunden stark an BURNING SKIES, „Designed To Fail“ integriert sogar IMMOLATION- bzw. NILE-Momente, „Waste By Definition“ sägt gewaltig an den Nackenmuskeln und „Behind The Mask“ spielt geschickt mit Thomas‘ variablem Stimmvolumen. Dazwischen gibt’s massig Hyperspeed-Nummern von den selbsternannten „Blastcorelern“ mit dem Genre-untypischen Herr-der-Ringe-Bandnamen. Wenn es mal wieder so richtig knallen soll, ist „Flies Will Starve“ die richtige Scheibe. Zudem ist das Ding tatsächlich noch um Ecken besser als der direkte Vorgänger. Hoppauf, Schwyz!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Robert Fröwein (13.06.2013)

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