Invasion (Swe) - ...And So It Begins

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VÖ: 28.06.2013
Bandinfo: Invasion (Swe)
Genre: Thrash Metal
Label: Pure Steel Records
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Lineup  |  Trackliste

Old-School-Thrash made in Schweden. Na servas, mag sich so mancher denken. Haben wir ja alles schon zigtausend Mal in zigtausend verschiedenen Aufgüssen von zigtausend verbündeten Line-Ups gesehen. Tja, auch INVASION (super-origineller Bandname übrigens, Respekt…) sind jetzt keinesfalls die großen Innovatoren mit dem Sinn für das noch nicht Gehörte. Die Karlstader funktionieren auch tatsächlich ganz nach alter Schule. Die Band ist ein Three-Piece, die Produktion ist zwar nicht DARKTHRONE-grottig, aber doch recht hölzern und kaum ein Shirt der Mitglieder, welche man auf den Bandfotos sieht, ist jünger als 20 Jahre.

Musikalisch begeben sich INVASION auf ihrem Debütalbum „…And So It Begins“ (seit dem letzten Demo sind unfassbare sieben Jahre ins Land gezogen) vor allem auf die Pfade, ihrer legendären Landsmänner und Underground-Thrasher HYPNOSIA. Kenner wissen also, dass INVASION sich daher auf Hyperspeed-Thrash im besten 80er-Jahre-Stil, samt feinen, aber stets im Hintergrund bleibenden Death- und Black-Metal-Referenzen konzentrieren. Songwriter und Gitarrist Kalle Sundin (Mitglied der kultigen Alko-Thrasher GEHENNAH) hat durchaus ein feines Gespür für stilechtes Songwriting und Songs wie das semi-rhythmische „Prophecy“, die Rifforgie „Dystopia Arise“ oder der alles zermalmende Signature-Song „Invasion“ baden im selben See wie DEMOLITION HAMMER (instrumental) und KREATOR (gesanglich).

Mille ist auf dem Album sowieso ein ständiger Begleiter, wenn Frontmann Andreas Tömte seine Futterlucke öffnet, um beißend-hohe Hasstiraden ins Mikro zu spucken. Dazwischen wird die Doublebass durchgetreten, shreddert die Axt und pocht der Bass, der – wie bei derartigen Thrash-Projekten üblich – nicht viel mehr als eine komplettierende Einheit verstanden wird. Richtige Schwächephasen sind auf dem Album auch absolut nicht zu verorten, zu kompakt und gleichmäßig haben INVASION sich die Songs in den letzten Jahren zusammengeschraubt. „…And So It Begins“ ist zwar weder neu, noch sonderlich herausfordernd, das Zielpublikum wird mit den wuchtig-knackigen Thrash-Hauern aber bestens bedient. Und wenn ein Album mit dem Songtitel „Let The 1st Bomb Fall“ endet, dann fühlt sich der Amateur-Nuclear-Holocauster erst richtig wohl.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Robert Fröwein (25.06.2013)

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