Black Sabbath - 13

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VÖ: 07.06.2013
Bandinfo: Black Sabbath
Genre: Doom Metal
Label: Universal Music Austria
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Lineup  |  Trackliste

Auch wenn es mit der groß angekündigten Reunion in Originalbesetzung (vorerst) doch noch nicht ganz geklappt hat (Schlagzeuger Bill Ward wurde nach diversen Unstimmigkeiten kurzfristig durch Brad Wilk [RAGE AGAINST THE MACHINE, AUDIOLAVE] ersetzt), so ist das Erscheinen von "13" dennoch eine kleine Sensation, handelt sich hierbei doch um die erste BLACK-SABBATH-Studioscheibe mit Ozzy Osbourne am Mikro seit "Never Say Die" aus dem Jahre 1978.

1995 wurde ihr bislang letztes Album "Forbidden" veröffentlicht, das den meisten Anhängern allerdings noch in schlechter Erinnerung sein dürfte, sofern man die Existenz der wohl unpopulärsten BLACK-SABBATH-Platte in der Zwischenzeit nicht ohnehin schon verdrängt hat. Die Band versuchte damals vom gerade angesagten Crossover-Hype zu profitieren, weshalb BODY-COUNT-Gitarrist ERNIE C als Produzent fungieren durfte, der seinem Spezi ICE-T natürlich auch noch einen überaus unpassenden Gastauftritt verschafft hatte. Diese mehr schlecht als recht hinkonstruierte Verjüngungskur wollte jedoch so überhaupt nicht funktionieren, und so wäre diese Scheibe wahrlich kein würdiger Abgang für die ehemaligen Rock-Giganten gewesen

Auf solche Spielchen lässt man sich mittlerweile zum Glück jedoch gar nicht mehr ein, und die ersten Doom-lastigen Töne von "End Of The Beginning" lassen auch von Anfang an gar keinen Zweifel über, BLACK SABBATH sind nach Jahrzehnten des Umherwandelns tatsächlich wieder zu ihren Wurzeln zurückgekehrt. Die Band beschränkt sich zwar im Großen und Ganzen nur darauf sich permanent selbst zu zitieren ("Zeitgeist" könnte auch "Planet Caravan Part 2" sein), aber wer will ihnen das verübeln? Auch vom Sound her versucht man die Atmosphäre der frühen Alben wieder herzustellen, wenngleich die aktuelle Produktion von Rick Rubin natürlich um einiges glatter und sauberer klingt.

Was dem Album auf den ersten Blick vielleicht fehlt, ist der ein oder andere wirklich herausragende Kracher, auch wenn manche Songs wie "Loner" oder "Damaged Soul" durchaus das Potential haben sich zukünftig zu solchen zu entwickeln. Dafür wirkt "13" in seiner Gesamtheit jedoch richtig stimmig und man wird keine einzige schwache Nummer auf dem Album finden. Die Band klingt auf alle Fälle so sehr nach den klassischen BLACK SABBATH wie es 2013 nur möglich ist und diese Tatsache alleine sollte ihren Anhängern bereits ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht zaubern.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: bender (26.06.2013)

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