Dio - Finding The Sacred Heart, Live In Philly 1986

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VÖ: 24.05.2013
Bandinfo: DIO
Genre: (nicht klassifizierbar)
Label: Eagle Rock Entertainment
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Lineup  |  Trackliste

Und gleich noch eine Neuauflage die Sinn macht! Neben der gelungenen Wiederveröffentlichung des erstmals zur Jahrtausendwende erschienenen Albums "Magica" dürfen sich DIO Fans dieser Tage auch über die komplett neu aufgearbeitete DVD/Blu-Ray "Finding The Sacred Heart, Live In Philly 1986" freuen.

Der Mitschnitt der Show vom 17. Juni 1986 im "The Spectrum" in Philadelphia war bislang nur auf VHS (noch dazu auf magere 60 Minuten zurückgestutzt) erhältlich - und das zuletzt auch nur mehr theoretisch. Umso erfreulicher ist die Neuauflage ausgefallen: In voller Länge, in richtiger Songreihenfolge und darüber hinaus top renoviert in Bild und Ton vergisst man rasch auf die bald 30 Jahre Zeitunterschied und fühlt sich diretissima zurückversetzt in die goldenen 80er Jahre, als der Metal noch ganz einfach heavy sein durfte und "bombastische Showeffekte" bedeutete, dass ein überdimensionaler Drache aus einem die ganze Bühne ausfüllenden Schloss emporsteigt, um kurz darauf dramatisch von Ronnie James Dio persönlich gemeuchelt zu werden. Ja, wir sprechen immer noch von einer Metalshow, auch wenn die ersten Minuten bei den meisten Sehern unter (wohlwollendem aber herzlichem) Gelächter untergehen dürften. Bei den Frisuren der Protagonisten, allen voran Axtmann Craig Goldy und Keyboarder Claude Schnell, bleibt aber auch garantiert keine Auge trocken. Und wenn der Mund vom Lachen schon mal offen steht, kann er gleich mal vor Staunen offen bleiben: Besagter Craig Goldy kam nämlich erst kurz vor den Aufnahmen in die Band um den überraschend ausgeschiedenen Vivian Campbell zu ersetzen. Diesen Job erledigt der Gitarrist sichtlich so phänomenal, dass er in späterer Folge drei Studioalben mit DIO einspielen durfte. Überhaupt wirkt die gesamte Band perfekt aufeinander eingestimmt - es macht Spaß ihnen beim Zocken diverser Klassiker, wie "Don't Talk To Strangers", "Hungry For Heaven", "We Rock" oder "Rainbow In The Dark" zuzusehen und zu -hören. Da sieht man auch mal gerne über einige Schwächen, wie ausufernde Soli auf Kosten einiger Hits, die nur als Medley dagebracht werden, hinweg.

Auch am Bonusmaterial wurde nicht gegeizt. Neben Musikvideos und Behind the Scenes Material gibt es auch zwei Interviews: Eines aus dem Jahr 1986 und ein aktuelleres mit Ronnie und Craig. Rundum gelungene Vorstellung also - damals wie heute. Und damit eine mehr als gute Gelegenheit, die alte VHS in den wohlverdienten Ruhestand zu schicken.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: adl (04.07.2013)

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