Impiety - Vengeance Hell Immemorial

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VÖ: 28.06.2013
Bandinfo: IMPIETY
Genre: Black / Death Metal
Label: Hells Headbangers
Lineup  |  Trackliste

Bevor die neue EP „The Impious Crusade“ den Extrem Metal-Markt von hinten aufrollen wird, hauen die wüsten Asiaten von IMPIETY noch eine Compilation raus. Die seit Anfang der 1990er aktiven Rabauken aus Singapur sind Black/Death-Krachspezialisten eh längst ein Begriff. Im Gedenken an die Urväter BEHERIT, SARCOFAGO, BLASPHEMY und anderen fühlte sich das Asien-Kommndo seit jeher verpflichtet, das Brachialerbe weiterzutragen. Die einzige Konstante im Gesamtkontext IMPIETY ist Fronter Shyaithan, der neben seinen Stimmbändern auch den Bass malträtiert. Über die umfangreiche Diskografie und wechselnde Besetzungen/Mannschaften geben die einschlägigen Internetseiten Auskunft. Fakt ist jedenfalls, dass das Black-Kommando seit Jahrzehnten den Untergrund kräftig aufmischt und ein Garant für undergroundig-räudige Stahl-Attacken ist. Und hier setzen Hells Headbangers an und buchen für die Fans eine kultige Reise zu den modrigen Anfängen des exotischen Zerstörungskommandos, das sich seit jeher auch auf das Spiel mit den optischen Extremen um Satan, Spikes und anderem Schweinkram verstand. Auf „Vengeance Hell Immemorial” wurden neben den Tracks vom 92er „Ceremonial Necrochrist Redesecration”-Demo auch die „Salve The Goat... Iblis Exelsi”-EP sowie die drei Split-Eps mit PROFANATICA, ABHORRENCE und SURRENDER OF DIVINITY gepackt. Abgesehen von den Regulärveröffentlichungen, die ebenfalls auf diversesten Labels erschienen sind, bestand der Kraftakt bei dieser Veröffentlichung wahrscheinlich darin, die Song-Rechte in diesem Labeldschungel unter einen Hut zu bekommen, laut Info sind die Songs jedenfalls von den Originalbändern remastert.

Den Rödelattacken der Debüt-EP folgen die von der „Intromancy“/“Outroblation“ – Klammer umrahmten Demo-Aufnahmen, die jedem Krachfetischisten ein Sehnsuchtströpfchen entlocken dürften. Im räudigen Matschsound wurde hier im Proberaum das billige Aufnahmeequipment mit Rasierapparat-Gitarren, Wummerbass und Stakkato-Drumming gnadenlos niedergeblastet. Dicht und authentisch klingt das Ganze, amüsant und kultig sowieso. Der Track von der Split mit den Urgesteinen PROFANATICA offenbart den Reifeprozess der Band, die mit den Thais SURRENDER OF DIVINITY eingespielte EP („Two Majesties“) überrascht mit dem DESTRUCTION-Cover „Invincible Force“ und amüsantem „Outronomicon“, nervt aber mit dünnem Sound und grausigem Snareklang, bevor der Track (plus Outro) von der ABHORRENCE-Split („Two Barbarians“, nicht die finnische Death Metal-Band gleichen Namens) wieder versöhnlich stimmt. Zur Rezension lag die LP-Version (15 Tracks) dieser Schlachtplatte vor, die um die „Funeralight“-EP erweiterte CD-DigiPak-Version präsentiert sich kompletter und um drei Songs mehr (das ebenfalls auf der PROFANATICA-Split enthaltene „Dragon Oath Diabolus“ ist aber auch auf der LP-Version vertreten).



Ohne Bewertung
Autor: Thomas Patsch (05.08.2013)

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