Aeon Zen - Enigma

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VÖ: 22.01.2013
Bandinfo: AEON ZEN
Genre: Progressive Metal
Label: Nightmare Records
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Lineup  |  Trackliste

"Enigma" ist das nunmehr dritte Album von AEON ZEN, deren Mastermind Rich Hinks aus Großbritannien kommt und nach dem Debüt "A Mind's Porträt" in 2009 und dem zweiten Album "The Face of the Unknown" 2010 denke ich, dies ist das Werk, mit dem Rich Hinks endgültig zeigt, was er auf dem Kasten hat.

Der Abstand von nur einem Jahr bei den ersten beiden war, meiner Meinung nach zu kurz und man hat das am Nachfolger auch gemerkt. Nun wurde sich etwas mehr Zeit gelassen und das hört man. "Enigma" ist ausgereift, fast bis ins letzte Detail durchgearbeitet und qualitativ wie künstlerisch auf sehr hohem Niveau.

Wie immer kann man auch auf diesem Album Gastsänger hören, diesmal sind das Nate Loosemore (LOST IN THOUGHT), Atle Petterson (ABOVE SYMMETRY) und Jonny Tatum (EUMERIA). Dem Progmetalfan sind das alles bekannte Namen, die zum Hören einladen und Atle Petterson gefällt mir auf "Enigma" ausnehmend gut.

Mit dem ersten Song "Enter The Enigma" betritt man sozusagen instrumental das Album, steigert schon hier langsam die Spannung, die sich im Übergang auf das zweite Lied "Artifical Soul" fortsetzt und immer wieder plötzlich und ausgeklügelt entlädt. Richtig rasant beginnt dann der dritte Song "Divinity" in dem man plötzlich mit Growls überfallen wird. Damit hat man nun eigentlich weniger gerechnet und ich überlege immer noch ob es jetzt reinpasst oder nicht. Allerdings...man gewöhnt sich dran. Überhaupt ist "Enigma" stellenweise härter als die Vorgänger, mit mehr Riffs und Krachern...zugleich aber auch weicher, die Melodien sind voller. Das muss man hören, um es zu verstehen.

Ein absolutes Schmachtlied ist dann die Nummer vier "Seven Hills", mit sachten Pianoklängen und Hmmmmmmm.....Stimmen, die totale Harmonie, die mit einem Paukenschlag endet und mit Glockenläuten beginnt die"Warnung". Recht kontrovers ist der Song "Still Human". Wieder einmal kann ich nur das Zusammenspiel und manchmal auch Gegeneinander der Sänger und Stimmen bewundern oder aber die fließenden Übergänge von einem ins andere Lied und dann wieder Brüche in ein und demselben Song, wie in "Eternal Snow".

"Downfall" bildet den furiosen Schluß in diesem echt gelungenen Album. In der Mitte des Songs leicht jazzige Klänge, danach wieder etwas härter und dann klingt der Song sachte aus und man verlässt "Enigma" wieder so leise wie man es betreten hat.

Die eine oder andere Frickelei, die vielleicht nicht notwendig ist, verzeiht man Rich Hinks gerne. Er ist in dieser Hinsicht wohl ein Spielkind und das muss er auch bleiben um solche Alben zu schreiben, dafür ist er Künstler und dazu noch ein recht junger.

Die Reise durch das "Enigma" lohnt sich in jedem Fall immer wieder, also tut euch den Gefallen und kauft es.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Chrissie (19.07.2013)

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