Coffins - The Fleshland

Artikel-Bild
VÖ: 09.07.2013
Bandinfo: Coffins
Genre: Doom Metal
Label: Relapse Records
Hören & Kaufen: Webshop
Lineup  |  Trackliste

Dass aus Japan nicht nur geschmacklose Musik von Leuten kommt, die aussehen wie eine durchgepeitschte Kreuzung aus RONDO VENEZIANO, geplatztem Knallbonbon und minderjährigen Lolitas und Schulmädchen, beweisen einmal mehr die Irren von COFFINS. Ihr seit 1996 gebrauter Ursuppen Death-Doom hat nach wie vor nichts von seiner Faszination verloren.

Auch auf dem neuesten Album „The Fleshland“ gibt es keine Experimente sondern den bewährten Mix aus ultra langsamen Doom Elementen, Crust und Steinzeit Death-Metal. „The Fleshland“ klingt, wie wenn WINTER, TOTENMOND, ganz frühe CELTIC FROST und ASPHYX aufeinander treffen. Eine äußerst rabiate Angelegenheit, mit Sicherheit nichts für Schöngeister oder Leute, die Wert auf ausgefeilte Arrangements und einen ausgewogenen Sound legen. Hier gibt’s die grobe Kelle!

Und das sogar recht abwechslungsreich. „Here Comes Perdition“ beginnt zunächst ultra langsam, wie zähflüssige Lava, wird dann aber von einem D-Beat ordentlich nach vorne gepeitscht! „Hellbringer“ ist ein straighter Knochenbrecher, bei dem der Bass heraus sticht. Mit „The Colossal Hole“ begibt man sich wieder in untere Geschwindigkeitsregionen, bevor es mit „No Saviour“ wieder ordentlich aufs Maul gibt! „Rotten Disciples“ und „Dishuman“ sind nochmal zwei Highspeed Granaten und für mich die besten Stücke auf dem Album, gefolgt von „The Unhallowed Tide“, welches an alte ASPHYX angelehnte Leads beinhaltet.

COFFINS machen mal wieder keine Gefangenen. Experimente gibt es keine und Innovationen zum Glück auch nicht. „The Fleshland“ ist eine unglaublich dreckige Angelegenheit, die jeder Zeit Rotz, Dreck und pures Undergroundfeeling verbreitet!

Allerdings ist diese Kompromisslosigkeit natürlich auch nicht jedermanns Geschmack, und auf volle Album Distanz wird es anstrengend, der Musik aufmerksam zu folgen, da sich bestimmte Elemente naturgemäß doch recht ähneln. So wird nur ein kleiner Kreis von Krachfetischisten das akustische Sperrfeuer wirklich zu schätzen wissen. Für diese Zielgruppe stellt die neue Schlachtplatte aber auch einen äußerst wohlschmeckenden Gourmethappen dar!



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Alex M. (31.08.2013)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: Enslaved - Utgard
ANZEIGE