WINDHAND - Soma

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VÖ: 13.09.2013
Bandinfo: Windhand
Genre: Doom Metal
Label: Relapse Records
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Lineup  |  Trackliste

WINDHAND wurden 2008 in Richmond, Virginia gegründet, haben neben einem Demo, dem selbst-betitelten Debüt-Album von 2011 auch eine Split mit COUGH (im April 2013 auf Relapse Rec.) zu Buche stehen. Dies war wohl auch der Grund, warum RELAPSE RECORDS die fünf Amis fix unter ihre Fittiche nahm um den Psychedelic-Doom der vier Herren und der Dame am Mikro auf die weite Welt loszulassen.

Im Endeffekt sind auf „Soma“ die ersten vier Songs, darunter das wunderbar elegische, lediglich von einer Akustik-Gitarre getragene „Evergreen“, nur eine lockere Aufwärmübung für „Cassock“ und das mit über 30 Minuten durchs Ziel gehende Mammut-Epos „Boleskine“. Ersterer ist eine Psycho-Doom-Walze, welcher gerade Frontfrau Dorthia Cottrell völlige Freiheiten lässt um ihren ureigenen Hexen-SABBATH zu zelebrieren. Manchmal erinnert mich die gute Dorthia dabei an eine in Doom-Gewand gehüllte Farida Lemouchi (ex-THE DEVIL’S BLOOD), ohne dabei aber mit deren Stimmvolumen konkurrieren zu wollen.

„Boleskine“ dagegen ist ohne Worte, kaum eine Band bringt es tatsächlich zu Stande über eine halbe Stunde lang derart mit okkultem Psychedelic-Doom-Rock herumzuspielen. Die Akustik-Gitarre ist der Wegbereiter, bevor eine mächtige BLACK SABBATH/SAINT VITUS-Elegie die Oberhand gewinnt. Diese thront in weiterer Folge über dieses schier endlose Epos, wird mit diversen Solo-Exkursen verschönert und artet immer mehr in eine vertonte Hypnosesitzung aus…die nach ca. der Hälfte wieder vom einleitenden Akustik-Thema aufgefangen wird und wenn man so will, erfindet sich der Track danach noch einmal von Neuem und baut damt die bereits erarbeitenden Grundthemen weiter aus, verzichtet in dieser Phase aber konsequenterweise auf die atemberaubende Stimme von Madame Cottrell.

WINDHAND sind schwer, so richtig schwer: Schwer zu charakterisieren, schwer dem Liedgut zu folgen, schwer gespenstisch (allein vom Gesang her!) und schwer in eine rockige Außenseiterrolle gedrängt. Für „Andershörer“ geradezu ein Fressen, ein zu entdeckendes Juwel; Zeit und Muße vorausgesetzt!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Reini (06.09.2013)

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