Jonny Lang - Fight For Your Soul

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VÖ: 02.09.2013
Bandinfo: Jonny Lang
Genre: Blues Rock
Label: Universal Music Austria
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Lineup  |  Trackliste

Ist es erstaunlich, wenn von Musikern immer wieder Songs zu Radio-Hits werden, die untypisch für das Genre sind?

Bei JONNY LANG und seinem Song „Breakin' In“ ist das allerdings so. Er pflegt zwar einen recht poppigen Blues-Rock, zeigt aber bei einigen Tracks, wo der Blueshammer hängt.

Ein Beispiel dafür ist „The Truth“, eine langsame Bluesballade. In diesem Lied zeigt er auch die Qualität seiner Stimme. Wenn man sich nämlich das Plattencover oder Bilder im Netz anschaut, erwartet man eher eine sanfte Stimme – und eigentlich auch keinen Blues.
Der kann aber richtig rauchig! Und die gepflegte Leadgitarre hat es auch in sich. Es darf geheult und gewimmert werden!

Die fetzigste Nummer ist der Opener „Blew Up (The House)“. Die Nummer startet mit einer gepickten Dobro – oder sowas in der Art – und geht dann in einen gepflegten, relativ rockigen Blues über. Hier darf man also ruhig mit den Spitzen der Boots wippen, die Hände lässig in den Taschen der Lee oder Levis eingehängt, den Stetson etwas nach hinten geschoben und den Zahnstocher zwischen den blitzenden Zähnen. Meine Güte, welche Klischees!

Über weite Strecken ist das Album sehr sanft und getragen, den Rock würde ich also beim Genre für einmal beinahe wegnehmen.

Der Hookline-Chef auf dem Album ist das oben erwähnte „Breakin’ In“ – ebenfalls eine der schnelleren Nummern.

Eine Bluesnummer mit viel Pepp und Soul ist „We Are The Same“. LANG spielt hier im Duett mit der unverkennbar schwarzen Stimme von Jessica Langseth. Vergiss es! Jessica Langseth ist so weiß wie der Schnee in der Sonne, sie war Halbfinalistin bei American Idol 2009 und ist die jüngere Schwester von JONNY LANG.

Der eine oder andere Hörer des Albums mag etwas erstaunt oder enttäuscht sein über die Neuausrichtung von „Fight For My Soul“, JONNY LANG meint dazu:
"This album is something I've been wanting to do for a long time. Some of these songs may surprise people, but that's what it's all about. It keeps it fresh, and it keeps me growing.“

Und sich ab und zu ein wenig neu zu erfinden muss einem Musiker doch gestattet sein, oder? Aber zugegeben, ich hätte mir von den Album auch etwas mehr Drive, etwas mehr Rock erwartet. Guter Sound mit hochklassiger Besetzung und eine knappe Stunde Spaß und Erholung sind das aber allemal.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Danny Frischknecht (16.09.2013)

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