ATLANTEAN KODEX - The White Goddess

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VÖ: 04.10.2013
Bandinfo: ATLANTEAN KODEX
Genre: Epic Metal
Label: Cruz Del Sur
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Lineup  |  Trackliste

Was wurde diese Band mit ihrem Debüt-Album „The Golden Bough“ abgefeiert – ja auch stormbringer.at musste neidlos anerkennen, dass die fünf Süddeutschen hier ein Epic-Metal-Referenzwerk geschaffen hatten. Jetzt, drei Jahre nach dieser Underground-Bombe, müssen die fünf Bayern allerdings nachlegen. Und das tun ATLANTEAN KODEX auch und wie! Gerade MANOWAR-Vordenker Joey DeMaio müsste ob der erhabenen Epik von „The White Goddess“ in eine Art Schockstarre verfallen. Dabei hat sich an der Grundausrichtung gar nicht so viel verändert. AK-Vordenker Manuel Trummer schwört noch immer auf die Epik der ROSS THE BOSS-Phase von MANOWAR, kann sich der Erhabenheit der doomigen Zitate von BATHORY nicht erwehren und würzt dies mit einem ordentlichen Schuss Kult-US-Epic-Metal in Form von CIRITH UNGOL und Konsorten.

Dabei stellt Trummer und allen voran sein Sänger Markus Becker die Melodien klar in den Vordergrund; Beckers-Organ, welches ab und an Querverweise zu einem jungen Hansi Kürsch zulässt, ist im epischen Klangkosmos von ATLANTEAN KODEX der Eckpfeiler, welcher weder mit erhabenen Refrains, noch mit Gänsehaut-fördernder Melancholie geizt. Eingebettet in drei Instrumental-Stücke („Trumpets of Doggerland“, „Bilwis“ und „Der Untergang der Stadt Passau“) kredenzen uns ATLANTEAN KODEX fünf Epic-Metal-Gustostückerln, die genau einmal („Twelve Stars and an Azure Gown“) unter der zehn Minuten Grenze bleiben dürfen.

Refrains zum Niederknien („Heresiarch“ z. B. hat einen unglaublichen Suchtfaktor!), leicht Pop-angehauchter Kitsch (den Refrain von „Sol Invictus“ hätten auch POWERWOLF nicht besser hinbekommen), Gänsehaut-Feeling pur („Twelve Stars and an Azure Gown“), sowie gen Schluss eine schier für Unmöglich gehaltene Darbietung von zwei Kleinoden des Epic-Metals. Dies auch, weil sich gerade in den beiden letzten Stücken der Spirit von „Hail To England“ dermaßen manifestiert hat, dass man am liebsten seine heißgeliebte MANOWAR-Vinyl-Sammlung beim Fenster rauswerfen möchte. Dabei hat „Enthroned in Clouds and Fire“ dies noch gar nicht so injiziert bekommen, aber der abschließende de-facto Titel-Track ist ohne Frage der beste Epic-Metal-Track seit „Bridge Of Death“ und schon jetzt ein Jahrhundert-Song, der einem wohl auf ewig verfolgen wird.

Anhand der Beschreibung ist wohl klar: Anspieltipps erspar ich mir an dieser Stelle, denn „The White Goddess“ ist von vorne bis hinten ein Götteralbum, ein erneutes Referenzwerk einer Combo, die wohl schon bald die vermeintlich Großen meilenweit hinter sich lassen wird. Who The Fuck Is MANOWAR?



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: Reini (23.09.2013)

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