HAKEN - The Mountain

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VÖ: 02.09.2013
Bandinfo: HAKEN
Genre: Progressive Rock
Label: Inside Out Music
Lineup  |  Trackliste

Ein weiteres mal bescheren uns die UK-querstart-progger HAKEN mit einem neuen Album. Endlich beim Top(Prog)label InsideOutMusic angekommen, lassen sie es sich nicht entgehen, ihre Releaseliste nach nur dreieinhalb Jahren ein drittes mal zu erweitern. „The Mountain“ heißt das Dritte Werk der Jungs und schlägt im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern einen etwas anderen Ton an.

Im Gegensatz zu dem Vorgänger „Visions“ scheinen HAKEN wieder mehr in die Richtung eines Gesamtkonzepts abzuzielen, welches sich mit „The Mountain“ als Titel und dem sehr schön gewordenen Artwork, schonmal vorab zu einer Story zusammenfassen lässt.

Was neu auf „The Mountain“ vertreten ist, ist das sich die Band noch nie so weit von Metal weg („The Path“, „As Death Embraces“) und noch nie so weit zu modernem Metal („In Memoriam“) hinbewegt hat. Wobei „The Path“ und „As Death Embraces“ jeweils sehr gut als „Ohrentspanner“ eingesetzt worden sind, was dem sehr guten Songwriting und der Struktur des Albums anzurechnen ist. Ebenfalls neu ist, der Einstieg des Titels „Because It's There“ der sich von einer Solostimme von Ross Jennings, zu einem Chor aus Ross Jennings entwickelt und atmosphärisch wirklich ordentlich was hermacht. Später driftet der Song mit elektronisch klingenden Drums à la PERIPHERY, ANIMALS AS LEADERS etwas mehr von dem A capella Intro ab.

Ebenfalls driften die Engländer immer öfter in die modernere Ecke des PROGRESSIVE METAL ab, was ihnen die ewigen Vergleiche zu den PROGRESSIVE METAL „Veteranen“ von DREAM THEATER nicht erleichtern werden.

Wie gewohnt stoßen HAKEN auch auf „The Mountain“ immer mal kurz in ganz andere Genrebereiche (JAZZ, POP etc.) ab und unterstreichen ihre musikalischen Qualitäten mit einem perfekten Stilmix der nicht zu „zusammengezimmert“ wirkt.

Alles in allem erreicht „The Mountain“ nicht die emotionale Tiefe und Ausgereiftheit von „Aquarius“, kann aber solide mit „Visions“ mithalten, auch ohne 20-minütigem Epos. Songs wie „Cockroach King“ oder „Pareidolia“, der erstere die typisch „verspielte“ Seite von Haken, der letztere ein Arabisch angehauchter Haken Klassiker, der im Mittelteil mit einem Gitarre vs. Laute Gefecht unter dem Soundteppich eines rhythmischen Gitarrenspiels ein absolutes Highlight erreicht, zeigen das HAKEN auch 2013 noch genau wissen, was sie tun.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Matthias Rathauscher (22.09.2013)

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