Sarke - Aruagint

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VÖ: 20.09.2013
Bandinfo: SARKE
Genre: Black´n´Roll
Label: Indie Recordings
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

SARKE werden langsam zu den MOTÖRHEAD des "Black/Thrash Metal, bzw. Black 'n' Roll". Zu Beginn noch gerne als "die andere Band von Nocturno Culto" bezeichnet, sind die Norweger inzwischen wirklich zu einer ernstzunehmenden Komponente dieser Subgenres geworden. Während die letzten DARKTHRONE-Veröffentlichungen bisweilen mit Argwohn betrachtet wurden und man den Schluss ziehen könnte, dass die frühen 90er Jahre einfach nicht zu reproduzieren sind, wirkten SARKE bislang immer zu 100% authentisch.

Und "Aruagint" geht noch einen Schritt weiter, denn diese Veröffentlichung ist nicht nur authentisch, sondern auch unterhaltsam und zumindest gutklassig, wenngleich man es den Fans der frühen DARKTHRONE-Ära auch mit "Aruagint" nicht recht machen wird. Doch dies scheint wohl auch nicht von den kauzigen Norwegern intendiert zu sein. Es scheint so zu sein, als ob sich die Bandmitglieder einfach austoben wollen, was der Band gut zu Gesicht steht. Anstatt schwarzer Raserei dominiert eher der Groove mit schwarzer Prägung und Thrashelementen - man lausche dem knackigen "Jaunt Of The Obsessed", "Salvation" oder "Strange Pungent Oddysee". Das ist gut gemacht, aber wenig überraschend. Gleiches gilt für das wahrlich motörheadeske "Ugly". Doch es geht auch düsterer: "Jodau Aura" erinnert nur aufgrund von Nocturno Cultos Vocals an Black Metal. Sonst überzeugt der Track mit Doomelementen und einer melancholischen Grundstimmung. Doch dies ist nicht der letzte Song, der einen Hang zum Doom offenbart, denn "Icon Usurper" geht ebenfalls in diese Richtung, nur um dann von "Rabid Hunger", dem wohl aggressivsten Track des Albums, abgelöst zu werden. Bevor ich meine Ausführungen beende, möchte ich allerdings noch zwei weitere Songs ansprechen, die für SARKE durchaus ungewöhnlich sind. Einerseits ist "Walls Of Ru" aufgrund der eingängigen Gitarrenteile durchaus als kleiner Hit zu bezeichnen. Dass es auch etwas epischer geht, kann man bei "Skeleton Sand" nachhören, einem getragenen Epos mit der einen oder anderen Überraschung für den SARKE-Fan.

"Aruagint" ist demnach definitiv ein interessantes Werk geworden das die Stärken von SARKE unterstreicht. Auch wenn man kein Sperrfeuer an Hits kredenzt und mancher Song etwas zu kalkuliert klingt, so weichen SARKE zumindest ab und an mal vom zu Erwartenden ab, was für einen gesteigerten Unterhaltungswert sorgt. Trotzdem bleibt man seiner Linie treu und bietet den Fans abermals ein interessantes Werk im Dunstkreis von Black Metal, Thrash, aber auch Doom und Rock. Ernstzunehmen sind SARKE inzwischen auf jeden Fall - vorbei sind die Zeiten der biederen "Zweitband".



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: El Greco (23.09.2013)

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