Treblinka - Shrine Of The Pentagram

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VÖ: 04.10.2013
Bandinfo: Treblinka
Genre: Thrash Metal
Label: Century Media Records
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Lineup  |  Trackliste

Schweden-Connaisseure aufgepasst – des Skandinavier-Freunds Lieblingslabel, Century Media, haben sich ein weiteres Mal einer wahren Perle angenommen und liefern eine ganze Monsterladung Kult in eure Wohnzimmer. Als üppige 5-LP- oder 3-CD-Version gibt es nämlich nichts geringeres als die kurze, aber komplette Diskografie der schwedischen Death/Black/Thrash-Legenden TREBLINKA zu erstehen. Abgerundet wird das wertige Monsterpaket mit unzähligen, noch nie zuvor veröffentlichten Bildern, einem ausführlichen Interview mit Szeneinsider Daniel Ekeroth (Autor des Megaschinkens „Swedish Death Metal“) und weiteren Gesprächen mit den einstigen Bandmitgliedern. Hier wird also stolz geklotzt und nicht gekleckert.

Zur Erklärung sei noch schnell ein kleiner Exkurs in die Vergangenheit gestattet. TREBLINKA waren im Gründungsjahr 1987 (die Jungs gehören also wirklich zur Generation „Urheber“) nichts anderes als ein lediglich zwei Jahre lebendes Vorprojekt der immer noch stark im Business stehenden Gothster TIAMAT. Bevor diese sich aber zu Kajal-Klängen hinreißen ließen, wurde Ende der 80er-Jahre aber noch Corpsepaint getragen und auf die Scheiße gehauen. Während Bandgründer und Frontmann Johan Edlund damals noch ganz stolz auf den eigenartigen Bandnamen war (Treblinka war ein polnisches Vernichtungslager im Zweiten Weltkrieg), tut er die Wahl dessen mittlerweile schon seit Jahren als Jugendsünde ab.

Musikalisch klingt das fette Paket heute natürlich schwer überholt und stumpf, aber gerade der Sprung in die Anfangstage des extremen Metal macht diese Rückschau auf das durch die Gegend deibelnde Stockholm-Quartett besonders interessant. Enthalten sind nur die beiden Demos „Crawling In Vomits“ (1988) und „The Sign Of The Pentagram“ (1989), sondern auch die 2-Track-EP „Servere Abomination“ (1989) unzählige, bislang unbekannte Liveaufnahmen von 1988 und 1989, zahlreiche Studio-Outtakes und Instrumentalversionen, sowie diverse Proberaumaufnahmen – darunter auch die 2008er Version von „Hail To Cruelty“, denn in diesem Jahr ein einmaliges Konzert in Originalbesetzung zu Ehren der Buchveröffentlichung von „Swedish Death Metal“. Der schon etwas staubige Spruch „Value For Money“ ist auch hier Programm. Wer sich ein bisschen Metal-Kult ins Regal stellen will, oder einfach einen Ausflug in kellermiefige Anfangszeiten plant, ist hier jedenfalls goldrichtig.



Ohne Bewertung
Autor: Robert Fröwein (01.10.2013)

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