Buckcherry - The Best Of

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VÖ: 25.10.2013
Bandinfo: BUCKCHERRY
Genre: Rock
Label: Eleven Seven Music
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Lineup  |  Trackliste

Ein bisschen sonderbar ist das Veröffentlichungsdatum für die allererste „Best Of“ der amerikanischen Hard-Rocker BUCKCHERRY schon, schließlich ist 2013 weder Bandgründungs-, noch Albums-, noch Bandwiederauferstehungs-technisch ein Jubiläumsjahr. Dennoch haben sich der herzhaft tätowierte Front-Sympathikus Josh Todd und seine sleazende Truppe dafür entschieden, rechtzeitig vor der herbstlichen Europa-Tour eine kleine Rückschau auf Polycarbonat zu brennen. Warum auch nicht, denn gerade am Alten Kontinent besteht in punkto Popularität immer noch gewaltiger Nachholbedarf und für die unwissenden und bislang noch nicht mit der Band in Berührung gekommenen Rocker da draußen macht so eine Compilation allemal Sinn – wenn auch durch das WWW schon ein bisschen obsolet.

Knackige Super-Rocker haben BUCKCHERRY aber en masse im Köcher – weiß der Teufel, warum man hierzulande nie den Popularitätsgrad steigern konnte. Die Werkschau bietet einen bunten Querschnitt durch die gesamte Karriere der kalifornischen Sunnyboys, die ihr Heil – Zitat Todd: „Pro Album spielen wir etwa 300 Live-Shows – alles andere zählt nicht!“ – ohnehin hauptsächlich auf der Bühne suchen. Dabei sticht auch die wunderbare Vielschichtigkeit der Songs heraus. Bei BUCKCHERRY versammeln sich Fist-In-The-Air-Rocker („Lit Up“, „Gluttony“, „All Night Long“), süße, aber nicht kitschige Balladen („For The Movies“, „Sorry“, „Nothing Left By Tears“) und verschiedenste Ausritte in Blues-, Funk- oder Punk-Gefilde („Crazy Bitch“, „Ridin‘“, „Next To You“).

All das vermischt ist natürlich kurz umschrieben das perfekte Sammelsurium für Haar-hochgesprayte Sunset-Strip-Trinker, funktioniert aber auch in good old Europe bestens als Partykrachsound oder Hemmungszerstörer. „The Best Of“ von BUCKCHERRY hakt im Endeffekt alle Punkte ab, die man an einem ordentlichen Wochenende erledigen möchte: Eignet sich perfekt zum Bier trinken in geselliger Runde, überzeugt in den langsameren Momenten auch die Angebetete, wenn man sich genug Mut angetrunken hat und poltert am nächsten Tag auch den Kater aus den Hirnwindungen, nachdem man die Wohnung der guten Dame vor dem Frühstück verlassen hat, um sich möglichst schnell wieder dem Motto „Bruder vor Luder“ zu widmen. Nun aber Schluss mit dem Klischee-Chauvinismus – BUCKCHERRY „Best Of“ brauchen nur Neuankömmlinge und Allessammler, die werden dafür aber bestens bestückt.



Ohne Bewertung
Autor: Robert Fröwein (23.10.2013)

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