CENTINEX - Subconscious Lobotomy (v.II.MCMXCIX)

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VÖ: 28.10.2013
Bandinfo: CENTINEX
Genre: Death / Thrash Metal
Label: Pulverised Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

1992, als dieses Kleinod die Mitternachtssonne der nördlichen Hemisphäre erblickte, war im Death Metal das Meiste schon gesagt, fast alle relevanten EU und US-(Debüt-)Alben waren bereits 1991 veröffentlicht und auch der Skandinavien-Tod (ENTOMBED, GRAVE, UNLEASHED, selbst DISMEMBERs „Like An Everflowing Stream“ war schon draußen) war schon vordeterminiert, die zweite Welle (HYPOCRISY, AT THE GATES) war gerade im Anrollen. Von besonderer Originalität oder sonderlich innovativ etc. war der CENTINEX-Debütdreher also nicht. „Subconscious Lobotomy“ war vielmehr eine recht konventionelle Angelegenheit. Dennoch vermochte die Schweden-Armada ihren Elchtod sehr ansprechend und packend zu komponieren und wartete neben einer Albumproduktion von Tomas Skogsberg/Sunlight Studios mit stolzen zwei Sängern auf, über die sonstigen genreüblichen Standards, die fein eingewebten Melodielinien und crunchy Riffs etc. zu schwadronieren wäre ohnedies müßig. Lediglich der doomig angehauchte Abschlusstrack „Until Death Tears Us Apart“ kommt gedrosselt um die Ecke und „Orgy In Flesh“ wartet mit Frauengesang auf, der Rest ist eine Frischzellenkur für alle, die die Standardwerke des Genres (Achtung Wortwitz) totgenudelt haben und die Durchschlagskraft von Songs wie etwa des Openers "Blood On My Skin" zu schätzen wissen.

Die geringe Stückzahl (lt. Info wurden von diesem Album nur 1.000 Stück produziert und über Underground Rec. vertrieben) und das grottige Albumcover dürften seinerzeit wohl nicht für einen Death-Metal-Flächenbrand ausgereicht haben und wohl nur Spezialisten im Original ihr Eigen nennen. Der Rest ist Geschichte, CENTINEX veröffentlichten vor allem um die Jahrtausendwende sehr geile Alben, bevor sich die Band auflöste. Wer die starken DEMONICAL kennt, den dürfte es nicht wundern, dass CENTINEX-Mitglieder mit dieser Combo in der Folge das Elchtod-Vermächtnis weiter hochhielten, Basser Martin Schulman attackiert dort noch heute unsere Trommelfelle. Die drei Bonustracks von der "Apocalyptic Armageddon"-Single (warum auch immer man diese EP von 2000 man hier raufpackte) und ein nunmehr ansprechendes Albumcover versüßen diese remasterte Zeitreise in die Hochzeiten des Death Metal, mir war es jedenfalls eine Ehre, dieser lässigen Band huldigen zu dürfen.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (04.11.2013)

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