FUCK OFF - Smile As You Kill

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VÖ: 18.10.2013
Bandinfo: FUCK OFF
Genre: Thrash Metal
Label: MDD
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Lineup  |  Trackliste

Dass es mittlerweile wieder sehr viele Bands gibt, die sich den Thrash der alten Schule auf die Fahne geschrieben haben, dürfte sich rumgesprochen haben. Gruppen wie FUELED BY FIRE oder SCORNAGE wandeln in den Fußstapfen der großen Helden wie ANTHRAX, EXODUS oder SLAYER. Auch die Spanier FUCK OFF machen einen auf dicke Hose und zocken auf ihrem Album "Smile As You Kill" beinahe schon fanatischen Thrash, der keinen Platz für andere Einflüsse lässt. Der einzige Unterschied zu den jüngeren Bands ist, dass FUCK OFF bereits Ende der 80er musikalisch unterwegs waren.

Schon mit den ersten Tönen von "Azor" wird klar, dass auf diesem Album keine Kompromisse gemacht werden. Gut, das Cover von dem RAINBOW-Kultsong "Long Live Rock & Roll" bildet hier eine Ausnahme, die restlichen acht der insgesamt neun Titel sind allerdings eine Hommage an die alten Helden. Dabei spielen FUCK OFF ihre Musik sehr überzeugend und man bekommt den Eindruck, dass die Musiker um Sänger Albert Gracia mit ihren Kutten sogar unter die Dusche und ins Bett gehen. Die Band wirbelt umher, bietet jede Menge Riffs und einen Gesang, der an Katon De Pena (HIRAX) oder an Steve "Zetro" Souza (ex-EXODUS) erinnert. Puristen werden demnach direkt feuchte Augen bekommen, wenn sie mit Tracks wie "Priest", "Doomed From The Cradle" oder "Impera La Corrupcion" konfrontiert werden. Die neue Version von "People In War" kann sich ebenfalls gut hören lassen und zeigt, wie FUCK OFF in ihren Anfängen geklungen haben müssen.

Der Sound auf "Smile As You Kill" geht in Ordnung. Man bekommt zwar nicht das richtig volle Brett ab, aber für eine Veröffentlichung im Old-School-Sektor kann man schon einen Haken an die Sache machen. Beim Gesamtpakt ist allerdings zu beachten, dass die Nummern allesamt ein Tribut an den Thrash Metal darstellen, sich die Songs jedoch nicht als besonders einprägend oder mitreißend gestalten. Nach den gut 42 Minuten ist keines der Stücke im Ohr hängen geblieben oder sonderlich aufgefallen.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Ingo Nentwig (08.11.2013)

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