Gwar - Battle Maximus

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VÖ: 08.11.2013
Bandinfo: GWAR
Genre: Thrash Metal
Label: Metal Blade Records
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Lineup  |  Trackliste

Im Karton der US-amerikanischen Verrückten-Kult-Combo GWAR hat es in den letzten Jahren gewaltig gerappelt und das hauptsächlich aus negativen und wirklich traurigen Gründen. Gitarrist Flattus Maximus wurde im November 2011 plötzlich tot im Tourbus aufgefunden. Nach dem tragischen Ereginis war natürlich auch erst einmal die Luft und Motivation draußen – wer sich aber so wie GWAR eine komplett eigene Welt mit darauf zugeschnittenen Songtexten und Studioalben kreiert hat, kann natürlich nur recht schwer den Hut drauf hauen. So war das Weitermachen schnell besiegelt und mit Pustulus Maximus (auch bei den kiffenden Deathern CANNABIS CORPSE unterwegs) wurde im letzten Jahr auch ein neuer Lead-Gitarrist bestätigt.

Der warzenübersäte Frontmann Oderus Urungus hat sich mit seinem Ork-ähnlichen Team auch sofort wieder an die Arbeit gemacht und präsentiert nun bereits diesen Herbst den insgesamt 13. Studiorundling mit dem wenig bescheidenen Namen „Battle Maximus“. Die insgesamt zwölf Songs haben im Direktvergleich zum kurz gehaltenen Vorgänger „Bloody Pit Of Horror“ ordentlich an Spielzeit dazugewonnen und erzählen natürlich wieder eine komplette Story. GWAR stehen hierbei im Kampf mit „Mr. Perfect“ (übrigens der flotteste und beste Song auf dem Album), der GWAR die bekannte Unsterblichkeit nehmen möchte. Mit dieser Unsterblichkeit möchte er die Menschen in seine eigene Rasse verwandeln. Einmal mehr liegt es an GWAR, die Menschheit vor diesem „Superhelden“ zu retten und nicht selbst versklavt zu werden.

Abseits des legendären Konzepts sind und bleiben GWAR musikalisch einfach umstritten. Irgendwo zwischen Thrash, Groove Metal, Hardcore und Punk hüpfen die Monsterfratzen in Songs wie „Madness At The Core Of Time“, „Nothing Left Alive“ oder „Raped At Birth“ durch die Gegend, schaffen dabei immer wieder feine Riffs und gelungene Rhythmuswechsel, scheitern dann aber fast immer daran, einen Song auch wirklich über die ganze Zeit spannend zu gestalten. Natürlich gibt es qualitativ gelungene Ausreißer wie das erwähnte „Mr. Perfect“, das flott dahinknüppelnde „I, Bonesnapper“ oder den mitreißenden Titeltrack, aber zwischen all dem Spaß geht halt auch mal die Nachvollziehbarkeit der Songs flöten. GWAR waren aber ohnehin nie Verfechter des Qualitätsgütesiegels, sondern rocken und thrashen euch in erster Linie die Rübe platt. Das gelingt dem Monsterquintett (warum eigentlich kein Albumrelease zu Halloween?) dafür wieder so gut, dass man locker über diverse Unzulänglichkeiten hinwegsehen kann. Und mehr Eier als der Vorgänger hat das gute Teil auch. So what?



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Robert Fröwein (04.11.2013)

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