LESLIE WEST - Still Climbing

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VÖ: 25.10.2013
Bandinfo: LESLIE WEST
Genre: Hard Rock
Label: Mascot Records
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Lineup  |  Trackliste

Meine Güte, man sagt ja immer, dass neue Besen gut kehren. Aber im Falle von LESLIE WEST muss man sagen, dass die alten manchmal wesentlich besser kehren können. Denn das neue Album vom MOUNTAIN-Gründer, "Still Climbing", zeigt, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Der Mann versprüht geradezu so genialen Hard Rock und Blues, dass man am liebsten in die nächste Whisky-Bar laufen möchte.

"Still Climbing" strotzt geradezu vor echten Rock-Perlen. Das ist wohl auch der Grund, warum Leslie so einige Gäste auf dem Album empfangen durfte. Und das sind Namen, die in der hart rockenden Szene wohl jeder kennt. Z.B. Mark Tremonti (ALTER BRIDGE, CREED), der auf dem Opener "Dyin' Since The Day I Was Born" seinen Beitrag zum Album leistet. Wenn man es nicht vorher wüsste, würde man Mark hinter diesen geilen Gitarrenriffs eh schon fast vermuten. Aber auch ein Dee Snider (TWISTED SISTER), der bei "Feeling Good" zum Einsatz kommt, oder JONNY LANG geben sich die Klinke in die Hand.

Und damit nicht der Eindruck aufkommt, die Gäste sollten dafür sorgen, dass die Leute überhaupt Notiz von der Scheibe nehmen: Weit gefehlt. Denn die Tracks bieten allesamt ein Hörvergnügen, da hätte Leslie nicht unbedingt Gäste für benötigt. Ok, nun hat er sie und nutzt sie natürlich gnadenlos aus. Spaß beiseite, Ausfälle gibt es auf dem Album keine. Hard-Rock-Kracher wie das erwähnte "Dyin' Since The Day I Was Born", "Busted, Disgusted Or Dead" oder "Don't Ever Let Me Go", sowie die eher bluesigen Stücke wie "Tales Of Woe" oder "Long Red" lassen die Herzen von Rock-Fans höher schlagen. Und wenn dann noch die Schnulze "When A Man Loves A Woman" (PERCY SLEDGE-Cover) ertönt, kann sogar das AOR-Publikum erreicht werden.

Trotz seiner Blasenkrebserkrankung hat sich LESLIE WEST nicht unterkriegen lassen. Und mit "Still Climbing" (was übrigens eine Anspielung auf das 1970er MOUNTAIN-Debüt "Climbing" ist) zeigt er, dass er noch immer Feuer im Blut hat und es schafft, auch jüngere Musiker zu beinflussen. Klasse Album!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Ingo Nentwig (13.11.2013)

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