Generation Kill - We're All Gonna Die

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VÖ: 15.11.2013
Bandinfo: Generation Kill
Genre: Thrash Metal
Label: Nuclear Blast GmbH
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Eigentlich unglaublich. Das Debütwerk der amerikanischen Systemkritiker GENERATION KILL, „Red, White And Blood“, war in seiner Thrash/Groove/Crossover-Aufmachung zwar ein durchaus interessantes, über weite Strecken aber auch relativ fades und belangloses Album. Für den Nachfolger „We’re All Gonna Die“ hat das Quintett trotzdem einen Kontrakt beim Branchenführer Nuclear Blast eingesackt. Kann natürlich auch daran liegen, dass Frontmann Rob Dukes hauptberuflich bei den Thrash-Legenden EXODUS unter Sold steht und sein Herzensprojekt in diesem Zuge in den Stall geschummelt hat – wie auch immer.

Auf „We’re All Gonna Die“ zeigen sich GENERATION KILL etwas gereifter, aber bei weitem noch nicht in der Verfassung, die man dem Line-Up eigentlich attestieren müsste. Dabei hat Brüllwürfel Dukes sogar zwei Mal an der Personalschraube gedreht. Für die Lead-Gitarren ist jetzt der bislang noch nicht aufgefallene Jason Velez zuständig und an den Drums sitzt Dukes-Kumpel Jim DeMaria. Das alleine garantiert noch keine Erfolge und so werden etablierte EXODUS-Fans auch mit „We’re All Gonna Die“ ihre gröberen Anlaufschwierigkeiten haben. Gewohnt regierungskritisch geht es mit dem MACHINE HEAD-Gedenkstück „Born To Serve“ eigentlich ganz flott los, auch das anfangs entspannte, dann völlig in einem SLAYER-Tune mäandernde „Prophets Of War“ macht durchaus Lust auf mehr, doch wie befürchtet können GENERATION KILL diesen Anfangsschwung nicht auf Albumdistanz mitnehmen.

Mit der Zeit nimmt die gepflegte Langeweile Überhand und sorgt für den einen oder anderen Gähner. „Death Comes Calling“ und „There Is No Hope“ wurden wohl als aufwühlende PANTERA-Balladen geplant, beinhalten aber nichts von dem Feuer und der Authentizität der Originale. Außerdem steht es Frontprolet Rob Dukes nach wie vor nicht gut zu Gesicht, wenn er mit schmerzerfüllten Clean Vocals den Erzählonkel mimt. Das kann Corey Taylor besser. GENERATION Kill wirken viel zu oft bemüht und verkrampft, könnten – wohl auch durch ex-PRO PAIN-Gitarrist Rob Moschetti – mit Sicherheit für zahlreiche feurige Thrash-Hymnen sorgen, suhlen sich aber lieber in einer mühsam zu lauschenden Elegie. Wie gut ihnen EXODUS-Thrash zu Gesicht steht, beweisen sie auf „Friendly Fire“ und dem Titeltrack. Warum nicht immer so?



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Robert Fröwein (13.11.2013)

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