Pro Pain - The Final Revolution

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VÖ: 22.11.2013
Bandinfo: PRO-PAIN
Genre: Thrash Core
Label: SPV / Steamhammer
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Ihr könnt über die umstrittenen Bühnengewohnheiten von PRO-PAIN-Fronter Gary Meskil sagen was ihr wollt, ihr könnt auch die ähnlich gestalteten Songs der letzten 22 Jahre als langweilig bezeichnen, aber die Thrashcore-Institution aus dem Big Apple wird bei mir immer offene Türen einrennen. Warum so begeistert und subjektiv fragt ihr euch? Das liegt vor allem an der stets hohen Qualität an vertonten Aggressionsschüben und auch wenn unser Redaktions-Methusalem Reini nicht immer Schritt halten kann, mit dem Tempo des New-York-Kollektivs, ist schlussendlich auch die lautstark ausgerufene „Final Revolution“, das mittlerweile 14. Studioalbum der Bandgeschichte, ein Festmahl für alle Straight-In-Your-Face-Lunatics.

Als ob man jegliche Form des natürlichen Alterns völlig ausblenden würde, knüppeln PRO-PAIN auch anno 2013 noch juvenil und kompromisslos wie in alten Zeiten durchs Gebälk. Auf die bandtypische gute halbe Stunde beschränkt, wird hier trotzdem keine Minute Spielzeit mit unnötigem Firlefanz ausgeschmückt. Schon beim Opener „Deathwish“ (was für ein geiler Anfangstitel) holzen die Jungs mit Doublebass-Stakkatos im HEAVEN SHALL BURN-Stil, CARCASSeske Gitarrenlicks und dem eindringlichen HC-Shouting wild nach vorne. „One Shot, One Kill“ atmet dann überraschenderweise PRO-PAIN-Früh-90er-Hardcore, „Southbound“ drängt wieder mehr in Richtung Moderne. Meskil hat erstmals seit den 90er-Jahren wieder einmal ein komplettes Album in diktatorischer Eigenregie geschrieben und dabei alles andere als ins Klo gegriffen.

Den Großteil der Spielzeit rollen die Amis im ICE-Tempo über die Hörerhäupter, Ausruhphasen gibt es von den Jungs in diesem Leben wohl nicht mehr. Highlights haben sie überraschend viele im Köcher. Federführend seien dabei der alles zerberstende Titeltrack, die Groove-Walze „Want Some?“ und das nackenbrechende „Fall From Grace“ genannt. Das Signing bei Steamhammer hat den Old-School-Verwurzlern hörbar gut getan und die Schweizer Produktion von GURD-Member V.O. Pulver dröhnt amtlich. Im Finish packen PRO-PAIN noch einmal die Punkcore-Keule aus und huldigen mit dem Speed-Doppel „Mass Extinction“ und „Under The Gun“ den großen Vorbildern. Gut gemacht – im Frühherbst der Bandkarriere nehmen PRO-PAIN wieder regelmäßig an Fahrt auf. Absoluter Pflichtkauf!



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Robert Fröwein (15.11.2013)

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