SERENITY Listening Session - Eine musikalische Zeitreise durch die Epochen

Text: manfred
Veröffentlicht am 12.01.2011

Hier werden berühmten Charaktere wie CHRISTOPH COLUMBUS, SIR FRANCIS DRAKE und viele mehr in einem eindrucksvollen symphonischen Metal Korsett wieder zu musikalischem Leben erweckt.

Die Jungs verstehen es meisterhaft die Emotionen und Gedanken dieser Personen, mit passenden musikalischen Mitteln zum Ausdruck zu bringen. Keine CD bei der nach dem ersten Genuss die Feinheiten herauszuhören sind. Nein, hier sollte man genügend Zeit aufbringen und es bedarf schon einiger Durchläufe um dieses sehr ausgereifte, vielseitige und geschichtsträchtige Werk zu verstehen.

Und für die Perfektionisten, die sich jede CD auch visuell vorstellen, haben wir diesmal von der Listening Session auch ein paar Textpasssagen und Hintergrundinformationen mitgenommen, die es einfach wert sind veröffentlicht zu werden. Um einfach nur das tolle lyrische Konzept und das Herzblut, welches unsere Tiroler Landsmänner in ihre neue wegweisende CD gesteckt haben, ein wenig hervorzuheben und zu verstehen.

1. Set Sail To …

Passendes “Wind- und Wellen-Intro” zum ersten Albumtrack.

2. New Horizons

Ein symphonischer Leckerbissen der mit einer KAMELOT artigen Attacke startet und wo sich der Refrain tief ins Gehirn einnistet. Über all dem thront ein gefühlvoller sehr angenehmer und nicht überlastender Keyboard Teppich.

Sir Francis Drake bricht mit seiner Flotte 1579 von Amerikas Nordwestküste auf um, nach etlichen Stürmen, Gefechten und Irrwegen als erster Engländer den Pazifik zu überqueren.

3. The Chevalier

Ein herzzerreißendes Gesangsduell auf aller höchsten Niveau zwischen Georg und Ailyn von SIRENIA.
Sehr stimmungsvoller und mit einem sehr spannenden Wechselspiel ausgestatteter Song , der sich beim Refrain zu einem richtigen nicht zu harten Track mit Hitpotential entwickelt.

Giacomo Casanova kann es nicht glauben, dass zum ersten Mal (1763 in England) eine Frau seinen Verführungskünsten widerstehen konnte.

4. Far From Home

Speediger, galoppierender, typischer SERENITY Track, der auch auf den Vorgängeralben brilliert hätte, mit sehr bombastischer Schlagseite und mit einer herausragenden Gitarrenarbeit.

Bartolomeu Dias ist zutiefst frustriert, aufgrund einer Mannschaftsentscheidung umkehren zu müssen. Hätte er doch die Möglichkeit gehabt, als Erster Indien von Europa aus um das Kap der guten Hoffnung herum zu erreichen.


5. Heavenly Mission

Der große Geist von KAMELOT, aber auch VANDEN PLAS schwebt über diesen Song, der mit einem göttlichen einschmiegsamen Refrain ausgestattet ist. Sehr bombastisch.

Den letzten Großmeister der Tempelritter, Jaques de Molay, plagen am Tag seiner Hinrichtung Zweifel: hätte er bzw. der Orden dieses Schicksal abwenden können?

6. Prayer (interlude)

“¡Oh Señor, por favor oye mi oración! Guía a mi marido en todos sus caminos en el nuevo mundo. Protéjelo de cualquier daño y pemitele que su corazón permanezca fiel al mio. Envia una luz para él en los tiempos oscuros y traemelo de vuelta y a salvo. Amén.”

Die Frau eines spanischen Soldaten, der mit Hernan Cortés’ Armee ausgezogen ist, um Mittelamerika zu erobern, spricht ein Gebet für ihren Mann.

7. State Of Siege

Dieser Song besticht durch seine erstklassige Gitarrenarbeit , die in Kombination mit den typischen eingängigen SERENITY Refrains und Arrangements einen tollen Song ergeben.

Jener einfache Soldat aus Spanien befindet sich seit zwei Monaten in der Belagerung von Tenochtitlán und hat nur einen Wunsch: diese Hölle zu verlassen und in die Heimat zurückzukehren.

8. Changing Fate

Eine Halbballade, edel strukturiert , die sich im Laufe des Songs so richtig steigert. Wieder ein tolles Microduell zwischen Georg und der bezaubernden Amanda Somerville. "Changing Fate" packt dich von der ersten Sekunde an und lässt dich die Gemütsverfassung von Königin Elisabeth I so richtig spüren.

Francis Drake’s Gegenarmada im Jahr 1589 endet in einem Fiasko und Königin Elisabeth I lässt ihren einstigen Günstling fallen. Drake bittet im Song die Königin um Gnade und eine neue Chance.

9. When Canvas Starts To Burn

Klingt am Beginn wie ein SAVATAGE Song und besticht durch sehr aggressiven Gesang. Nicht das beste Stück der CD ,stinkt gegen den Rest ein wenig ab.

Albrecht Dürer an der Zeitenwende vom 15. zum 16. Jahrhundert, welche von vielen aufgrund Kometenerscheinungen und dergleichen als Zeit der nahenden Apokalypse gedeutet wurde.

10. Serenade Of Flames

Charlotte Wessels von DELAIN singt hier mit Georg brilliant und der Song hat absolutes Hitpotential. Eine süchtig machende Melodie, ein toll ausgearbeiteter Refrain, die Gitarren braten auch ganz ordentlich und zum Schluss kommt der Bombastfaktor wieder ordentlich zur Geltung.

Der Inquisitor und Autor des “Hexenhammers”, Heinrich Kramer, instruiert seine Folter-knechte vor dem nächsten Hexenprozess.

11. Youngest Of Widows

Bietet am Beginn relativ harten Stoff, tolles Gitarrensolo, sehr dominante Keyboards, aber relativ dezent und songdienlich eingesetzt.

Maria Stuart I. von Schottland am Tag ihrer Hinrichtung.

12. Below Eastern Skies (interlude)

Intro zum nächsten Song

13. Beyond Desert Sands

Gehört für mich zu den besten Tracks von “Death & Legacy” . Wieder schleichen sich Parts von ihren großen Vorbildern ein, ohne aber als Plagiat hingestellt zu werden. Mitreißender, atmosphärischer Song, der live sicher gut ankommen wird. Der schnellste Song des Albums und ein richtiger Kracher.

Marco Polo liegt im Sterben und ist nach wie vor überzeugt, hinsichtlich aller seiner Erlebnisse die Wahrheit gesagt zu haben.

14. To India’s Shores

Driftet schon fast in melancholische Melodic Metal Gefilde ab. Poppig ,eingängig, aber zu 100 Prozent SERENITY. Hier kommt ein wenig die experimentelle Phase der Jungs zum Vorschein. Suchtfaktor und ein Wahnsinnstrack.

Einer von Christoph Kolumbus’ Söhnen berichtet von den Neuigkeiten seines Vaters: die Königin hat ihm schließlich doch Unterstützung für sein gewagtes Vorhaben zugesagt. Der Song selbst ist aus Kolumbus’ Perspektive geschrieben.

15. Lament (interlude)

Die Klage von Galileo Galilei am Morgen seiner endgültigen Erblindung. Was soll nun aus ihm, dem großen Beobachter des Himmels, nun werden?

16. My Legacy

Schlägt wieder gekonnt die Brücke zwischen Vergangenheit und Moderne. Hier wird noch mal die harte Metal Keule geschwungen. Das Stück kombiniert sehr gekonnt Härte und Eingängigkeit.

“I woke up this morning and noticed immediately that I had finally lost my eyesight! What a loss! Is that the end of my life as an observer of the natural world, in 1638 A.D.?”

Der Song zu Galilei’s Geschichte.

Was soll man zu „Death & Legacy „sagen?

Besser kann man fast nicht mehr agieren. Die Tiroler kreieren hier ihr Magnus Opus und man kann sich nur den Worten eines berühmten Landsmannes aus Tirol, der aber leider hier nicht besungen wurde, anschließen. “Death & Legacy“ ist ein überwältigendes und schillerndes Symphonic Metal Album, das einen farbenprächtigen Streifzug durch die Epochen darstellt und einfach nur als BÄÄÄRIG zu bezeichnen ist.

Noch nie war Geschichtsunterricht so schön und ab 25.02.2011 können sich die Fans selber davon überzeugen. Sensationell.

SERENITY - "Death & Legacy":

01. Set Sail To (Intro) 0:29
02. New Horizons 6:49
03. The Chevalier 5:32
04. Far From Home 4:48
05. Heavenly Mission 5:24
06. Prayer (Interlude) 1:22
07. State Of Siege 6:48
08. Changing Fate 5:42
09. When Canvas Starts To Burn 4:48
10. Serenade Of Flames 4:55
11. Youngest Of Widows 4:08
12. Below Eastern Skies (Interlude) 1:35
13. Beyond Desert Sands 4:54
14. To India's Shore 4:34
15. Lament (Interlude) 0:40
16. My Legacy 4:45


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