GARAGEDAYS on the Road mit MASTER - Impressionen einer Tour

Text: manfred
Veröffentlicht am 09.05.2011

Einziger Wehrmutstropfen war, dass zum Startschuss der Konzertreise das aktuelle Album noch gar nicht käuflich zu erwerben war. Gottseidank hatten die findigen Burschen noch ein paar Eigenpressungen am Start, die flugs unter die Leute gebracht wurden. Das Teil wird sicher mal eine gesuchte Rarität werden.

Ab jetzt übernimmt GARAGEDAYS Gitarrist/Sänger Marco Kern:

Am 14.4. trafen wir nach einer 6stündigen Höllenfahrt durch Deutschland endlich beim vereinbarten Treffpunkt in Leipzig ein.
Als wir ankamen stand in einem Hinterhof das schwarze, riesige BEAST, welches sich als Tourbus entpuppte. Dass wir mal in so einen geilen Nightliner reisen dürfen – unfassbar! Da fühlt man sich ja fast wie ein Rockstar!

Etwas später trafen dann auch Mr Speckmann von MASTER und seine verwegene Truppe ein. Alle Bandmitglieder entpuppten sich als sehr coole und sehr sympathische Jungs, die immer für ein Späßchen zu haben waren. So lasset die Tour beginnen.

15.4 Berlin K17

Der Tourstart in Berlin verlief für uns sensationell. Die Halle war durch den freien Eintritt rappelvoll und der Gig wurde auch gefilmt. Die Fans gingen ordentlich mit, was sich bei den nachfolgenden Bands nicht ändern sollte. Erstklassiges Essen (was für eine Tour nicht immer selbstverständlich ist), kühles Bier und eine nette Location. Wir kamen bei den Leuten sehr gut an, auch unser Merch wurde fleißig an den Mann gebracht und sogar Autogramme mussten wir geben. SO kann es weitergehen.

16.4 Tannheim (Schwarzer Adler)

War für uns OK, die Veranstaltungshalle war am Arsch der Welt. War nicht sonderlich besucht.

17.4 München (Day off)

Besoffen

18.4 München (Day off)

Wieder besoffen, nur heute hatte ich einen riesigen Kater.

19.4 Goriza, IT (Pieffe Factory)

In Italien ticken die Uhren anders. Über die Arbeitsmoral braucht man nicht viel zu sagen. Alles geht sehr langsam und träge, aber schlussendlich bekamen die Arbeiter die Bühne doch noch fertig. Für einen Dienstag war das Konzert mit circa 200 Leuten relativ gut besucht und nach der Show gab es den alltäglichen Absacker mit Bier und Pasta.

20.4 Rom, IT (Traffic Club)

Jetzt sind wir zwei Tage in Italien und ich habe schon die Schnauze voll von diesem Land. Je weiter wir in den Süden kamen, umso langsamer werden die Leute beim Arbeiten. Unglaublich aber leider wahr. Was mich am meisten ankotzte waren die unsauberen Toiletten und scheißen im Stehen geht gar nicht. Wenn man da ein wenig zu viel gebechert hat, dann ste-hen einem meistens die Schuhe im Weg. Aber die Show war OK. Das Einser Menü mit ekliger Pasta und Bier gab es natürlich auch wieder. Um den grausigen Geschmack der Pasta weg-zubringen, soffen wir am Abend ein wenig zu viel, was ich am nächsten Tag bitter büßen musste. Meine Stimmbänder machten ein wenig Probleme, aber die verschwanden dann am späten Abend wieder. GOTTSEIDANK. Paul Speckmann nahm das ziemlich cool und sagte nur „That´s Rock’n Roll“ my Brother.

21.4 Livorno, IT (Cavern Rock Club)

Die Anfahrt war eine Katastrophe! Durch die engen Straßen in der Stadt passte der Bus kaum durch und es war auch kein Parkplatz vorhanden. Zu unserer Überraschung war aber wirklich viel los. Die Leute waren von uns begeistert. Ich denke die stehen dort auf richtig fette Thrash Mucke.

22.4 Mestrino-Padova, IT (Tacu Tacu Club)

Da die reguläre Location kurz vor der Tour in die Pleite geschlittert ist (kein Wunder, bei dem Arbeitstempo), mussten wir im Tacu Tacu Club spielen. Meiner Meinung war diese Halle, oder wie man dieses Scheißhaus nennen darf, absolut nicht metaltauglich. Das war wirklich ein schrecklicher Veranstaltungsort, der nicht sonderlich zu empfehlen ist.

23.4 Torino, IT (Lapsus)

Als wir in Torino ankamen mussten wir das gesamte Equipment in die Fahrzeuge der Italienischen Veranstalter packen, weil wir mit dem Tourbus nicht in die City durften. Die spinnen die Römer.

Nach einem zehnminütigen ,ewig langen Fußmarsch kamen wir bei der Halle an. Eine große Bühne, tolle PA Anlage und ein super Publikum. Also diese Location machte so einiges wieder gut, was wir in Italien erlebt haben.

24.4 Parma, IT (Oniricia)

Heute gab es für die Fans das volle Programm. Beim Festival (Road to Nightmare) kamen mit uns gleich zehn Bands zum Zug. Die deutschen Urgesteine von DARKNESS waren meiner Meinung nach die bekannteste Band. An der Wand im Club hing eine ungefähr 10 Meter große „Freitag der 13“-Maske. Sehr cool! Fans und Bands waren absolut zufrieden. Das Konzert war äußerst ordentlich organisiert, auch das Catering war diesmal vom Feinsten. Also doch noch ein versöhnlicher Abschluss vom ersten Teil der Tour, die uns sehr viel Spaß gemacht, aber einem alles abverlangt hat. CHEERS

So liebe Stormbringer Leser! Ein kleines Wort noch über die komplette Crew.

Also Paul Speckmann von MASTER ist ein ausgesprochen netter Zeitgenosse, wie ich es mir nie gedacht hätte.

Die Jungs von SOUTHWICKED und ganz speziell Allen West (OBITUARY) sind wirklich sehr sympathisch.

Uns da wären noch die Burschen aus Kalifornien DESTROY THE OPPOSITION, die wir sehr in unser Herz geschlossen haben. Die wissen wirklich wie man eine richtig fette Party feiert.

KEINE FRAGE - Es war sicher hart für uns, mit lauter Death Bands zu touren! Jedoch hat jeder Death Fan mit "normalem" Metal angefangen und so gelang es uns im Nu, die Leute zu begeistern und mitzureißen! Und wie schon gesagt mit den Jungs der anderen Bands vor allem PAULIII Speckmann, oder MR West gab’s überhaupt keine Probleme. Ganz im Gegenteil, die alten Herren fühlten sich wieder wie in ihrer Anfangszeit. Denn so viel Party, haben sie schon lange nicht mehr erlebt oder sagen wir besser überlebt! Besonders Paul ist ein guter Freund geworden, den ich persönlich sehr schätze und uns sehr respektiert hat. Wir werden sicher in Kontakt bleiben und wer weiß, vielleicht gibt’s ja auch mal ein Speckmann/Kern Duett :) Und als Flop kann man die Tour wirklich nicht bezeichnen, den wir hatten einen Schnitt von 150- 400 Fans und die bekamen dafür von allen Bands, eine zünftige Death/Thrash/Metal Vollbedienung.

Abschließend würde es uns sehr freuen, wenn ihr unsere neue CD „Dark and Cold“, die im Mai über Massacre Records erscheint, mal antesten würdet.

Da gibt es richtig was auf die Mütze und ich bin mir Angesichts dieser deftigen Ladung Metal gar nicht sicher, ob die Tiroler Jungs nicht Eier aus Stahl haben oder Stahlkugeln scheissen -Pure Fucking Thrash Metal eben - Manfred

Marco Kern, Dominik Eder, Rene Auer, Matthias Mai


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