SERGEANT STEEL goes USA! - Part 2

Text: Sandy
Veröffentlicht am 13.01.2012

Was wäre Ami-Land ohne Fast Food? Keine Ahnung, wir lassen es uns auf jeden Fall schmecken. Zumindest solange bis uns der Fraß zum Hals raushängt. Neben den in Österreich bekannten bzw. vertretenen Schachtelwirten gibt's in den Staaten auch eine Menge kleiner und größerer Betreiber einschlägiger Futterkrippen, von denen man hierzulande noch nie etwas vernommen haben dürfte. Nach dem Motto 'Gut und günstig' lässt sich fast überall etwas Anständiges preiswert einwerfen.

Bei Krystal Burger kommen wir jetzt sogar in den nächsten, in allen 420 Filialen aufliegenden, Newsletter. Wie geht das? Ganz einfach: So wie auch im Supermarkt, Liquor Store oder an der Tankstelle scheinen sich die Leute generell sehr für unsere Herkunft zu interessieren (man kommt dabei sehr schnell in einen netten Small-Talk), und das nicht nur aus Höflichkeit: Die Krystal-Managerin Kat Speer, selbst nebenbei begeisterte Musikerin, erblickte auf der Facebook-Seite unseres Drummers Kevin einen Schnappschuss ihrer Filiale mit einem Vermerk über den ‚friendly staff’. Somit ergab eines das andere... aber zurück zum eigentlichen Thema: Essen. Zum Lunch mit Michael (Wagener) geht's immer in eines der zahlreichen 'richtigen' Restaurants: Von dem, was die Amis unter "mediterran" verstehen, bis hin zu asiatisch und mexikanisch geprägten Häusern. Vor allem das engagierte Personal und die allgemeine Freundlichkeit sorgen auch hier für sehr zufriedenstellenden Service. Da hält sich die Vorfreude auf die grantelnde Bedienung in der heimischen Gastronomie in Grenzen!

Gut gestärkt, das muss Mr. Wagener bei unserem Material auch sein. Die zum Teil sehr aufwendig produzierten Tracks sind keine Allerwelts-Mucke, sondern machen ziemlich viel Arbeit. Als Meister seines Fachs arbeitet Michael die Herausforderung jedoch souverän ab. So zum Beispiel auch den Mid-Tempo-Faserschmeichler ‚Don’t Give It Up’. Erinnerungen an DEF LEPPARDs ‚Hysteria’, oder ‚Is This Love’ von WHITESNAKE werden dabei bewusst wachgerufen. Das extrem eingängie ‚Give Me A Call’ gehört zu den persönlichen Favoriten des ‚No More Tears’ (OZZY OSBOURNE, 7xPlatin in den USA)-Abmischers. Der balladeske Beginn steigert sich zu einer rockigen zweiten Strophe und Refrain, ganz im Stile eines ‚Sweet Child O’ Mine’ (GUNS’N’ROSES). Zum Schluss gibt’s den Chorus nochmal mit Gospel-Touch als Reprise.

Besonders beeindruckend wird’s, wenn Wagener Gitarren-Sounds einstellt: Möglichst mit beiden Händen gleichzeitig an einem riesigen Rack voll Amps (die sogenannte ‚Wall Of Doom’!!!) herumschraubend, entlockt er der Technik Resultate, welche uns mit offenen Mündern dastehen lassen. Das Ganze wird mitunter noch humorig kommentiert – da bleibt kein Auge (und vereinzelt Unterhoserl) trocken! Besonders unsere Tontechnik-Cracks Jack und Chuck sind schwer damit beschäftigt, sich etwas von den Fertigkeiten des gebürtigen Wuppertalers abzuschauen.

Die Abendgestaltung verläuft allermeistens nach dem selben Schema: Bier aus dem Kühlschrank und ab vor die Glotze. Schließlich haben wir im Miethaus Video-On-Demand. Derzeit kämpfen wir uns vor allem durch die dritte Staffel von ‚Breaking Bad’. Nach, des öfteren nicht wenigen, kleinen (wässrigen) Buds bzw. Heinekens geht’s glücklich und zufrieden ins King Size-Bettchen: American dreaming while living the american dream.


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