REQUIEM FOR METAL - Das Waldviertel bebt!

Veröffentlicht am 07.04.2014

Wann wurde die Idee zu dieser Veranstaltung geboren?

André Preiser: Also die Idee gab es schon sehr lange. Meine älteren Kollegen, die mich quasi in die Welt des Heavy Metals brachten, wollten unbedingt einen "metallischen" Event machen. Früher gab's die Veranstaltung jeden ersten Freitag im Monat, die letzten drei Jahre hat man familienintern beschlossen, es nur mehr einmal pro Jahr zu machen.

Wer hatte die Idee, was war der Auslöser?

Helmut Preiser: Das war mein ältester Sohn Marco und dessen Freund Andreas, der auch als „Master of Disaster“ DJ Öli in Metalkreisen bekannt und beliebt ist. Sie haben aber ein Jahr Überzeugungsarbeit leisten müssen, da ich doch Vorurteile gegen diese Musik und deren Hörer hatte. Zu Unrecht, wie sich herausstellte.

Wieviele Leute kommen so im Schnitt zum "Requiem"?

Helmut Preiser: Etwa 300.

Was macht die Diskothek Apollon so besonders? Beschreib sie mal jemandem, der sie nicht kennt!

Helmut Preiser: Allgemein, weil wir immer wieder versuchen eigene innovative, kreative Events zu gestalten und nicht abgelutschte Shows von Agenturen, die schon x-mal in sämtlichen Discos gelaufen sind. Bei den Metal-Nights im besonderen, weil wir eben damit eine Stilrichtung anbieten konnten, die kaum bis gar nicht in den Discos im weiteren Umkreis gespielt wurde. Besonders entgegen kam uns da der besondere Einsatz meiner drei Söhne, sowie eben unserem "Master of Disaster" DJ Öli, die in diesen Kreisen beste Kontakte hatten und haben.

Ihr seid ja ein Familienbetrieb, wer macht bei euch denn was ?

Helmut Preiser: Meine Frau und ich kümmern uns um das Organisatorische, weil dies ja auch unser Beruf ist und unsere Söhne helfen am Wochenende mit, damit die Events reibungslos ablaufen.

Nun ist Groß-Reinprechts ja das klassische Kuhdorf, wo sich Fuchs und Hase Gutenacht sagen. Wie kommt die Disco bzw. eine Metal-Veranstaltung denn bei den Anwohnern an? Gibt's da Reibereien?

Helmut Preiser: Da ja die Discothek schon seit 1972 besteht, gab es kaum Beanstandungen. Die Reinprechtser waren das ja schon von früher gewohnt. Allerdings wurden die „Metaller“ wegen ihres doch oft außergewöhnlichen Outfits argwöhnisch betrachtet. Es gab aber niemals irgendwelche Probleme. Im Gegenteil – Reibereien oder Raufereien gab's eigentlich überhaupt nie.

Was ist der Unterschied zwischen regulären Veranstaltungen und dem "Requiem"? Positive oder negative Erfahrungen?

Helmut Preiser: Bei normaler Disco ist das Publikum doch jünger und es gibt doch des öfteren kleinere Handgreiflichkeiten. Dies ist bei den Metal-Nights absolut kein Thema. Die Metaller sind eine einzige, große Familie. Wollen nur ihre Musik hören und sich wohlfühlen. Der Bierkonsum ist bei Metal Nights höher als bei normalen Disco-Nights. Allerdings ist der Umsatz bei normaler Disco höher. Dies hat schließlich auch, unter anderem, zum Ende der monatlichen Metal Nights geführt.

Eigentlich ein Paradoxon, aber naja. Euer Einzugsgebiet ist ja das ganze Waldviertel, oder?

André Preiser: Find ich gut, klingt gut, ist gut! Ja wir hatten schon die einen oder anderen Besucher aus Oberösterreich, welche extra für diesen Event angereist sind. Ich denke zurück an das hiesige "Stonecrusher Festival" (das wurde später leider in eine Indoor-Location verlegt), hier sind sogar Besucher extra aus Salzburg angereist - für mich selber immer wieder unvorstellbar. Aber eigentlich ein ganz toller Pluspunkt, weil wenn schon Leute von soweit her anreisen, dann kann der Event ja nur ein guter sein! Diesmal haben wir außerdem mit DJ Mike auch das erste mal offiziell Stormbringer an den Reglern vertreten!

Auch aus Wien und von weiter weg kommen mittlerweile die Leute, wäre das kein Grund die Veranstaltung öfter zu machen?

Helmut Preiser: Nein – und zwar aus folgendem Grund: Die Metal-Szene hier bei uns wurde leider sukzessive kleiner und daher auch logischerweise die Besucherzahlen geringer. Im Gegensatz dazu stiegen die Besucherzahlen der normalen Discotage. Für mich als Unternehmer war im Endeffekt wichtig, wie viel Geld am Ende des Tages in der Kasse war und da gab's eben nur eine Entscheidung.

Ihr bietet ja auch ein Disco-Taxi an, oder?

Helmut Preiser: Richtig. Aber nur im Umkreis von maximal 20 Kilometern. Denn da sind wir die ganze Nacht fast immer ausreserviert.

Könntet ihr euch auch vorstellen, mal eine Live Band zum aufheizen fürs Requiem zu engagieren?

Helmut Preiser: Also ich persönlich kann mir das nicht vorstellen, da die Erfahrungen damit eher negativ waren. Auch gibt’s dafür leider keinen wirklich geeigneten Platz im Apollon.

Was erwartet uns am 20.4. folglich bei euch?

André Preiser: Das Publikum erwartet ein weites Spektrum in Sachen Heavy Metal. Von „mayhemischem“ Black Metal bis hin zu klassischem Metal a la MANOWAR, aber auch ruhigere Töne werden erklingen, wie zum Beispiel LACRIMOSA oder STAIND. Ziel ist es, dass jeder Gast - was zu 100% ohnehin nie möglich sein wird - zufrieden gestellt wird. Wir achten darauf, dass auch jeder Metal-Stil gespielt wird. Die Vielfalt macht’s aus. Ich persönlich kenne keinen anderen Club wo so abwechslungsreich aufgelegt wird wie bei uns!

Plant ihr irgendwelche Sonderaktionen, Happy Hour oder dergleichen?

Helmut Preiser: Es ist noch nichts Konkretes geplant, aber das kann sich täglich ändern.

"Requiem For Metal" klingt als wolltet ihr den Metal zu Grabe tragen. Wer kam auf den Namen?

Helmut Preiser: Auf diesen Namen kam ich, da wir eigentlich nur noch einmal eine Metal Night machen wollten und diese zum aller letzten mal. Wir wollten damit die MN mit einem tollen, allerletzten Event zu Grabe tragen. Da aber bei besagtem"Requiem"der Andrang so riesig war, sagte ich mir: na, dann probieren wir das auch die nächsten Jahre und es soll als eine Art Hommage an die tollen Metal-Nights der vergangenen Jahre gesehen werden. Bis dato gibt uns diese Entscheidung recht.
Noch kurz was zu mir: Durch die Metal Nights und auch durch den Einfluss meiner Söhne wurde ich mit der Zeit selber zu einem Metal-Fan, und das im derzeitigen Alter von 54! Mittlerweile läuft in meinem Büro den ganzen Tag fast ausschließlich ein Metalsender aus dem Internet. Mein I-Pod ist mit Metal bestückt und vor Mountainbike-Downhills wird aggressiver Metal laut gehört, denn der wirkt einfach wie Doping (was auch wissenschaftlich bewiesen ist). Das bringt bis zu 5 km/h mehr!
Meine Lieblingsbands: ROB ZOMBIE, DISTURBED, KORN, METALLICA, AC/DC, RAMMSTEIN, MARILYN MANSON, LETZTE INSTANZ, VOLBEAT, MOTÖRHEAD und noch viele, deren Namewn ich gar nicht kenne!

Also, wer bei harter Musik gepflegt abfeiern möchte, dabei auf eine nette, familiäre Umgebung nicht verzichten mag und sich den Wanst im angrenzenden Gasthaus mit gutbürgerlicher Küche vollschlagen will, der schwingt seinen Hintern am Ostersonntag (20.4.) doch bitte nach Groß-Reinprechts!

https://www.facebook.com/events/376514849157754/?fref=ts

http://www.disco-apollon.at/de/1634029/Welcome.html


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