MIDRIFF TOURBLOG

Veröffentlicht am 07.05.2014

Die heimische Rock-Hoffnung MIDRIFF wird nicht zu Unrecht als heißes Eisen gehandelt und so durfte das Trio um den singenden Drummer die bereits durchgestartete MelodicMetal-Größe SERENITY auf ihrer "War Of Ages"-Tour 2014 als Support begleiten. MIDRIFF-Basser und Rampensau Jeremy (Lentner) griff für STORMBRINGER in die Tasten und läßt den Leser hautnah dabei sein, wenn die Band durch halb Europa tourt und den schweißtreibenden Energy-Rock, der die Band schon auf ihren bisherigen Veröffentlichungen (etwa "Broken Dreams" (zum Review)) auszeichnete, auf die Bühnenbretter brachte. Dass das Leben "On The Road" neben geilen Live-Shows, unvergesslichen Erlebnissen und großer Party auch seine Längen und Tücken haben kann, beweist das folgende Tourtagebuch, für das ich an JEREMY von MIDRIFF übergebe, frei nach dem Motto "Quer durch Europa und dann heim zur Fleischkäsesemmel":


In Zusammenarbeit mit STORMBRINGER wird mir die Ehre zuteil, einen kleinen ROAD-REPORT über unsere erste Nightliner-Tour als Support von SERENITY zu schreiben. Die Fotos im Bericht stammen von unserem Sänger/Drummer Paul, der nebenbei der Photoexperte in der Band ist...do it yourself – auch beim Tourbericht.

Tag 1, Do 10.4.2014:
First Contact
Mein erster Gedanke beim Aufwachen an diesem Donnerstag: „Endlich geht es los.“ Aufgrund der Vorproduktion zum neuen Album spielten wir erst wenige Shows in diesem noch eher jungen Jahr und sind natürlich nur heiß auf eins – Touring.

Endlich! Also, die letzten Dinge werden gepackt und ab nach Innsbruck. Get in, Begrüßung, gegenseitige Vorstellung, das altbekannte Ritual eben – nur dass man mit den zum Teil gerade erst begrüßten Leuten einige Tage in einem Bus verbringen wird. Noch hat Moritz (Neuner, auch Drummer von DORNENREICH), unser Tourmanager, einige Bedenken, weil wir jedes Mal unser eigenes Drumset und In-Ear Pult aufbauen, doch die verfliegen nach einem zackigen Umbau und wir haben grünes Licht für die Operation „Bring Your Own Drumkit“ auf der gesamten Tour. Der Gig läuft für uns dann nicht ganz so rund, es schleichen sich die einen oder anderen technischen Problemchen ein, uns ist es ziemlich egal, und das Publikum rockt sich den Arsch gewaltig ab – so soll Rock’n‘Roll sein. Tolle Stimmung, die Leute sind heiß für den Header. Job done for MIDRIFF!

Wir bringen mal alle unsere Equipmentparts zum Bandbus, verladen unser Gerümpel und haben noch eine lustige Party am Merchandise. SERENITY haben die Leute voll und ganz im Griff, ein toller Konzertabend geht zu Ende und ein Großteil des Equipments der beiden anderen Bands wird in unseren Anhänger geladen, damit der Transfer morgen nach München gut über die Bühne geht.

Anm.: Den ausführlichen Livereport aus dem Weekender Club Innsbruck, der auch den Kick Off zur Tour bildete, könnt ihr => Hier nachlesen.

Tag 2, Fr 11.4.2014:
München - Wheels on Fire, oder: Nochmal Glück gehabt!
Ein grandioser Tourstart liegt hinter uns, besser könnte man es sich nicht vorstellen. Aber heute wird es ernst. Schließlich steigen heute alle Bands und Crew in den Nightliner um – unsere allererste Tour im großen Tourbus. Wie wird es wohl sein? Kann man gut schlafen? Die Fahrt geht mit Van und Trailer nach München. Genauer gesagt in das uns von der GODSIZED-Tour 2013 und einigen Clubshows schon bekannte Backstage Areal. Einer meiner persönlichen Lieblingsclubs – und es wird sich auch heute wieder bewahrheiten, warum ich dieses Areal einfach gern hab.

Doch zuvor machen uns die Bremsen unseres Anhängers etwas Schwierigkeiten. Bei der Fahrt nach München bemerken wir ein seltsames Schleifgeräusch an der linken Trommelbremse des Hängers. Ausfahren auf die nächste Raststation, Begutachtung. Resultat: Die Felge ist überhitzt, langsames Weiterfahren und regelmäßiges Kontrollieren ist angesagt. Bei den nächsten Rastplätzen kühlen wir das gesamte Rad und können so mit etwas Verspätung, aber unbeschadet das Backstage erreichen. Get in, Begrüßung, dasselbe Ritual...
Load in des gesamten Equipments – wir hatten ja auch das Equipment der beiden anderen Bands im Trailer, und der Soundcheck kann losgehen.

Als Support machst du immer als letztes den Soundcheck, das bedeutet, dass man sehr viel Zeit mit Warten verbringt, oder in unserem Falle mal das Cateringbuffet stürmt. Wer uns kennt, der weiß, dass wir ein eher verfressener Haufen sind, und uns gern Backstage die eine oder andere Köstlichkeit einverleiben. Dies war auch heute so, Kompliment an das tolle Catering.

Nach dem Essen der altbewährte Soundcheck, Merchandisestand aufbauen und noch kurz Chillen im Backstage, ab geht’s auf die Bühne. Wir stimmen den ersten Akkord von „Hard Way“ an, die Fäuste in die Höhe und der gut besuchte Backstage Club ist voll dabei – geil!

Gleich noch die neue Scheibe „Outcry“ nachgeschoben, gehen die Leute in den ersten Reihen bereits richtig gut ab und zu „Pumping Iron“ finden sich auch ganz hinten bangende Häupter. „Broken Dreams“ scheinen im Publikum bereits einige Besucher aus dem Internet zu kennen und „The Regime Falls“ geht der Band und Publikum in Mark und Bein. Vor dem letzten Song gibt’s Jägermeister zu den Klängen von AC/DCs „The Jack“ und mit „Before I Wake“ schließen wir unser Anheizerset – die Meute ist heiß genug für die beiden anderen Bands. Job gut erfüllt, Changeover, von der Bühne, an den Merch und dann mal Duschen. BEYOND THE BRIDGE heizen das Publikum weiter an, und SERENITY bringen ihre Fans schlussendlich zum Springen, tanzen und total zum Abfeiern.

Geiler Abend, aber jetzt folgt der unangenehme Teil – Load out. Das ganze Equipment von Bühne und Backstage muss in den Trailer des Tourbusses. Das erste Mal Tetris mit dem Tourequipment ist natürlich etwas mühsam. Ein System soll gefunden werden. Heute ging es überraschend schnell, Bubi und Michi, die beiden Crewmembers laden den Trailer, zack – alles drin. Abfahrt!

Jetzt müssen noch die Kojen bezogen werden, alles tiptop...aber es blieb immer noch die Frage: Wie gut können wir da pennen? Noch ein, zwei, drei Bierchen in der Lounge und ab in die Falle.

Anm.: Den Livereport vom München-Konzert von STORMBRINGER-Kollegin Anthalerero findet ihr => hier.

Tag 3:
Flensburg – die Halle mit der Wursttheke
Nach einer überraschend guten Nacht im Tourbus (man schläft wirklich ganz gut in seiner 90x190cm Koje) bewege ich mich mal langsam ins untere Geschoß des Nightliners und nehme mir mal eine Flasche Wasser aus dem Kühlschrank. Wir stehen im Stau (eigentlich das normalste der Welt – zumindest auf deutschen Autobahnen). Der Umgebung zufolge müssten wir schon sehr weit im Norden sein, Hafenanlagen waren sichtbar. Flensburg kann nicht mehr weit sein. Die Tür zur Frontlounge geht auf, eine junge Frau läuft mir gut gelaunt entgegen, verschwindet im Klo, kommt wieder, läuft zurück und ab ans Steuer des Nightliners. „Hi, ich bin Jule!“ Unsere Busfahrerin für die nächsten 12 Tage. Wie sich die nächsten Tage herausstellt, eine sehr lustige, gut gelaunte Person, Mitte Zwanzig, die den Tourtross mit viel Heiterkeit bereichern wird.

Nach einiger Stauzeit war mal eine Pinkelpause fällig, und natürlich wurde eine Raststation mit Fastfoodkette angesteuert. Alle mal einen Burger zum Frühstück gegen 13 Uhr verputzt und weiter geht die Reise. Das ROXY Flensburg ist ein nicht gerader kleiner Club. An den beiden Seiten des Clubs gibt es nicht wie sonst nur eine oder mehrere Bars sondern Theken, wie man sie vom Wurst- und Käseverkauf in Supermärkten kennt. Man kann dort auch so ziemlich alles kaufen, was man an einem Abend verzehren möchte. Popcorn, Bier, Snacks, norddeutsche Spezialitäten und noch vieles mehr. Sonderbar!

Egal, erstmal das Get in, Catering stürmen, damit der praktisch leere Magen was abbekommt. Soundcheck – warten bis die Show beginnt. Fette Show, wir sind voll drin und auch bei BEYOND THE BRIDGE merkt man, dass sie sich schön langsam wohl auf der Bühne fühlen, Maggy, die Sängerin wurde ja erst rund zwei Wochen vor der Tour angeheuert. Ich habe mein Debut als Gastmusiker bei SERENITY und spiele mit einer kleinen Akustikgitarre mit Chris zusammen den Song „Journeys End“. Jubel!

Leider ist die Show heute nicht gut besucht, und alle hoffen, dass es so nicht weitergeht. Load out, Buscall um 02.00 Uhr, Bierchen im Bus und die erste Party mit DJ Prestige aka Chris steht an. Wie Chris auf diesen etwas sonderbar wirkenden Künstlernamen kam, ist uns allen noch ein Rätsel – naja...das Rätsel hat eine Lösung, doch diese verraten Paul oder Josh nur unter Alkoholeinfluss und starkem Hunger auf einer ekligen Raststätte irgendwo zwischen Mexiko und Kasachstan. Chris legt allerdings unermüdlich mit iPhone und seinem kleinen Ghettoblaster im Bus auf und gibt die Richtung an, in welche die Aftershow-Parties in den nächsten Tagen gehen sollen. Für mich gibt’s jetzt aber mal nur Bett!

Tag 4:
Almelo - oder das Kaff, in dem alles geschlossen hat
Gegen 10 Uhr rollt der Bus an der Location vor - Naxt Stage Almelo. Ein freundlicher Holländer begrüßt uns in kurzen Hosen und Armeestiefeln, nicht nur ein modischer Fehlgriff, es war auch arschkalt an diesem Morgen. Josh, Paul und ich versuchen mal Handtücher im kühlen Wind zu trocknen, mit mangelndem Erfolg. Get in ist auf 13 Uhr angesetzt, wir müssen also unser Mittagessen/Frühstück selber finden. Wir machen uns auf den Weg, zu Fuß - ob das ein Fehler war? Auf dem Busnavi wird uns nicht weit entfernt eine Tankstelle angezeigt. Voller Hoffnung auf ein kleines Frühstück machen wir uns auf den Weg, fragen die ersten Passanten um Rat, erreichen hoffnungsvoll die Tanke: "Sonntag geschlossen" - eine Tanke? Brauchen die Holländer sonntags keinen Treibstoff? Angeblich nicht, da fährt ja alles mit dem Fahrrad.

Wir ziehen die Straße entlang weiter Richtung Stadtzentrum...nach einigen Minuten Gehzeit, irgendwie wird es immer kälter und windiger, erreichen wir den Bahnhof. Endlich, Klo! Doch weit und breit nichts zu futtern. Alle Cafés, Restaurants oder Imbissbuden haben zu. Und es ist Sonntag, 11 Uhr. Fußmarsch, knurrender Magen, wir biegen um die Ecke und sehen ein großes, gelbes M. Wir freuen uns, kommen näher und sehen, dass das "M" geschlossen hat. Sonntags erst ab 13 Uhr geöffnet. Es muss in den Niederlanden ein Gesetz geben, dass man aus bestimmten, wahrscheinlich gesundheitlichen oder energiesparenden Gründen, erst ab 13 Uhr Nahrung zu sich nehmen darf.

Frustriert treten wir den Rückweg zur Venue an...Load in...und endlich: Buffet! Der restliche Tag verläuft wie jeder Tourtag, warten, alles Aufbauen, Merchandisestand schick herrichten etc. Nur diesmal alles etwas früher, denn es ist eine in Holland so oft praktizierte Nachmittagsshow...d.h. der Local Support fängt an diesem Sonntag bereits um 17.00 an.

Die Show läuft wie am Schnürchen, alles fein, die Leute gehen ab, wir spielen zwei Songs mehr als sonst und verabschieden uns mit Jägermeister. Ich schaffe es sogar, dass ich denselben Song zweimal ansage, aber gecheckt hat’s nur Jule, unsere Busfahrerin. Nach dem Gig trinken Paul und ich noch ein paar von den Kräuterlikörchen – ich geh wieder als Gastmusiker auf die Bühne - SERENITY haben ihre Fans total im Griff, tolle Show, cooler Sound, angenehme Location und die Party geht im Bus weiter...DJ Prestige ab 00.00 den Decks. Etwas angetrunken fallen wir in die Kojen und bekommen vom Transfer Holland - Köln so gut wie gar nichts mit, bis wir in Köln aufwachen.

Tag 5:
Köln - Aprilwetter - ein Auszug aus dem Lehrbuch für erstsemestrige Metreologiestudenten
Der Bus steht hinter dem Underground in Köln, ein trostloser Parkplatz irgendwo außerhalb von Köln. Einer nach dem anderen stolpert, mehr oder weniger wach, im Laufe des Vormittags aus dem Bus, und alle stellen wir uns die gleiche Frage: Wie kommen wir von diesem verdammten Parkplatz weg. Dieser ist durch ein großes Tor gesichert, eine Mauer geht ums Gelände, und beschützt alte Autos vor Diebstahl – oder die Diebe von der Polizei? Man weiß es nicht. Nun ja... Tourmanager Mo eröffnet uns das Geheimnis des Türcodes und wir können diese nicht gerade parkähnliche Fläche verlassen. Unser Weg führt uns in den rund 200 Meter entfernten Burger King – wohin auch sonst?! Aber dort finden wir eigentlich alles, was wir brauchen. Ein Waschbecken, Toiletten und etwas zu essen. WLAN versuchen wir leider vergeblich zu finden. Nach einiger Zeit im oberen Stockwerk dieser besagten Fastfoodkette (wir hatten einen tollen Überblick auf unseren Parkplatz) kommen wir zum Entschluss, in die Stadt zu fahren. Immer wieder fängt es an zu regnen, die Sonne scheint, es schüttet, Aprilwetter Deluxe und man kann sich nie sicher sein, ob man trocken von A nach B kommt.

Bei diesen Aprilwetterbedingungen bauen unterdessen Georg (Neuhauser, SERENITY-Sänger) und Jule den Scheibenwischermotor des Busses aus, welcher in der Nacht den Geist aufgegeben hat – doch so richtig zur Funktion ließ sich dieser auch nach einer Frischluftkur nicht überreden. U-Bahn Stationen werden ausgecheckt und ab geht es in die City. MIDRIFF wollen ja schließlich in der Nähe des Doms etwas Straßenmusik machen, da wir ja keine Show in Köln booken konnten. Ein eisiger Wind weht uns auf der Domplatte entgegen, wir suchen uns ein gemütliches Plätzen, und fangen an „Garden Of Stone“ zu spielen. Der gegenüber bettelnde Punk ist davon nicht so angetan, obwohl er dennoch nach seiner Pöpelaktion zur Musik mitwippen beginnt. Nach zwei Songs fängt es an, wie aus Kübeln zu regnen, wir packen zusammen und beschließen, eine feine Kölner Bratwurst inklusive Kölsch zu uns zu nehmen.

Den restlichen Tag sind wir beschäftigt, ein Vorhängeschloss für unseren Trailer zu besorgen, irgendwie haben wir unseres verloren und den Trailer die letzten Tage mit einem Stück Stacheldraht vor „Einbrechern“ geschützt. Alles was wir auftreiben können ist ein gelbes Liebesschloss, welches normalerweise mit den Initialen der Verliebten an die Rheinbrücke gehängt wird.

Zurück am Bus müssen wir feststellen, dass unsere Biervorräte leider zur Neige gehen und der Einkauf in der Videothek gegenüber unerlässlich scheint. Ein paar Mutige aus unserem Bus trauen sich noch auf die überaus schräge Party, die gerade im Underground läuft. Beim Eintreten in die Halle wird mir klar, warum zwei Typen heute den ganzen Tag Matratzen, Polster und Couchen aus einem Container auf dem Parkplatz räumten. Das war einfach eine riesige Polstersitz- und Kuschelparty. Aber von Party weit und breit keine Spur. Da saßen Leute mit iPad in der Hand und tranken O-Saft? Ist das Party? Wir haben das mal relativiert, und uns das ein oder andere Bierchen gegönnt, schließlich war es ja sehr gemütlich auf der Couch. Aber dann, zurück in den Bus. Das allabendliche DJ Set von Chris beschließt den Tag und wir gehen irgendwann schlafen.

Tag 6:
Frankfurt – Polizeikontrolle
Auf dem Weg von Frankfurt nach Köln am Dienstagmorgen werden wir von einer Zivilstreife der Polizei auf den Pannenstreifen geholt. Alle Mann und Frauen raus aus dem Bus, Ausweiskontrolle, etc. Begründung der Polizisten: „Wenn eine so junge Frau einen Tourbus lenkt, müssen wir schon mal überprüfen, ob sie auch einen Führerschein dafür hat.“ Die Polizisten wissen allerdings noch nicht, dass Andi (Andreas Hirzinger, SERENITY-Drummer) einen äußerst guten Schlaf hat und der für die Ausweiskontrolle auch geweckt werden muss. Georg übernimmt dieses Himmelfahrtskommando. Ihm gelingt es tatsächlich, den schlafenden Jesus zu wecken. Das blühende Leben sieht anders aus, aber Andi schafft es, sich bei den Polizisten mit einem höflichen „Mahlzeit“ persönlich vorzustellen.

Die ganze Travelparty steht nun vor dem Bus auf dem Pannenstreifen, irgendwo in der arschkalten Einöde zwischen Köln und Frankfurt. Team Österreich 1 und 2 sind vollzählig angetreten, Team Deutschland, Team Italien, Team Frankreich und Team Belgien haben es auch geschafft – die Polizisten kommen mir etwas verwirrt vor, angesichts der vielen Leute und Nationen im Bus, lassen uns dann aber weiterfahren. Wir hatten auch auf dem Pannenstreifen Spaß, mussten uns aber einige Bemerkungen verkneifen – einen längeren Urlaub auf der Raststation wollten wir uns dann doch ersparen und mir erscheint es als schweres Wunder, dass Georg den Polizisten nicht das ein oder andere T-Shirt zum doppelten Preis angedreht hat – er unterhielt sich plötzlich mit den Beamten sehr gut.

Angekommen in Frankfurt verfahren wir uns mal ein wenig, aber nicht so schlimm, denn Dömsen von BEYOND THE BRIDGE ist ja ein Eingeborener, äh, also Frankfurter. Wie ein Scout lotst er den Bus zum "Nachleben" und das Tourmonster wird mal fein in der Frankfurter Innenstadt geparkt. Der Bus zieht natürlich viele Blicke auf sich, na klar – sieht selbst ein Frankfurter nicht alle Tage.

Get in, Catering, Soundcheck, Essen, Stagetime, Vollgas. Geil, besser geht’s nicht, Merch, Load Out und Essen. Was hab ich jetzt vergessen? Ja genau, Dusche! Die gab’s an diesem Tag nicht, weil das Nachtleben über keine Duschen verfügt. Egal, stinkig in den Bus, macht doch eh nix, Bierchen, und natürlich Party mit DJ Prestige an den Decks. Heute ist "Austrian Night & Deutscher Schlager" angesagt.

Tag 7:
Dortmund – Duffy McCool – die Ente, die jeder kennt
Ich wache irgendwann morgens auf, na gut, es war doch schon zehn, und steige aus dem Bus. Wir sind schon da. FZW Dortmund, scheint ja ein schmucker Laden zu sein. Großer Parkplatz, nebenbei irgendwo die Gleisanlagen der Eisenbahn und gegenüber eine große Baustelle. Alles klar. Auffallend gutes Wetter – also alle feuchten Bühnenklamotten raus aus dem Bus, und ans Geländer gehängt, damit ich heut mal ein trockenes Bühnenoutfit hab. Meine Bühnenjeans hab ich eh schon an, getrocknet muss ohnehin nur ein altes T-Shirt und meine MOTÖRHEAD-Weste werden. Fabio kommt der sonnige Tag jedoch sehr recht, seine Lederklamotten müffeln doch schon etwas.

Gleich nach dem Get in machen wir uns natürlich über das Catering her. Genial! Tolles Essen, und es gibt Duschen, auch wenn diese von MIDRIFF erst nach der Show benützt werden. Obwohl wir ja heute nur im kleinen FZW spielen ist die Bühne schön groß, der Changeover kann wieder einmal ohne gröbere Schwierigkeiten von statten gehen und alles läuft. Soundcheck machen wir auch mal einen und wir haben noch sehr viel Zeit bis zur Stagetime. Ich geh kurz telefonieren, und höre wieder jemanden auf Pauls Drumset trommeln...aber das klingt nicht nach Josh, Paul oder Andi. Jetzt wird es interessant. Ich marschiere wieder in die Halle. Auf der Bühne steht Paul auf dem Egoriser, Josh an der Gitarre und Jule, ja Jule hat ihre erste Drum-Lesson und rockt gleich zum Megahit von den WHITE STRIPES, „Seven Nation Army“. Wenn das mal nicht cool ist. Das denkt sich nach ein paar Minuten auch der örtliche Tontechniker und öffnet die Kanäle am Mischpult. Wuchtig kommt das Drumset und Jule grinst. Die gesamte Tourmannschaft feiert in der ersten Reihe – was für ein Riesenspaß!

Der Abend verläuft auch wunderbar, alle Bands heizen dem Publikum ordentlich ein, toller Sound und super Stimmung. Das SERENITY-Publikum zeigt wieder einmal, wie offen es dem MIDRIFF-Sound gegenüber ist und wir haben noch eine Menge Spaß am Merchandise. Ein treuer SERENITY Fan bringt zum zigten Male seine Plastikente, „Duffy McCool“ mit, welche von allen Musikern signiert werden musste, ein etwas schräges Ritual, aber die Ente wird für einen guten Zweck versteigert. Heute haben wir einen sehr strengen Zeitplan und müssen die Location früh verlassen. Abbau, Load out und den für Ladetätigkeiten zuvor abgekoppelten Trailer wieder an den Bus hängen. Geschafft, ab in den Bus und nach Hamburg. Heute gibt es Rockabend mit DJ Prestige.

Tag 8:
Hamburg – unsere Wohnung ist weggefahren
DJ Prestiges Parties werden immer feiner, er heizt gehörig ein, ist zudem bereits immer perfekt vorbereitet – er lädt schon unter Tags die Songs für den Themenabend von Spotify. Ja, es war wieder etwas länger heute, aber dennoch falle ich recht früh aus meiner Koje. Mal schauen, wo wir hier gelandet sind. Ich tappe mal vorsichtig in die Location. Kulturpalast Hamburg, im Keller das Bambi Galore, der heutige Ort des Geschehens. Toilettenanlagen haben die mal große, das passt – so und nicht anders sind meine ersten Gedanken. Gleich darauf finde ich schon mal einen Ansprechpartner, er zeigt mir die Bühne, den Backstagebereich und gibt mir auf einem Blatt Papier ein Passwort fürs WLAN. Hier ist der Haken: wie kann man auf einen Zettel ein dermaßen bescheuertes Passwort drucken, sehr kompliziert obendrein, das dann nicht mal funktioniert. Nach einer Viertelstunde wurden alle Möglichkeiten ausprobiert und dann hieß es: „we are online!“

Chris, Paul, Josh und ich beschließen gleich mal in die Stadt zu fahren, da ohnehin erst gegen 16.00 Load in angesetzt ist. Ein paar Meter vom Kulturpalast springen wir in die U-Bahn und steigen im Stadtzentrum aus. Toll, gleich mal bisschen Sonne genießen an der Alster, und ab in die Speicherstadt. Nette Stadt, gefällt uns. Wir marschieren Richtung Hafen, finden ein nettes Restaurant und genießen unser Mittagessen bei sonnigem Wetter an der Frischluft. Nach einem kurzen Abstecher in ein Kaufhaus machen wir uns auf den Heimweg. Zurück am Club war kein Bus da. Der Anhänger sehr wohl. Doch der Schlüssel für das zuvor erwähnte gelbe Liebesschloss am Hänger war im Bus.

Warten, nützt doch eh nix. Mit etwas Verspätung kommt der Bus wieder retour aus der Werkstatt, der Scheibenwischermotor läuft wieder, und wir können mit dem Laden beginnen. Unvorstellbar, dass diese sehr kleine Bühne groß genug war für zwei sechsköpfige Bands, ein Trio und zwei Drumsets. Aber irgendwie schafft man dann doch immer wieder das Wunderwerk, und bringt alle Equipmentparts auf der Bühne unter. Der Tontechniker macht sogar noch ein Bild, weil er eine in dermaßen bestückte Bühne noch nie gesehen hatte, zumindest nicht in seiner Amtszeit im Bambi Galore. Der Club ist gut gefüllt, die Leute gehen bei uns richtig gut ab, saubere Show, Jägermeister für die Crowd und der Gig ist schon wieder vorbei. Runter mit dem Equipment und gleich wieder alles in den Trailer, der Platz hinter der Bühne ist beschränkt. Am Merchandisestand wird gleich wieder gelacht, gequatscht und ein Bierchen getrunken. Dem Publikum schien es zu gefallen haben. „Journeys End“ ist auch heute auf einer kleinen Bühne der Hammer, die Leute singen mit und liegen sich in den Armen. Toller Abend, was will man mehr!

Der Buscall fällt heute etwas später aus. So können wir noch ganz gemütlich den äußerst gelungenen Abend nach getaner Arbeit an der Bar nachfeiern und eine Stunde später sind wir schon wieder auf der Autobahn Richtung Holland. Von der coolen Busfahrt über den Teich bekommen fast alle Reiseteilnehmer nichts mit und so rollen wir im Schlaf nach Purmerend, nördlich von Amsterdam.

Tag 9:
Purmerend – das Tourhighlight
Was für eine geile Location, und das von außen. Nach meiner, ich würde meinen Zustand noch eher als zombieähnlich bezeichnen, Wanderung zum Supermarkt auf der anderen Seite der Brücke (ich wollte mich versichern, dass in Holland heute kein Feiertag ist) kann ich einen Blick in das Innere des P3, der heutigen Location, werfen. Eines fällt auf: es ist alles so gut wie neu und echt groß. Jede Band hat ihren eigenen Backstagebereich, Duschen und WCs gibt es genügend und sogar eine Küche, in der wir uns etwas zu Essen machen können.

Natürlich wird gleich wieder das WLAN Passwort angefordert und wir verbringen mal ein bisschen Zeit vor dem Schirm. Es ist noch viel Zeit bis zum Soundcheck, also beschließen einige Personen unserer kleinen Reisegemeinschaft zu einem zuvor entdeckten Ramschladen zu marschieren, um einfach mal nach Herzenslust sehr lustige Kleidungsstücke zu probieren. Als ich bei der Rückkehr des Spähtrupps die Fotos gesehen habe, hab ich mich etwas geärgert, dass ich nicht mitgegangen bin, die Fotos entschädigen aber etwas.

Ansonsten verläuft dieser Tag ziemlich ähnlich wie bereits alle anderen Tage verlaufen sind. Wir bekommen überdurchschnittlich gutes Catering, tolle Bühne und der Techniker ist wirklich top. Eine sehr professionelle Stagecrew nimmt uns viel Arbeit ab und schafft sogar den Local Support in einer angemessenen Zeit auf- und wieder abzubauen. Vor der Show bringe ich noch den Biervorrat unseres Backstages in Sicherheit, man weiß ja nie, ob nicht die Local-Band nur zum Trinken gekommen ist. Wir sind ja morgen auf einem Festival in Belgien, da sieht es mit Catering unter Tags eher etwas schwer aus. Also, Bier in den Bus – und Showtime!

Wir spielen eine der geilsten MIDRIFF Shows die wir bislang gespielt haben, das Publikum ist der reine Wahnsinn und der Sound ist auch nicht von schlechten Eltern, alles in allem ein absoluter Hammerabend. Wir heizen dem Publikum richtig an, BEYOND THE BRIDGE und SERENITY finden schon ein anständig aufgewärmtes Publikum vor – so soll es sein.

Holland fällt einfach überaus positiv auf. Die Besucher sind super, alle wollen ein bisschen quatschen, der Merch läuft, die Location an sich ist super und die Veranstalter genießen nach Ende des Abends sogar noch ein Bierchen mit uns allen vor dem Bus und verabschieden die gesamten Tourpartie – das hat man auch nicht alle Tage.

Tag 10:
Mons PPM Fest – über viel zu kleine Hallen ;)
Für uns wird dieser Tag heute ja etwas gemütlicher, da wir nicht selbst spielen. Das Wetter ist gut, wir stehen im Backstagebereich des Festivals. Heute sind wir in der Expo Halle Mons, eine 10.000er Halle mit zwei Bühnen. Coole Atmosphäre, und es geht gleich mal los mit dem Verladen des Merchandise. Der soll ja schließlich stehen, wenn SERENITY auf der Bühne sind. Alles mal in einen alten, klapprigen Einkaufswagen geladen, oder sollte man überladen sagen, und ab zum Merchbooth. Heute helfen alle drei Bands zusammen, ein schneller Changeover ist auf der Festivalbühne wichtig. Doch eigentlich läuft alles sehr gemütlich ab. SERENITY spielen über die Festivalbackline und ich mache den Basstech für Fabio (Fabio D´Amore, SERENITY-Bassist). Kaum ertönt das Show-Intro (die "Game Of Thrones"-Titelmelodie), stehen auch schon viele Leute vor der Bühne. Für den Nachmittag wirklich ganz gut. SERENITY bringen die Expo Mons zum Beben, große Bühne und sehr gut gespielte Show. Alles wieder runter von der Bühne, rein in den Trailer und SERENITY sind schon am Merchandise, um Fotos mit den Fans zu machen.

Wir haben allerdings heute einen enorm straffen Zeitplan, da wir ja heute bis morgen Früh rund 1.100 Kilometer nach Wien zurücklegen müssen. Deshalb sollten wir auch unser Abendessen bereits gegen 17.30 Uhr erhalten, dass wir gegen 18.00 losfahren können. Doch es sollte ein bisschen anders kommen.

Gegen 17.15 Uhr weiß vom Cateringpersonal so gut wie niemand, dass wir gleich mit 20 Personen zum Essen kommen. Wir platzen dann einfach mal in den Cateringbereich, mussten dann aber die feinen Plastikgartenmöbel schnell gegen Bierbänke in der Halle wechseln. Das Essen war gut und das Dessert wurde noch in den Bus mitgenommen. Tschüss Belgien, wir fahren dann mal nach Wien. Heute ist irgendwie keiner so zum Partymachen zu begeistern. Die meisten liegen in ihren Kojen, schauen einen Film, lesen ein Buch oder schlafen. So auch ich... und eigentlich ist das auch mal sehr gemütlich. Etwas später schaffen es dann doch noch ein paar ins untere Stockwerk und DJ Prestige legt heute Alternativ-Klassiker auf. Eine lange Busfahrt steht uns bevor. Im Tourbook stehen mal 17 Stunden.

Tag 11:
Wien – der eigentliche Tourabschluss
Ich wache auf, sehe aus dem Fenster, schaue auf die Uhr und denke mir: das kann doch noch nicht Wien sein. Aber die Umgebung kommt mir sehr bekannt vor. Wir sind gut durchgekommen und bereits etwas früher in Wien als geplant. Gegen 11 Uhr stehen wir bereits vor dem Aera im ersten Bezirk, der Bus hat Strom, alles ist gut. Wir laden bereits vor Mittag in den Club ein, einige Leute schlafen noch im Bus, als die meiste Arbeit bereits getan ist. So bleibt uns ein wenig Zeit zu relaxen, ich find ein feines Platzerl in der Sonne und tätige mal einige Telefonate, es kostet ja nix, wir sind jetzt wieder in Österreich.

SERENITY haben sich mal ins Zentrum abgesetzt, Fabio soll endlich mal die Vienna-Basic-Sightseeing-Highlights kennen lernen. Wir haben uns den Tag gemütlich im Bus, vor und im Aeara vertrödelt. 19.00 Uhr Einlass, der Merch steht, 20.00 Uhr MIDRIFF auf der Bühne. Obwohl wir bereits die zweite Band sind, vor und nach uns spielen zwei lokale Bands, ist das Aera gesteckt voll und das Publikum macht mehr als ordentlich mit. An diesem Abend stimmt einfach alles. Super Show, ausverkauftes Konzert und eine extrem starke Show des Headliners. SERENITY räumen richtig ab, bringen das Aera zum Kochen und Georg zeigt, dass er als Entertainer einfach unschlagbar ist. Mein Gastauftritt bei „Journeys End“ wird für längere Zeit der letzte sein, die Festivalshow morgen ist ja nur knapp 70 Minuten lang und da wird auf Balladen vollkommen verzichtet. Die Leute sind aus dem Häuschen, mir macht es unglaublich Spaß und ein super Tourtag endet am Merchstand.

Der Promoter hat noch eine Party gegenüber organisiert, ist ja heute schließlich der letzte richtige Tourabend, morgen will jeder nur mehr heim bzw. hat eine lange Reise nach Hause vor sich. Jedoch sehe ich von dieser Party nicht viel, weil ich im Bus versumpfe. Irgendwann kommt DJ Prestige dazu, legt Sound auf, die Party ist im Bus. Bis 06.00 Uhr morgens müssen alle im Bus sein, denn dann geht es nach Budapest. Hoffentlich schaffen das auch alle...

Tag 12:
Budapest – Puff oder Location?
Holprige Straßen – wir werden in unseren Betten ordentlich durchgeschüttelt, das muss ja fast Budapest sein, denk ich mir im Unterbewusstsein. Ich steh mal auf, schau aus dem Fenster und ja, ich habe Recht. Ein paar Minuten später stehen wir bereits vor der heutigen Venue. Dürer Kert, ein riesiger Schuppen, erinnert mich persönlich stark an die Arena in Wien. Jetzt muss der Nightliner mal geparkt werden, allerdings haben wir noch nicht richtig Platz. Da muss zuerst noch ein Kleinbus weggeschoben werden. Aber nach einigen Minuten fröhlichen Vor- und Zurückrollens des gegen unseren Busses mickrig wirkenden PKWs wird geparkt. Coole Location, die Gänge schauen aus wie in einem Nachkriegspuff aus dem Osten, aber im Großen und Ganzen echt cool. Get In, Catering gestürmt, und mal ab in die Dusche, die Party vom Vorabend runterspülen.

MIDRIFF stehen heute bereits gegen 17.00 Uhr auf der kleinen Bühne im Dürer Kert. Noch haben wir alle drei unsere Zweifel, ob das schon ein cooler Abend wird, sind wir ja schließlich auf einem Female Fronted Metalfestival gelandet. Metal sind wir nur im entferntesten Sinne, und female schon gar nicht. Jeder von uns hat mehr Haar auf dem rechten großen Zeh, wie CONCHITA WURST im Gesicht. Wir stehen auf der Bühne, stimmen „Hard Way“ an, die Hütte wird voller, die Crowd ist dabei – und genießen einfach eine fette Rockshow. Cool – das hätten wir uns nicht gedacht. Die 40 Minuten vergehen wie im Flug, den Leuten gefällts, aber am Merchandise geht trotzdem fast nichts, man merkt, dass das Publikum einfach keine volle Geldtasche hat. Das Equipment in den Trailer verladen, ab in die Dusche und dann zum Changeover von SERENITY. Unsere Freunde zeigen, warum sie als Co-Headliner auf diesem Festival sind. SERENITY haben das Publikum von der ersten Minute an voll im Griff und Band und Crowd rocken sich den Arsch ab. Coole Show, fetter Sound, das Zeug runter von der Bühne und jetzt ist es soweit. Job done!

Wir steigen in den Bus und fahren Richtung Heimat. So schnell ist nun auch nicht Schluss. Ein paar Eiserne halten nach wie vor die Stellung im Bus und trinken noch das ein oder andere Bier auf diese absolut gute Zeit.

Tag 13:
Mama, I’m coming home!
Früh geht heute der Wecker ab – 08:00 Uhr. Und ein wenig verkatert bin ich auch, der Wodka gestern/heute Nacht war vielleicht doch nicht so gesund. Der erste Kater der Tour, und das am letzten Tag, ich glaube ich hab den Kater immer verschlafen, aber heute müssen wir raus. Wir sind schon in Rosenheim, gleich zuhause halt. Etwas Wehmut kommt bei allen Beteiligten auf, waren doch die vergangen beiden Wochen wirklich ein großer Spaß und die Tour könnte schon noch ein bisschen andauern. Schnell die Dreckwäsche in die Tasche gestopft, die Koje zusammengeräumt und noch einmal einen Kontrollblick getätigt, bevor wir schon in Wörgl sind und aus dem Bus steigen. Der Trailer muss ausgeräumt werden, das Equipment nach Bands sortiert und in die Busse bzw. PKWs der Kollegen geladen werden. Umarmungen, der eine oder andere blöde Witz und vorbei ist es. Jetzt hatten wir nur mehr ein Ziel: Fleischkassemmä!

Hinter uns liegen zwei Wochen voller Spaß, Erfahrung, Kollegialität und eine äußerst geile Tour, die wir in unserem Leben nicht missen möchten. Danke SERENITY, es gibt selten einen Headliner, der seinen Supports mit so viel Sympathie gegenübersteht und stets so hilfsbereit ist. Danke BEYOND THE BRIDGE, wir konnten viel zusammen lachen. Danke Mo, gibt es einen lockereren Tourmanager? Danke Bubi und Michi, best Crew ever – und Danke an unsere Busfahrerin Jule und Bruder Basti für eine sorgenfreie Tour in eurem Nightliner. O-Ton Mo: „Rock n Rolf!!!“

Vielen Dank für diesen ausführlichen Einblick in das Tourleben & CU Soon On The Road, MIDRIFF!


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