Jahresrückblick 2015

Text: adl
Veröffentlicht am 04.01.2016

REDAKTIONSRÜCKBLICK 2015: DANIEL LAICH


Wieder ist ein Jahr vergangen und so wird uns Stormbringer-Redakteuren aufgetragen das Jahr Revue passieren zu lassen – ansonsten gibt es Schläge von Anstandsdame Anthalerero und so folge ich dem Aufruf – nicht, dass ich an der Leine ende… Was war Top und was war Flop 2015, hier also mein persönlicher Rückblick auf das vergangene Metal-Jahr und alles was sonst noch mehr oder weniger wichtig war. 

Internationale Musikantentruppe des Jahres: "Slaaaaaaaaayeeeeeeeeeeer!" Weil "Repentless" gezeigt hat, dass die Thrash-Könige auch ohne Hanneman (R.I.P.) immer noch Killer-Songs schreiben können, auch wenn Kollege FO jetzt rotiert und mir Pest und Cholera an den Hals wünscht – im Übrigen sind Slayer live immer noch eine Macht und haben mich im wahrsten Sinne des Wortes umgeworfen… Raining Blood Bitches!   


SLAYER - hauen immer noch voll auf die Fresse! 

Eingeborenen-Krawall des Jahres: Einen Favoriten unter unseren lokalen Bands hier aufzulisten wäre zu einfach, auch hier eine Liste anzufertigen würde nicht genügen (da würde ich bestimmt wieder jemanden vergessen). An dieser Stelle geht der Dank an alle, die sich zusammenrotten um „Krawall made in Tyrol“ zu produzieren, sich auf die Bühne stellen um zu Lärmen und auch an all jene, die immer wieder das finanzielle Risiko aufnehmen Konzerte in unseren heimischen Clubs zu veranstalten (vom Underground Konzert bis zu internationalen Größen), ihr haltet die Szene am Leben! Keep the underground alive! 

Longplayer des Jahres: Die Überscheibe kommt aus Schweden und heißt „Svbversvm“ – besser und authentischer kann man Heavy-Metal im Jahr 2015 nicht auf den Markt bringen. RAM schreiben die Songs, welche JUDAS PRIEST nicht mehr fähig sind zu erschaffen… Rob Halford und Konsorten erblassen vor Neid! 

Bestes kompositorisches Einzelstück: Don´t hassel the Hoff! Song des Jahres kommt vom redaktionseigenen Hausdrachentöter und seiner mehr oder weniger ernstzunehmenden (Höhö Götz) Unterhaltungstruppe DRAGONY - was wohl der Kung Führer dazu sagt würde mich noch brennend interessieren... und hat jemand die Viking-Tante mit dem MG auf dem T-Rex gesehen? Den radaktionsinternen Gangbang zu "Shadowplay" gibt es übrigens nachzulesen...  

Beste Visualisierung mit musikalischer Untermalung: Noch einmal SLAYER, die gehirnamputierte Story zu „Repentless“ welche in abgehackten Köpfen und zerquetschten Augäpfeln mündet ist ein Gaumenschaus für alle die sich an sinnlos inszenierter Gewalt ohne Jugendfreigabe erfreuen können – schlagt euch die Schädel ein! Riot and violence! Ach ja, und dann gab es da noch ABORTION mit „Termination Redux“ – mehr Romantik geht nicht! 



Sicko-Album des Jahres: Golden Shower? You must be really rich! So zumindest der erste Gedanke beim vernehmen der neobrachialistischen Klänge mit Goth-Cyber-Domina-Unterton von "Codex Bizarre" - GRUNT liefern uns den Hirnfick des Jahres! Goth Girls don´t say no und so gibt es CBT und Fisting-Spielchen im Park der Fetisch-Ekelhaftigkeit mit Anspruch auf den Bachmannpreis - Bumsbuchtante Charlotte holt sich hier ihre Inspiration für ihr bald erscheinendes Werk "Squirtgebiete"... That bitch needs a Panzer Enema!

Newcumer des Jahres: VEGAN UNTERMENSCH - mehr, als das was Cosmogonos Necrocircus und Sergeant Cthulhulingus hier auf die Beine stellen geht im Porngrind nicht. Wenn diese Herren zum Spermpit rufen springt alles im Kreis zum Gang-Bang und frohlockt freudig die eventuell sexistisch angehauchte Botschaft - die jedoch großer Literatur gleich einen tiefgreifenden Kern besitzt. Das Ding wird 2016 größer als Pete Steeles Gemächt - die Götter haben sich erhoben... bring your "barely 18" daugthers!  

Gemälde des Jahres: FLESHLESS – „Devoured Beyond Recognition“, nicht nur das die Scheibe holzt wie Sau, nein, die tschechischen Kult-Grunzer wissen wie man im Konsumenten den Hunger nach einer ordentlichen Wurstsemmel weckt – Fritz Haarmann ist stolz und Blutkübelmeister Nitsch denkt schon über eine Zusammenarbeit nach… humanoides Fleisch für die Wurstfabrik! 


„Devoured Beyond Recognition“ - Feinkost fürs Auge und das Gehör

Für den Sondermüll: Von WANDA beginne ich gar nicht erst zu reden - die Hassrede würde den zulässigen Umfang hier sprengen... metallisch gab es leider auch abartigen Schrott von Bands mit Gottstatus: Iron Maiden – „The Book Of Souls“, angehört, zu Tode fadisiert, ganz nach hinten ins Plattenregal gestellt. Jetzt mal ehrlich, wollt ihr mich verkoffern, das Songwriting ist echt zum Einschlafen und nach 90 Minuten musste ich mit dem Defibrillator aus dem Tiefschlaf geweckt werden… Übrigens, W.A.S.P. – „Golgotha“ ist eine Ansammlung von nicht viel besseren Schnulzen, mit der Wirkung einer XXL-Packung Schlaftabletten – da können gewisse „Musikexperten“ noch so viel vom Album des Jahres reden und behaupten ich würde die Band nicht verstehen. Mit besten Grüßen, euer wichtigtuerischer Semi-Musikexperte!

Beste Theaterdarstellung: Nach wieder einmal etwas mehr als 50 Konzerten (ja Herr Kollege, ich weiß sie haben wieder die 100 geknackt) im Jahr 2015 bleiben doch einige mehr hängen als andere, nicht weil sie von mördermäßigen Headlinern bespielt wurden, sondern weil sie Atmosphäre und Spirit hatten. So Reihen sich in der diesjährigen „Hall of Fame“ die Shows von EVERGREY in der Innsbrucker p.m.k., sowie im gleichen Laden, der mit Metal zwar wenig am Hut habende DELANEY DAVIDSON, die Doom-Kult-Partie mit SAINT VITUS im Innsbrucker Weekender und der abgefuckt geile Gig von DESASTER im alten Kino Landeck, bei unseren Kumpels von Rock Inn, ganz besonders ein. Dass ASPHYX mit ihrer Brachialvernichtung am diesjährigen „Bang Your Head Festival“ das Highlight in Sachen Panzerkampf waren ist nur noch eine Draufgabe auf das, was unsere Veranstalter im Heiligen Land wieder einmal über das ganze Jahr verteilt für uns bereitgestellt haben.  


SAINT VITUS im Innsbrucker Weekender - Children of Doom! 

Nervensäge des Jahres: Andreas Gabalier – wie rückständig und primitiv kann sich ein Mensch, in aller Öffentlichkeit, äußern? Frauen ins Dirndl und dann gefälligst ab an den Herd! Kein weiteres Kommentar nötig!

Hero des Jahres: Als ich Ende November nach München pilgerte, wusste ich nicht, dass der Bomber das letzte Mal über meinen Köpfen kreisen würde – es präsentierte sich ein stark auftrumpfender Lemmy der ein Motörhead-Brett servierte, das jeden Fan erfreute. Umso überraschender kam der tragische Tod einer unvergesslichen Legende am 29.12.2015 und traf uns alle tief – kein anderer Musiker der jüngeren Vergangenheit hatte wohl maßgeblich so viel Einfluss auf die Metalszene! Lemmy war kein Schauspieler, Lemmy lebte seine Musik wie kein anderer, wenn Lemmy von der Bühne ging, war er immer noch Lemmy und das machte ihn zum unangefochtenen Gott des Rock ´n ´ Roll… Born to lose, lived to win, R.I.P. Ian „Lemmy“ Kilmister!  


Ian „Lemmy“ Kilmister  1945 – 2015

Beard of the year: Paul Speckmann, wer sonst?

Lebensweisheit 2015: The only hair between a woman´s legs is my beard and a woman´s place is on my face! 

Film des Jahres: Ausnahmsweise steht hier kein Hardcore-Anal-Fuck-Your-Brain-Out-Pornotitel, den cineastisch war „Mad Max – Fury Road“ der ganz große Wurf des Jahres. Was Sam Miller hier hingelegt hat ist eine futuristische Achterbahnfahrt, die es schafft ohne die geringste Handlung zu Fesseln wie ein erdrückendes Kammerspiel… hat jemand meinen Blutbeutel gesehen? Heiliger V8, ich preise dich! Im übrigen würde Kollege Baumgartner gerne die Weibchen von Immortan Joe über seinen V8 springen lassen, ich zeige mich hier weitaus bescheidener und würde mich mit Furiosa zufrieden geben - Charlize ist auch mit nur einem Arm immer noch eine verdammt geile Drecksau! 

Metal-Weibchen-2015: Was ist blau und klebt am Baum? Genau, Schlumpfwichse! Der Titel geht an Alissa „Schlumpfine“ White-Gluz – niemand grunzt erotischer…

Pornstar des Jahres: Sasha Grey hat nichts mit diesem drittklassigen „Fifthy Shades Of Grey“ Softporno zu tun, auf den die Frauenwelt so abgefahren ist und auch, wenn die Dame mittlerweilen im Ruhestand ist: Sasha, Kollege Baumgartner und ich lieben dich immer noch! Do you remember the last time you got throat fucked? 


"Fifthy Shades Of Grey" Man´s Edition

Zitat des Jahres: „Woas er, dass des Thrash ohne h war?“ – Kampfkumpane Ing. Dark Lord kommentiert den Kreator Auftritt am diesjährigen „Bang Your Head Festival“

Hier kommt jetzt normalerweise die Frage wie das Jahr gesamt beurteilt wird, da sich Anthalerero aber mittlerweilen dem Kollegen Baumgartner zugewendet hat, verabschiede ich mich mit einem dreifachen „Grunz!“ und warte den Panzer für das kommende Jahr! Ein besonderer Dank geht noch an Mr. H.e.a.t., der mir das letzte bisschen musikalische Stabilität in meinem Leben gibt (zumindest glaubt er das) und die Kollegen Baumgartner und Anthalerero für niveauvolle Gespräche und Licht in geistig dunklen Stunden! Fist ahoi and (may your dick) stay hard! 

 



Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: Jahresrückblick der Stormbringer-Leser
Seite 3: Redaktionsrückblick: Anthalerero
Seite 4: Redaktionsrückblick: Daniel Laich
Seite 5: Redaktionsrückblick: Florian Rosenberger
Seite 6: Redaktionsrückblick: Kalti
Seite 7: Redaktionsrückblick: Lady Cat
Seite 8: Redaktionsrückblick: Luka
Seite 9: Redaktionsrückblick: Pascal Staub
Seite 10: Redaktionsrückblick: Reini
Seite 11: Redaktionsrückblick: Robert Fröwein
Seite 12: Redaktionsrückblick: Sabine Vollert
Seite 13: Redaktionsrückblick: Stefan Baumgartner
Seite 14: Redaktionsrückblick: Thomas Patsch
Seite 15: Redaktionsrückblick: Tom
Seite 16: Redaktionsrückblick: ADL


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