Jahresrückblick 2015

Text: adl
Veröffentlicht am 04.01.2016

REDAKTIONSRÜCKBLICK 2015: KALTI


Ein spezielles Thema zu Beginn:
Ich mag LAMB OF GOD, ihren Stil, ihr Gehabe und vor allem ihre Musik. Ich mag sie so sehr, dass ich mir eine Vinyl Sonderedition aller bisherigen Platten gekauft habe und stolz ganz links in mein Vinylregal stellte.  Im Juli gab es endlich die neue Scheibe: ein bombastisches Werk, von vorne bis hinten einwandfrei, eindeutig mein Album des Jahres. Die Vorfreude auf den Auftritt Ende November im Gasometer Wien war ungebremst. Dann die totale Enttäuschung:  Die Helden meiner letzten Jahre sagen ihren Auftritt aufgrund der Attentate in Paris ab und ziehen sich in das ach so sichere Amerika  zurück. Damit matchen sie sich mit PAPA ROACH und DEVIL YOU KNOW (die ebenfalls das Weite suchten) um den ersten Platz der Pussyband 2015.

Die beste Band des Jahres 2015 war für mich TRIVIUM: Mit „Silence In The Snow“ legten sie ein außergewöhnliches Album auf den Tisch. Klargesang ohne Growls, das verärgerte so manch einen eingefleischten TRIVIUM Fan. Im Gegensatz zu Kollegen DISTURBED hat Sänger Matt Heafy aufgezeigt, dass man sich auch verändern kann und trotzdem seinem typischen Stil treu bleibt. Außerdem noch permanent nebenbei zu touren und an Nebenprojekten zu arbeiten, verdient definitiv Anerkennung und Respekt.

Wenn wir schon bei den besten Bands des Jahres sind, haben AEONS OF ASHES diesen Titel für den österreichischen Sektor verdient. Keine Band hat mich in den letzten Jahren gleich beim ersten Auftritt (Vorband von Paradise Lost) so vom Hocker gehauen als die St. Pöltener. Ich bin schon auf weitere Auftritte und vor allem weiteres Studiomaterial gespannt.

Einen besten Song zu küren, ist noch um Häuser schwerer, als ein Album zu küren: Nachdem das Projekt LINDEMANN mit dem Album „Skills In Pills“ bei zweiterem nicht vorkam, ist „Fat“ vom selbigem Album für mich der Song des Jahres. Schön provozierend, grauslicher Text kombiniert mit PAIN – ähnlichen Chords – definitiv ein Lied, das auf keiner Strandparty fehlen darf.

Folgendes erwarte ich vom nächsten Jahr:
Jacoby Shadix, Randy Blythe und Howard Jones werden bei einer Benefizveranstaltung für Paris Hilton in New York von Jugendlichen attackiert und mit Wasserpistolen beschossen.

FIVE FINGER DEATH PUNCH bringen ein dreifach Album heraus – für jeden amerikanischen Staatsbürger unter 16 Jahren wird eine Beretta 92 beigelegt. Kauft man zusätzlich noch ein Ivan Moody Gedenksband gibt’s Munition oben drauf.

Metallica bringen ein Album heraus, Lars Ulrich lässt sich darauf von einem Schlagzeugschüler ersetzen – er hat Rückenschmerzen.

 



Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: Jahresrückblick der Stormbringer-Leser
Seite 3: Redaktionsrückblick: Anthalerero
Seite 4: Redaktionsrückblick: Daniel Laich
Seite 5: Redaktionsrückblick: Florian Rosenberger
Seite 6: Redaktionsrückblick: Kalti
Seite 7: Redaktionsrückblick: Lady Cat
Seite 8: Redaktionsrückblick: Luka
Seite 9: Redaktionsrückblick: Pascal Staub
Seite 10: Redaktionsrückblick: Reini
Seite 11: Redaktionsrückblick: Robert Fröwein
Seite 12: Redaktionsrückblick: Sabine Vollert
Seite 13: Redaktionsrückblick: Stefan Baumgartner
Seite 14: Redaktionsrückblick: Thomas Patsch
Seite 15: Redaktionsrückblick: Tom
Seite 16: Redaktionsrückblick: ADL


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