BANG YOUR HEAD FESTIVAL 2016 (Tag 2 & 3)

Text: Thomas Patsch | Fotos: Gerhard Masuccio, fg
Veröffentlicht am 24.07.2016

SAMSTAG (Tag 3, 16.07.2016)

Open Air: ICED EARTH, DIRKSCHNEIDER, URIAH HEEP, GRAVE DIGGER, GREAT WHITE, TANKARD, DELAIN, GIRLSCHOOL, BLACK TRIP / Halle: CREMATORY, UNLEASHED, THRESHOLD, TYKETTO, WARPATH

 

HALLE

WARPATH

Die im letzten Jahr erst wieder reaktivierte Formation WARPATH aus dem hohen Norden Deutschlands hatte ihre erfolgreichste Zeit Anfang bis Mitte der 90er, als eine herber Mix wie ihrer, aus Groove, Thrash und reichlich Hardcore als „Up To Date“ galt. Als „heißer Scheiß“ wird der „Crossover“ der Nordlichter zwar nicht mehr durchgehen, die vom in Bälde aufgelegten neuesten Dreher „Bullets For A Desert Session“ stammenden Tracks wie der auf Anhieb für lautstarkes Gegröle sorgende Stampfer „I Don’t Care“ lassen aber auf jeden Fall einiges erwarten. Doch auch das Material aus der Frühzeit der Band verfehlte seine Wirkung nicht, schließlich wurde es immer noch auf jene brachial groovende Weise dargeboten wie früher und sorgte immer noch für akuten Mitmach-Alarm. Auch die Mimik und Gestik von Sänger Dirk „Dicker“ Weiss hatte nichts an Faszination eingebüßt. Es wirkt immer noch beängstigend, wie dieser Kerl seine Augen nach oben rollen kann und man als Beobachter den Eindruck gewinnt, Dirk hätte nichts als das „Weiße“ in den Augenhöhlen. Kurz, ein echtes Bühne-Viech! Aber auch seine neuen Mitstreiter Sören (Bass) und Flint (Gitarre) wissen was `ne Harke ist und bretterten, unterstützt von ihrem satt groovenden Drum-Kollegen, amtlich durch die Songs. Wirklich massentauglich ist das massive Gebräu zwar immer noch nicht, weshalb sich die Anzahl der Zuschauer in der Halle auch in Grenzen hielt, nichtsdestotrotz liefert die Truppe aber eine begeisternde Show, die im lautstark bejubelten Klassiker „In Rage“ einen überaus gediegenen Abschluss fand. [Walter Scheurer]

TYKETTO

Durch Zufall begab ich mich am Samstag Abend in die Halle, als gerade TYKETTO spielten. Ich hatte die Band aus Amerika gar nicht auf dem Programm, weil ich noch nie von ihnen gehört hatte. Den Rest des Abends fragte ich mich, wo ich die letzten Jahre eigentlich war. Sowas von Spielfreude habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Bei mir schossen die Endorphine nur so aus allen Poren und ich bekam stundenlang das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Es war klar zu sehen, dass es dem Publikum nicht anders ging. Ich sah Metaller in allen Altersklassen und gekleidet in Shirts von harten Combos, die zum melodischen Hardrocksound der Amerikaner tanzten wie die Wilden, da wurde gehüpft und die Hüften geschwungen. Sänger Danny Vaughn hat eine Hammerstimme, die sehr abwechslungsreich ist und über cremige Songs wie "Wings" bis zum Setschluß mit ihrem größten Hit, "Forever Young" überzeugte. TYKETTO waren für mich die Hammer-Überraschung des Bang Your Head 2016. [Michaela Ober]

THRESHOLD

Die musikalisch beste Band des heurigen Festivals musste leider zeitgleich mit dem heimlichen Headliner des Festivals (DIRKSCHNEIDER) auftreten. Unglückliches Timing für die Briten, die aber zum Glück viele Die-Hards vor der Bühne versammelt konnten. Verdient hätten sie eine proppenvolle Halle mit vielen neuen Interessierten und danach Anhängern. Denn was die Prog-Power Metaller live aufführten, war eben das was THRESHOLD sind – die Benchmark mit FATES WARNING, was progressiven Metal angeht. Die Power in ihrer Musik ist erheblich und ebenso sind die Melodien eingängig, was die große Kunst solcher edler Bands ist. Mit Damian Wilson hat Mastermind Karl Groom dazu noch einen Sänger in seinen Reihen, der wunderbare Ansagen („All You Wonderful People, Thank You") mit einer exorbitanten Performance kombiniert, in das Publikum springt, dort mit seinen Anhängern singt und alle in seinen Bann zieht. Ein wahrer Performer! Und die Band spielte punktgenau mit ebensolcher Überzeugung acht Perlen wie "Slipstream" über "Mission Profile" bis zu "Ashes" als Abschluss. Top! [Heinz Konzett]

UNLEASHED

Während draußen der Headliner ein würdiges Set zockte, scharte UNLEASHED-Frontbiest Johnny Hedlund in der Halle seine Warriors um sich. Zwar war die Heerschar der treuen Death Metal-Gefährten schon ordentlich ausgedünnt, diese wurde allerdings zwar nicht mit einem überragenden, aber sehr tighten und äußerst soliden Set der - bis auf den Gitarristenposten seit 1989 besetzungsmäßig konstant gebliebenen Truppe bedient. Unter dem mächtigen und stimmungsvoll angestrahlten Bandlogo knallte uns der beständige Vierer einen Death Metal-Brecher nach dem anderen um die Ohren. Es klirrte und schneite im „Winterland“, Odin wurde angerufen ("The Avenger"), ansonsten wurde tief in der Mottenkiste gegraben ("If They Had Eyes"), das vom obligatorischen Trunk aus dem Horn begleitete „To Asgaard We Fly“ wurde Lemmy gewidmet, „ohne den es das alles nicht geben würde“. Statt „Before The Creation Of Time“, "The Longships Are Coming" oder “Midvinterblot” mogelten sich mit "To Miklagard" oder "Defenders Of Midgard" auch schwächere Titel in die Setlist und auch an die in der Halle mächtig hohl klingenden Toms werde ich mich kaum gewöhnen, dennoch spielte Hedlund und sein Nordmann-Gefolge seine Routine aus und hinterließ verbrannte Erde. Mit „Hammer Battalion“ und dem obligatorischen „Death Metal Victory“ ging für mich das heurige Festival zu Ende, die nachfolgenden CREMATORY zogen sich wohl nur mehr die feierwilligsten und standhaftesten Metaller, Die-Hard-Fans und Partypeople dieses Monsterfestivals mit insgesamt 47 Bands rein. [Thomas Patsch]

 

OPEN AIR

BLACK TRIP

Die Schweden sind eine der Topadressen in Sachen traditionsbewußtem Heavy Metal, der vor lauter Retro-Charme, kultiger Attitüde und blind erscheinendem Soundverständnis und Authentizität nur so trieft. Wie schon die famosen NIGHT DEMON am Vortag erwiesen sich auch die Opener des heutigen Tagen (erwartungsgemäß) als echte Sound-Magier, indem auch BLACK TRIP die nach zwei vollen Festivaltagen abgekämpften, aber dennoch treuen Metal-Warriors, die ihre Kadaver mit hängenden Augenlidern zur unmenschlich anmutenden Mittagszeit vor die Bühne schleppten, verzauberten. Klasse vor Masse lautete die Devise und wo NIGHT DEMON auf traditionellen Metal-Stuff setzen, greifen die Schweden vermehrt in die klassische Hardrock-Kiste und betörten auch heute mit feinsten Melodien, Gesängen und Rhythmen, die Wärme wie Flair versprühen, eine unheilige Allianz mit kernigen Gitarrenriffs eingehen und die Band in Ahnenverehrung a la IRON MAIDEN, THIN LIZZY und den ganzen anderen großen Seventies-Hardrock und Proto-Metalbands tönen lassen. "Are You Ready For Some Heavy Rock?" lautete die Einstiegsfrage des wie immer agilen Fronters Joseph Toll. Und ja, die Anwesenden waren bereit für die Kracher, die der Fünfer nur so aus dem Ärmel schüttelte. Vom Opener "Die With Me" über "Berlin Model 32", "Shadowline" und das geile "Subvisional Sleep" zündete der Auftritt der erfahrenen ex-NECROPHOBIC, ENTOMBED und ENFORCER-Recken, DER Hit - "Radar" - durfte natürlich auch nicht fehlen, sodaß sich die gute Metal-Laune wie ein Virus unter den Anwesenden im Graben verbreitete. [Thomas Patsch]

GIRLSCHOOL

Wir schreiben das Jahr 1979. Mädchen spielen Gitarre, das gar nicht so leise und dann nennen die sich auch noch GIRLSCHOOL! Was für ein Aufruhr! Sommer 2016 und damit 37 Jahre später ist um 12:25 das Gelände vor der Bühne (Anm. Walter Scheurer: wohingegen sich der Chef damit zufrieden gibt, die Ladies aus der Distanz zu begutachten, was er mit einem markigen „GIRLSCHOOL von hinten, des geht immer“ auch unfreiwillig komisch kundtut….) ausgesprochen gut gefüllt mit einem erwartungsfreudigem Publikum, wobei so mancher von heute dazumal vermutlich noch gar nicht "geplant" war. Macht nichts, los gehts mit dem alten "Demoliton Boys", das die Ladies ebenso wie Neues ("Take It Like A Band") und die zahlreichen Songs vom "Hit & Run"-Erfolgsalbum ("C´Mon Let´s Go", "Kick It Down" oder der Titeltrack) flott und punkig rausrotzen. Man darf sich fast sicher sein, dass Ronnie James Dio (dem man das von ihm auf dem 2008er Album „Legacy“ eingesungene „I Spy“ widmete) & Lemmy Kilmister ("Emergency") Kim McAuliffe und Co. von Ihrer Wolke aus zugesehen und den Irdischen mit einigen Gläsern mit "Nektar des Scheitans" zugeprostet haben, zu erdig und gut war der Auftritt der Ladies! [G.]

DELAIN

Wie schon GIRLSCHOOL zuvor nahm ich mir eine weitere Band sprichwörtlich "von hinten" vor. Dass Charlotte Wessels optisch ein Schnuckelchen vor dem Herrn ist, ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass mir der Sound der Niederländer doch nicht immer erstklassig erscheint und teils zu seicht tönt. Doch wen schert die Meinung des Schreiberlings, wenn die Festivalbesucher die Band des jüngeren Westerholt-Bruders abfeiert, als stünden die großen Vorbilder WITHIN TEMPTATION, NIGHTWISH & Co. auf der Open Air-Bühne. Charlotte überzeugte mit ihrer gesanglichen Performance und schien offenbar Gefallen daran zu finden, im Sonnenschein in ihrem weißen Kunstfellfummel zu schwitzen, Ablegen schien offenkundig keine Option für den Rotschopf zu sein. Neue Tracks ("Suckerpunch", "The Glory And The Scum") und Pflichttermine ("Get The Devil Out Of Me", "We Are The Others" etc.) sorgten für ohralen Balsam für viele anwesende Fans. Auch wenn ich das Trällerelsen, äh, FemaleFronted-Symphonic-Metal-Gedöns auf Tonträger teils unterhaltsam und kurzweilig finde, so tönte es teils nervig aus den Boxen. Dennoch wurde das Sextett abgefeiert und stellte mit seinem Nischenprogramm objektiv gesehen - wie schon EQUILIBRIUM mit ihrem Pagan-Sound - einen willkommenen Farbklecks im Festivalprogramm dar, sodaß der Auftritt der Holländer im tiefgrünen Bereich verortet werden kann. [Thomas Patsch]

TANKARD

Was muß man zu einem Gig der Frankfurter eigentlich noch groß ausführen? Jeder der die Band schon einmal live gesehen hatte (zuletzt räumten die Vier auf dieser Bühne 2012 mächtig ab), weiß, dass Gerre und Spießgesellen seit Jahren auch auf den Bühnen dieser Welt Garanten für fette Thrashriffs, mächtig Spaß in den Backen und allseits bekannte Saufhymnen sind. Was sollte daran heute anders sein? Bei bestem Wetter krachte Ulknudel Gerre samt Gefolgschaft mit "Zombie Attack" gleich mitten ins Geschehen. Es folgte rund eine Stunde TANKARD pur und live. Eine echte Lehrstunde in Sachen Thrash-Nostalgie und -Hits, bei denen kein Auge und schon gar keine Kehle trocken blieb. Egal ob neuere Nummern wie "Rapid Fire" oder "Rules For Fools" oder echte Thrash-Classix wie "The Morning After" oder "Chemical Invasion" - mit unbändiger Energie posten, bangten und fetzten Basser Frank und Gitarrist Andy zu Mitbrüllern wie "Metal To Metal" über die Bühne. Ein noch größeres Laufpensum absolvierte allerdings Gerre, der wieder den Thrash-Witzbold zum Besten gab, über die Bühne wütete und stolperte, sich einen auf die Bühne geworfenen BH um den Hals hängte und auch sonst mit ulkigen Ansagen und Sprüchen glänzte. Gerade als die Sause richtig Fahrt aufgenommen hatte und ein Mädchen namens "Cerveza" den Herren einen Besuch abgestattet hatte, hieß es mit "(Empty) Tankard" auch schon Abschied zu nehmen, Gerre darf weiter davon träumen, irgendwann - seinem Gesetz der Kontinuität hinsichtlich der steigenden Rangordnung der bisherigen BYH-Auftritte folgend - hier mal als Headliner spielen zu dürfen. [Thomas Patsch]

GREAT WHITE

Die Kalifornier zählten zu den allerersten Bands, die ich live gesehen habe und zwar zwischen BRITNY FOX (uargh) und ALICE COOPER auf dessen „Trash“-Tour in der Kurhalle Oberlaa, kurz nachdem die Panzer weg waren. Damals standen die Amis voll im Saft und vermutlich auch am Zenit ihrer Karriere und so blieben mir die Show als auch die damaligen Alben - nicht nur ob der Qualitäten ihres (Original-)Sängers Jack Russell – in guter und immer wieder gerne hervorgekramter Erinnerung. Von dieser Glorie ist nicht viel übrig. Als einer von wenigen Acts spielten GREAT WHITE ohne eigenes Logo/Backdrop auf der großen Bühne. Nicht weiter schlimm natürlich, aber doch irgendwie symptomatisch für einen Auftritt, der wirkte, als hätte ihn die Band mal schnell für ein paar Europa-Dollar zwischen der nächsten Weekend Warrior-Bespaßung in Las Vegas und dem Bikerfest Hintertupfingen eingeschoben. Dafür wissen die Instrumentalisten etwaige Trinkspiele oder Groupie-Wettstreite besserer Tage durch altersgerechte Bewerbe zu ersetzen: Wer sich als erster bewegt, verliert (das Match endete unentschieden). Sänger Terry Ilous, seit 2010 an Bord, fiel stimmlich nicht weiter negativ auf, da muss man schon dankbar sein. Dafür erinnert er mit Rote-Flammen-auf-schwarzem-Leder-Look (ok, umgekehrt wär´s noch blöder), Sonnenbrille und FOREIGNER-Gedächtnisfrisur  (sofern es sein echtes Haar ist, hüstel. Andererseits: warum sollte sich jemand SO einen Pepi machen lassen?) optisch an den Hauptdarsteller einer Hollywood-Komödie über alternde Rockstars. Gehabe und Ansagen (jaja, früher wurden sie auf MTV noch brav gespielt, heute spielt sie das böse MTV nicht mehr, blabla, man kennt das) lassen wir auch lieber außen vor. Fairerweise muss man erwähnen, dass die Chose zumindest von den Fans ganz vorne durchaus wohlwollend aufgenommen wurde, vor allem das Klassiker-Finale mit „Rock Me“ und „Once Bitten, Twice Shy“.   Dennoch, Fazit: Great White 2016 steht für seelenloses US-Rock-Entertainment, das in der Form wohl nur die wenigsten wirklich brauchen. Schade. [Andi Appel]

GRAVE DIGGER

35 Jahre gibt es die Band von Sänger Chris Boltendahl schon, die Lederhose wurde mittlerweile, zumindest heute, von der Spandex abgelöst. Ansonsten nichts Neues im Hause GRAVE DIGGER. Das Dargebotene ist solides Material, unzählige Male schon zum Besten gegeben, immer nach dem Motto "alt aber gut" wurde gleich mal ordentlich mit einem echten Klassiker ("Headbanging Man") losgelegt. Der Rest bestand aus einer Auslese von Bandstandards ("Highland Farewell", " Rebellion (The Clans Are Marching)", "Excalibur" usw.), die kraftvoll und spritzig in Szene gesetzt wurden. Und wie das Konzert begonnen hatte, wurde es auch beschlossen, nämlich mit einer zünftigen Version von "Heavy Metal Breakdown" vom gleichnamigen Album. [G.]

URIAH HEEP

Während drinnen in der Halle TYKETTO (von mehreren unabhängig-sachkundigen Quellen bestätigt) einen der besten Sets des Festivals zockten, wollte ich mir – zu diesem Zeitpunkt noch unbedarft und unwissend – auf der großen Festivalbühne die legendären Altrocker URIAH HEEP gönnen. Angestachelt durch die – wie sich jetzt herausstellen sollte - viel zu übereuphorischen Berichte von letzten Auftritten herrschte eine Erwartungshaltung, die von den Haudegen, Bandleader Mick Box und Sänger Bernie Shaw, jedoch nicht erfüllt werden konnte. Zwar erwärmte die geil tönende Orgel mein ohnehin durch die fein strahlende Sonne wohltemperiertes Herz, allerdings war schon klar merkbar, wie altbacken und zahnlos die Heep-Klassiker zum Teil sind bzw. klingen, da können auch Klassenummern wie "Gypsy" oder "Stealin`" wenig ändern. Zwar kann hinsichtlich der Bühnenperformance nichts bemängelt werden, „July Morning“ und die ausgedehnten „Lady In Black“-Ah Ah Ah-Singalongs befeuerten die nostalgischen Schunkel- und Klatschgefühle der meisten Altrocker und –rockerinnen, sodass trotz lahm anmutendem Set ausreichend Stimmung herrschte. Dass nicht mal der Evergreen „Easy Living“ gespielt wurde, schlägt allerdings negativ zu Buche. [Thomas Patsch]

DIRKSCHNEIDER

Ob nun U.D.O. oder gar DIRKSCHNEIDER draufsteht ist egal, drinnen ist fleischgewordener Teutonenstahl! Das wurde uns heute Abend wieder einmal in Balingen im Zuge eines Heimspieles der Familie Dirkschneider (Sohn Sven sitzt seit März hinter der Schießbude) eindrucksvoll bewiesen. Desweiteren funktioniert der "Hooohoooohooo"-Effekt bei "Princess Of The Dawn" immer noch so gut wie immer und der German Tank wollte gar nicht mehr aufhören und bewies, dass nicht nur "Wetten das... " überziehen kann. Langzeitgefährte und Basser Fitty sowie das junge Gitarrenteam legten sich bühnentechnisch ordentlich ins Zeug und sorgten für Dynamik auf der Bühne. Derweil wurde der begeisterten Fanschar ein Metalklassiker nach dem nächsten um die Ohren gehauen ("Breaker", "Restless & Wild", "Metal Heart", "Fast As A Shark" usw.). Mit einem fulminanten "Burning" ging ein tolles, mit guten Sound ausgestattetes 75-Minuten Set voller ACCEPT-Kracher leider viel zu früh zu Ende. Und ja, bevor die Backline bei der Zugabe sprichwörtlich abgefackelt wurde, wurde natürlich auch "Balls To The Wall" gespielt. Ein euphorisch bejubelter und absolut headlinerwürdiger Set ging leider viel zu früh zu Ende. [G.]

Setlist:
- Starlight
- Living For Tonite
- London Leatherboys
- Midnight Mover
- Breaker
- Jawbreaker
- Princess Of The Dawn
- Restless And Wild
- Son Of A Bitch
- Screaming For A Love-Bite
- Metal Heart
- Fast As A Shark
- Balls To The Wall
- Burning

ICED EARTH

ICED EARTH mussten im Vorfeld einige Kritik einstecken, da sie einige Leute nicht als Headliner-würdig angesehen haben. Nach DIRKSCHNEIDER und seinem mächtigen ACCEPT-Klassiker-Set war das auch ein schwieriges Unterfangen. Who cares? Jon Schaffer hat die beste rechte Hand des Heavy Metal und ihre Songs sind US Metal-Fundstücke für die Ewigkeit. Sänger Stu Block singt alle Epochen der Band, von "Pure Evil" über "The Dark Saga" bis zu "Plagues Of Babylon" grandios und ist ein sympathischer, energievoller Frontman. Die Setlist war ausgewogen, wenn auch "Iced Earth" als Schlusstrack ein Muß sein sollte und "Stormrider" fehlte. Ein würdiger Headliner-Gig bei grandiosem Live-Sound war es trotzdem und ein toller Abschluss eines musikalisch hochwertigen und überzeugenden Festivals. [Heinz Konzett]

Setlist:
- Dark Saga
- Plagues Of Babylon
- Democide
- Vengeance Is Mine
- Burning Times
- V
- Pure Evil
- I Died For You
- Cthulhu
- Damien
- Slave To The Dark
- A Question Of Heaven
- My Own Savior
- Dystopia
- The Hunter
- Watching Over Me

Die 21. Ausgabe des legendären Festivals ging zu Ende, es bleibt die Erinnerung an ein verlängertes Wochenende voller Metal und Party sowie die Vorfreude auf die ersten Bandbestätigungen für die 2017er-Ausgabe, für die bereits VICIOUS RUMORS und VINCE NEIL gebucht sind, der wohl zahllose MÖTLEY CRÜE-Kracher zum Besten geben wird. Man sieht sich vor Ort! Zum Abschluß noch das persönliche Fazit von Andi: [Thomas Patsch]

Persönliches Fazit Bang Your Head!!! 2016: Veranstalter Horst und sein engagiertes Team bewiesen einmal mehr, dass es keiner 395 Bands auf 27 Bühnen bedarf, um ein gleichermaßen musikalisch wertvolles, idealistisch motiviertes und wirtschaftlich ertragreiches Festival auf die Beine zu stellen, bei dem auch organisatorisch keine gröberen Mängel zu beobachten waren (abgesehen von den Wartezeiten bei Bon-Ausgabe und Getränkeständen am Warm Up Abend; das bissl sudern sei einem Ostösterreicher gestattet, danke). Konzertane Enttäuschungen hielten sich angenehm zurück, lediglich die alte Rock-Partie ließ ein bisserl aus: NAZARETH (wobei: „Nazareth“?), GREAT WHITE, DARE oder THE DEAD – besser: The Strange - DAISIES. Dafür habe ich in all den Jahren wohl noch selten so viele gute Gigs auf einmal bzw. in vier Tagen gesehen. Allen voran – erwartungsgemäß – TWISTED SISTER und – in dieser Form weniger erwartungsgemäß und daher umso erfreulicher – METAL CHURCH. Und beim nächsten Mal kann Phil Rind dann auch den Text von „Who´s To Blame“ wieder! [Andi Appel]

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