25 Jahre "Contradictions Collapse", oder: der Werdegang von MESHUGGAH

Veröffentlicht am 05.10.2016

"The Violent Sleep Of Reason" hat nicht viel Anlaufzeit benötigt, um bei mir sinnbildlich Tränen des Glücks hervorzurufen. Ich sage nur eins: Was. Ein. Gitarrensound. Als ich gelesen habe, dass Obersoundpfuscher Tue Madsen, der höchstens alle paar Jahre mal einen ordentlichen Sound auf die Kette kriegt, an den Reglern saß, läuteten sämtlichste Alarmglocken bei mir. Ich kann aber durchaus auch mal neidlos anerkennen, dass das hier allergrößtes Tennis ist und man MESHUGGAH kaum besser in Szene setzen kann. Nun kann man behaupten, dass irgendwie jede Band von sich denkt, dass ihr neues Album gleichzeitig auch ihr bestes ist, aber "The Violent Sleep Of Reason" ist schon wirklich verdammt nahe am heiligen Gral des MESHUGGAH'schen Schaffens, erinnert klanglich an eine Mischung aus "Chaosphere", "Nothing" und "Koloss" in noch komplexer und mit erhöhtem Leadanteil. Ihr glaubt das geht nicht? Dann lasst euch einfach mal vom Titeltrack penetrieren. Oder von "MonstroCity". Oder von "By The Ton". Oder... ach lassen wir das. Eins lässt sich mit Sicherheit behaupten: MESHUGGAH waren in ihrer Karriere selten besser und abgedrehter - sie zocken in ihrer selbterschaffenen Liga mal wieder an vorderster Front. Ein Sonderlob gibt's auch hier  wieder für Tomas Haake, der einmal mehr völlig abgedrehte, absurde Drumpatterns auspackt, aber das trifft ja im Grunde auf jeden der fünf Protagonisten zu.

Weitere Anspieltipps: "Ivory Tower" und "Into Decay"

Tracklist:
01. Clockworks
02. Born In Dissonance
03. MonstroCity
04. By The Ton
05. Violent Sleep Of Reason
06. Ivory Tower
07. Stifled
08. Nostrum
09. Our Rage Won't Die
10. Into Decay

Eine vollwertige Rezension zu diesem Trumm hat der Kollege Patsch für euch verfasst, ihr findet sie hier.

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Inhaltsverzeichnis:
- Einleitung -
- Seite 1: 1991 - Contradictions Collapse -
- Seite 2: 1995 - DESTROY ERASE IMPROVE -
- Seite 3: 1998 - Chaosphere -
- Seite 4: 2002 (bzw. 2006) - Nothing -
- Seite 5: 2004 - I (EP) -
- Seite 6: 2005 - Catch ThirtyThree -
- Seite 7: 2008 - ObZen -
- Seite 8: 2012 - Koloss -
- Seite 9: 2016 - The Violent Sleep Of Reason -
- Resümee -


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