25 Jahre "Contradictions Collapse", oder: der Werdegang von MESHUGGAH

Veröffentlicht am 05.10.2016

Eine EP als Appetizer auf "Catch ThirtyThree"? Gerne! Da MESHUGGAH auf "Chaosphere" ja schon auf den Hund gekommen zu sein scheinen, was Longtracks à la "Elastic" betrifft, hat der einzige und namensgebende Song der EP einfach mal stolze 21 Minuten. Wenn man ganz viel Spekulatius betreiben will, könnte man glatt behaupten, es handele sich hier um den kleinen Bruder des im Jahr darauf erschienenen Albums. Die einen würden "I" als repetitiv bezeichnen, die anderen als beeindruckend perfektionierter Krach. Während Riffs und Schlagzeug anfangs noch vergleichsweise besonnen ihren Weg gehen, wird man ab Minute 1:30 regelrecht überfahren. Wobei "überfahren" in diesem Zusammenhang noch untertrieben ist, denn dieser Song legt mit allen seinen Takt- bzw. Tempowechseln, den fein gesäten Melodien und der mal wieder höchst sympathischen, völlig apokalyptischen Gesangsdarbietung von Herrn Jens Kidman noch einige Male "vorsorglich" abwechselnd den Vor- und dann den Rückwärtsgang ein, um die Überreste des Hörers in die ewigen Jagdgründe zu bugsieren. Und wenn ihr mal ein Paradebeispiel für einen grandiosen Breakdown benötigt: Minute 3:35 ca.. Da können sich die meisten aller Metalcore-Windelkacker mal ein oder zwei Scheibchen von abschneiden, denn so und nur so geht das. Eine "More of the same"-Veröffentlichung der gehobenen Sorte.

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Inhaltsverzeichnis:
- Einleitung -
- Seite 1: 1991 - Contradictions Collapse -
- Seite 2: 1995 - DESTROY ERASE IMPROVE -
- Seite 3: 1998 - Chaosphere -
- Seite 4: 2002 (bzw. 2006) - Nothing -
- Seite 5: 2004 - I (EP) -
- Seite 6: 2005 - Catch ThirtyThree -
- Seite 7: 2008 - ObZen -
- Seite 8: 2012 - Koloss -
- Seite 9: 2016 - The Violent Sleep Of Reason -
- Resümee -


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