15 vs. 25 Jahre LORDI - eine Retrospektive

Veröffentlicht am 03.01.2017

The Monster Show

Ich sehe schon die Fragezeichen über euren Köpfen, denn nach dem unveröffentlichten Debüt, kommt hier bereits die nächste Scheibe, die den meisten von euch kaum etwas sagen wird. Das ist nicht weiter verwunderlich, handelt es sich beim 2005 veröffentlichten „The Monster Show“ doch um eine Art Hybrid-Album, das einen Zusammenschnitt der beiden ersten Longplayer „Get Heavy!“ und „The Monsterican Dream“ enthält, und überdies als Bonus-DVD noch die bisherigen drei Musikvideos mitbringt.

Zugrunde liegt dem Album die etwas verkorkste Marketingstrategie eines Labels, das LORDI im Zuge ihrer ersten Europa-Tour den großeuropäischen Markt erschließen sollte – waren doch die ersten beiden Alben nur in Finnland und im deutschsprachigen Raum erschienen. In selbigen Ländern machte das Album den Finnen, durch seinen quasi Best-Of-Charakter, naturgemäß nur wenig Freude. Hätte man die im gleichen Jahr ausgegebene, nur als Promo verfügbare Live-DVD, die ein komplettes Konzert der Finnen in ihrer Heimatstadt Rovaniemi enthält, beigelegt, hätte es vermutlich anders ausgesehen. Doch so ist und bleibt die Scheibe leider ein überflüssiges Stück in der Diskografie der Finnen.

Tracklist:
1. Threatical Trailer
2. Bring It On (The Raging Hounds Return)
3. Blood Red Sandman
4. My Heaven Is Your Hell
5. Would You Love A Monsterman
6. Devil Is A Loser
7. Icon Of Dominance
8. The Children Of The Night
9. Shotgun Divorce
10. Forsaken Fashion Dolls
11. Wake The Snake
12. Rock The Hell Outta You

Doch das Jahr 2005 ist, abgesehen von obigem Output, vor allem in anderer Hinsicht von Bedeutung für LORDI und ihre Fans, markierte es doch einen der ersten Wendepunkte in der Geschichte der rockenden Monster. Es war das Jahr der ersten größeren Veränderung im Lordi-Kosmos, entschieden sich doch gleich zwei Musiker, Keyboarderin Enary wegen musikalischer Differenzen und Bassist Kalma (mein persönliches Lieblingsmonster) aus familiären Gründen dazu, die Band zu verlassen. Im Zuge der personellen Veränderungen wurden auch die Kostüme der Bandmitglieder, die bis dato nur marginal nachgebessert wurden, der ersten größeren optischen Runderneuerung unterzogen, was in den folgenden Jahren, schon aus rein praktischen Gründen, zur Tradition werden sollte. Durch die begrenzte Haltbarkeit des verwendeten Latex durfte Mr. Lordi auch weiterhin seiner Kreativität freien Lauf lassen, und die Fans konnten sich mit jedem neuen Album über ein wenig veränderte Charakterfratzen freuen.

Für die ausgeschiedenen Bandmitglieder kamen Awa und Ox ins Boot, die gemeinsam mit den verbliebenen Bandmitgliedern das wohl bekannteste Lineup der Monstertruppe bildeten: Mr. Lordi (Vocals), Amen (Gitarre), Ox (Bass), Awa (Keyboard), Kita (Schlagzeug). Was dann kommen sollte, das konnte allerdings niemand voraussehen...

 


Bassist Ox in Wien, 2006 (© lordicted.at)

 


 

Einleitung
Bend Over And Pray The Lord - Die Anfänge
Get Heavy - Das Debüt
The Monsterican Dream - Träume eines Monsters
The Monster Show
The Arockalypse und der Eurovision Song Contest
Deadache - Schwierige Zeiten
Zombilation & Dark Floors
Babez For Breakfast - Der Abstieg und ein Hoffnungsschimmer
Scarchives Vol. 1 - Rückblick und ein Neubeginn
To Beast Or Not To Beast - Sein oder Nichtsein?
Scare Force One & Monsterimies
Monstereophonic - Zurück zu den Wurzeln
...und es gibt sie noch immer! - Ein Fazit


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