The Interactive Metal Genres Graph - Die Metal Timeline

Veröffentlicht am 17.03.2017

Bringen wir es doch mal auf den Punkt: Wir alle lieben Metal, sonst wären wir wohl nicht hier. Egal, ob Heavy Metal, Death Metal, Black Metal, oder auch ausgefallene Dinge wie Black N' Roll, wir alle haben eine Schwäche für harsche Gitarrengewalt, große Melodien, oder, um es mal ganz allgemein auf den Punkt zu bringen: Wir alle verspüren eine Liebe zur Musik. Den riesigen Pool dessen, was wir heute als „Metal“ bezeichnen und verstehen, gibt es jetzt schon sehr lange, wahrscheinlich sogar länger, als viele von uns selbst. Aber hat sich schon einmal jemand Gedanken darüber gemacht, wie es dazu kam, dass ein Genre mit derartiger Diversität, verschiedensten Sub-Genres und gar mehreren, man möchte sagen, „urbanen Kulturen“ entstanden ist? Wo das alles seinen Anfang nahm? Nun, wahrscheinlich geht diese Frage ab einem gewissen Punkt schon in die Musik-Theorie, und nicht jeder wird ein derartiges Interesse daran haben, wie zur Musik selbst. Für diejenigen jedoch, die sich für die verschiedenen Anfänge und auch die Zusammenhänge zwischen den ganzen Sub-Genres innerhalb der großen Meta-Ebene, die wir „Metal“ nennen, interessieren, gab es bislang nur wenige direkte und einfache Wege, sich beispielweise über die Anfänge ihres Lieblings-Genres zu informieren. Das heißt, bis jetzt.

 

Denn vor geraumer Zeit erblickte eine neue Website das Licht der Welt, die den so genannten „Interactive Metal Genres Graph“ beinhaltet. Was das ist? Nun ja, kurz gesagt: Eine interaktive Timeline, die die Geschichte der verschiedenen Metal-Genres zeigt. Mehr noch, nicht nur die Geschichte der Genres, nein, auch die Zusammenhänge zueinander. Welches Genre ist wann entstanden? Woraus ist es entstanden? Wie hat es den Metal in weiterer Folge beeinflusst? Um solche Fragen zu beantworten, musste man sich bis dato meist durch langwierige, theoretische und meist recht zähe Artikel auf unserer allerliebsten freien Enzyklopädie arbeiten, und, seien wir uns ehrlich, wer hat schon die Geduld dazu, wenn einen nicht nur ein Genre spezifisch interessiert. Da macht es einem dieser Graph wesentlich einfacher: Man sucht in dem schier endlosen Dschungel aus verschiedenen Stilrichtungen nach dem Genre, über das man mehr erfahren möchte, dann kurz den Namen angeklickt und schon werden alle Verbindungen zum Genre farbig unterlegt. Dabei beschränkt sich „The Interactive Metal Genres Graph“ aber nicht nur auf Einflüsse innerhalb der großen „Metal-Musikblase“, sondern auch äußere musikalische Einflüsse werden berücksichtigt, was bei Genres wie „Viking Metal“ oder „Kawaii Metal“ (ja, BABY METAL und so) schon einmal recht hilfreich sein kann.

 

Der Graph zeichnet sich dadurch aus, dass darin die meisten bekannten Metal-Genres enthalten sind, jedoch muss man auch dazu sagen, dass er zumindest bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollständig ist. Das ist jedoch nur meckern auf sehr hohem Niveau, zumal sich beispielsweise Black Metal bis dato bereits in so dermaßen viele, teils sehr kleine Subgenres aufgeteilt hat, dass man dafür eigentlich schon eine eigene Grafik bräuchte. Ähnlich verhält es sich mit Genres, die nur verschwindend wenige, oder gar nur einen einzigen Vertreter haben. Würde man jede einzelne derartiger Strömungen extra versuchen zu bearbeiten, wäre es der Sache zwar dienlich, ginge es jedoch auch auf die Kosten der Übersichtlichkeit. Meckern auf hohem Niveau, wie gesagt. Ein Punkt, den man allerdings noch bearbeiten könnte, wäre eine einfachere Möglichkeit nach einem spezifischen Genre zu suchen, beispielweise eine Suchleiste, die einen direkt zum passenden Genre führt. Oft erweist sich die Suche nach kleineren Genres in dem anfangs relativ erschlagenden Netz aus Zusammenhängen und Genres nicht ganz einfach, wenn auch nicht unmöglich. Was ebenfalls hilfreich für einen kurzen Umriss eines Genres sein könnte, wäre eine kurze Pop-Up Beschreibung des jeweiligen Genres, was zum jetztigen Zeitpunkt jedoch einerseits den Rahmen sprengen würde, andererseits aber eine interessante Ergänzung für spätere Tage sein könnte und den Graphen zu einem der besten Quellen für kurze und prägnante Informationen für den interessierten Metalhead machen könnte.

 

The Interactive Metal Genres Graph“ stellt einen Anfangspunkt für jeden dar, der mehr über sein liebstes Genre innerhalb des Metal erfahren möchte und ist eine wahre Bereicherung für alle, die das große Mysterium Metal besser verstehen oder kennenlernen wollen. Auch stellt er wohl einen guten Start für alljene dar, für die diese musikalische Welt noch neu ist und die einen Anhaltspunkt brauchen, um sich in der Unmenge an Subgenres zurechtzufinden. Dabei sei jedoch auch gesagt, dass man, jedenfalls zum jetztigen Zeitpunkt, um das Lesen des einen oder anderen Artikels außerhalb des Graphen nicht herumkommen wird, wenn man ein tieferes Verständnis für ein Genre entwickeln will; Ganz abgesehen davon, dass man die Musik natürlich auch hören sollte (was aber wohl selbstverständlich ist). Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass in diesem Projekt offensichtlich sehr viel Arbeit und vor Allem Liebe zur Musik steckt, was sich auch zweifellos bezahlt gemacht hat, auch wenn das Projekt sicher noch Platz für kleinere Verbesserungen bietet. Eines ist jedoch gewiss: Dieser Graph wird die Wünsche vieler erfüllen, die sich tiefer mit der Materie auseinandersetzen wollen und auch vielleicht bei denjenigen vonnutzen sein, die in der kommenden Festival-Saison bei hitzigen Diskussionen mit Freunden mit ihrem Wissen glänzen wollen (mal ehrlich, jeder lässt doch gerne einmal den Experten raushängen). Aber genug geredet, seht euch die Seite selbst an und bildet euch eure Meinung dazu!

 

 

 

Hier geht es direkt zu "The Interactive Metal Genres Graph"

 

 


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