Aus dem Re-Release-Regal: CELTIC FROST

Veröffentlicht am 28.08.2017

Wenn man die beiden Begriffe Heavy Metal und Schweiz zusammenführt, dann dauert es nicht lange, bis dem geeichten Metaller auch eine nicht mehr existente, aber dennoch höchst einflussreiche Gruppe ins Gedächtnis gerufen wird: CELTIC FROST. Unterstützt wird die Erinnerung der Metalheads nun durch ein Paket an Re-Releases der Klassiker der Schweizer Schwermetall-Vorreiter – pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum des Referenzwerkes „Into The Pandemonium“ (1987).

Von der EP „Morbid Tales“ (1984) über „To Mega Therion“ (1985) bis hin zu „Vanity/Nemesis“ (1990) hat man sich aller prägenden Werke der Schweizer angenommen und sie, ausgestattet mit massig Bonustracks und erweiterten Booklets, als schicke Digibook-Editionen erneut unters Volk gebracht. Ausgeklammert wurde hierbei lediglich das stilbrechende „Cold Lake“, das von vielen Fans noch immer als Schandfleck in der Diskografie von CELTIC FROST angesehen wird, sowie das 2006 erschienene „Monotheist“. Im Gegenzug wurde die Reihe dafür um das Best Of „Innocence And Wrath“ erweitert, welches auf zwei Discs noch einmal einen perfekten Querschnitt durch das Schaffen der Schweizer bietet.

Dass CELTIC FROST einen großen Einfluss auf den Extreme Metal der 80er hatten, sogar als prägende Band für eine ganze Generation an vor allem Death- und Thrash-Bands gelten, ist unbestritten. Dabei waren die Schweizer vor allem immer eines: Unkonventionell. Egal ob es dabei um das Bandgefüge ging, das mit Wechseln und gleich mehreren Split-Ups und Wiedervereinigungen ein stetes Auf und Ab darstellte, oder um die musikalische Seite, auf der sich CELTIC FROST als wahres Chamäleon präsentierten: Seien das nun die Wurzeln der Band im rumpeligen Thrash oder die prägenden experimentiellen Phasen, in denen die geradezu avantgardistischen Verbindungen der Extrem-Geschosse mit konträren stilen wie Gothic Rock und Dark Wave für Aufsehen sorgten – und natürlich auch ein stilistischer Ausflug in kommerziellen Hairspray-Rock.

Wer CELTIC FROST nicht schon ohnehin als Fixstern seiner musikalischen Erziehung kennengelernt hat, für den ist mit diesem wertigen Paket an Re-Releases ein perfekter Aufhänger gegeben, sich einmal eingehender mit dem Schaffen der Schweizer Band rund um Thomas Gabriel Fischer (aka Tom G. Warrior) zu befassen. Auch Fans von TRIPTYKON, die sich gerne auf Spurensuche der Wurzeln jener Band, die bereits zu Zeiten Tom G. Warriors bei CELTIC FROST als Nebenprojekt existierte, begeben wollen, sollten hier ein Ohr riskieren. Oder auch beide...


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: Morbid Tales (1984)
Seite 3: To Mega Therion (1985)
Seite 4: Into The Pandemonium (1987)
Seite 5: Vanity/Nemesis (1990)
Seite 6: Innocence And Wrath (2017)


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