Aus dem Re-Release-Regal: BRUCE DICKINSON - Soloworks

Veröffentlicht am 17.11.2017

Bruce Dickinson. Sänger der nahezu kultisch verehrten NWoBHM-Heroen IRON MAIDEN. Pilot. Schriftsteller. Drehbuchauor. Moderator. Leidenschaftlicher Fechter. Ehrendoktor für besondere Verdienste im Musikbereich. Ach, und ein abgeschlossenes Geschichtsstudium hat er nebenbei auch noch. Zwar bekam er nebst vielerlei musikalischer Auszeichnungen einst für seinen Titelsong zu „Nightmare On Elm Street 5 – The Trauma“, „Bring Your Daughter... To The Slaughter“, eine goldene Himbeere – doch jetzt mal ernsthaft: Was kann dieser Mann eigentlich NICHT?! Denn neben seinem Engagement bei der sattsam bekannten Eisernen Jungfrau pflegt er auch noch eine mehr als passable Solokarriere – mit einem Stimmumfang von drei Oktaven und vier Tönen bleibt da auch genügend (musikalischer) Spielraum. So hat es Bruce Dickinson über einen Zeitraum von 15 Jahren auf ganze sechs Soloalben gebracht, die teilweise große stilistische Unterschiede aufweisen.
 


 

Und ebenjene sechs Alben gibt es nun in einer schicken Neuauflage, remastered, auf schwarzem 180g Vinyl. Alle sechs Alben als schicke Gatefolds im edlen „Soloworks“-Schuber – da lacht das Herz des Sammlers, laut und ausdauernd. Und wahrlich ist die Box wirklich gelungen. Kein liebloser Schnellschuss in billiger Aufmachung, sondern ein wertiges Paket, welches es verdient einen repräsentativen Platz im Plattenregal zugewiesen zu bekommen. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hat die Tatsache, dass die Platten, soweit ersichtlich, äußerlich weitestgehend in der Originalaufmachung belassen wurden und auch das Design der Box selbst als äußerst gelungen erachtet werden kann. Die reduzierte Wiedergabe der einzelnen Cover, als Symbole in der mystischen Aufmachung des Schubers, machen die Box zu einem optischen Hochgenuss.

Aber apropos Hochgenuss: Dieser ist nicht nur visuell gegeben, sondern auch aurikulär. Denn das Remastering der einzelnen Scheiben ist glücklicherweise äußerst unaufdringlich und songdienlich geraten, sodass einige Schwächen speziell der älteren Produktionen sehr gut ausgemerzt wurden, während sich der Ton dennoch weiterhin angenehm organisch präsentiert und keine klinisch-glatte Atmosphäre versprüht. So wird der mehrstündige Streifzug durch die Solokarriere Bruce Dickinsons zu einem Genuss – nicht nur für Freunde der prägnanten Stimme des Briten, der soviel mehr kann, als „nur“ Frontman von IRON MAIDEN zu sein.

Doch nun halten wir uns nicht länger auf und beleuchten die einzelnen Alben etwas eingehender...

 


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: Tattooed Millionaire (1990)
Seite 3: Balls To Picasso (1994)
Seite 4: Skunkworks (1996)
Seite 5: Accident Of Birth (1997)
Seite 6: The Chemical Wedding (1998)
Seite 7: Tyranny Of Souls (2005)


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