Aus dem Re-Release-Regal: BRUCE DICKINSON - Soloworks

Veröffentlicht am 17.11.2017


Tyranny Of Souls (2005)

  1. Mars Within (Intro) (Side 1)
  2. Abduction
  3. Soul Intruders
  4. Kill Devil Hill
  5. Navigate The Seas Of The Sun
  6. River Of No Return (Side 2)
  7. Power Of The Sun
  8. Devil O A Hog
  9. Believil
  10. Tyranny Of Souls


Kurz nach der deutlichen Kampfansage Dickinsons in Richtung IRON MAIDEN und der Überflügelung derselben mit seinen Soloalben, kam es 1999 gemeinsam mit Adrian Smith zur Wiedervereinigung mit den Jungfrauen. Obwohl die Reunion begeistert aufgenommen wurde, waren doch auch viele Fans Dickinsons in Sorge ob der Solokarriere des Sängers, was dieser jedoch ausdrücklich dementierte und prompt ein weiteres Solowerk ankündigte. Nach einer Best Of-Scheibe 2001, erschien der Nachfolger zum höchst erfolgreichen „The Chemical Wedding“, „Tyranny Of Souls“ betitelt, schlussendlich 2005.

Dabei versteht sich „Tyranny Of Souls“ als eine Fortsetzung von „The Chemical Wedding“ - erneut wieder in der bewährten Instrumentalbesetzung, doch erweitert um einige, teils Dickinson selbst unbekannte Musiker. Dennoch erreicht es insgesamt nicht ganz die Klasse des Vorgängers, obwohl es von den Kritikern als dem zwei Jahre zuvor erscheinenen IRON MAIDEN Album „Dance Of Death“ als haushoch überlegen angesehen wird. Die langwierigen Aufnahmen zu „Tyranny of Souls“, die teils oft extrem zeitversetzt zueinander entstanden, lassen das Album im fertigen Zustand  tatsächlich weniger rund und an manchen Stellen zusammengeflickt wirken. Den Brückenschlag zu „The Chemical Wedding“ findet man einmal mehr in der textlichen Ausrichtung, die sich mit dem Fortschrittsdrang der Menschheit (z.B. „Kill Devil Hill“) beschäftigt, aber auch den daraus erwachsenden Zwang, der in „Navigate The Seas Of The Sun“ und seiner Thematisierung der Erforschung und Kolonialisierung des Weltraums aufgegriffen wird.

Nach dem ebenfalls höchst erfolgreichen „Tyranny Of Souls“ wurde es still um Bruce Dickinsons Solokarriere, da sein Engagement bei IRON MAIDEN seine gesamte Aufmerksamkeit beanspruchte. Ob überhaupt noch weitere Solowerke geplant sind, kann derzeit wohl niemand sagen – doch die wertige „Soloworks“-Box bietet genügend Gründe, das bisherige Schaffen einer der wohl bekanntesten Stimmen im Heavy Metal Revue passieren zu lassen.

 


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: Tattooed Millionaire (1990)
Seite 3: Balls To Picasso (1994)
Seite 4: Skunkworks (1996)
Seite 5: Accident Of Birth (1997)
Seite 6: The Chemical Wedding (1998)
Seite 7: Tyranny Of Souls (2005)


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